Die Basler Geschichtstage 2026 sind am heutigen Montag gestartet. Bis zum kommenden Sonntag, den 23. März, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches Programm in der gesamten Region Basel. Von historischen Spaziergängen bis zu interaktiven Workshops für Kinder bietet die Veranstaltungsreihe vielfältige Einblicke in die Vergangenheit der Region.
Wichtige Punkte
- Die Basler Geschichtstage 2026 laufen vom 16. bis 23. März.
- Das Programm umfasst über 400 Veranstaltungen in Stadt, Baselbiet und Augusta Raurica.
- Schwerpunkte sind Migration, Industriegeschichte und Frauengeschichte.
- Kinder können an Workshops teilnehmen, darunter Gladiatoren-Training.
- Ein Abend widmet sich der Geschichte des Basler Hip-Hop.
Geschichte lebendig erleben: Ein Programm für alle Altersgruppen
Das Organisationsteam, bestehend aus Historikerin Luzia Knobel und Geografin sowie Soziologin Jo Vergeat, hat ein Programm entwickelt, das Geschichte greifbar machen soll. Es richtet sich an Jung und Alt und möchte das Interesse an der reichen Historie der Region wecken.
Die Veranstaltungsreihe, die in diesem Jahr über 400 einzelne Events umfasst, zieht sich durch die ganze Region. Dazu gehören klassische Vorträge und Podiumsdiskussionen. Ebenso gibt es zahlreiche Stadt- und Museumsführungen. Auch die römische Siedlung Augusta Raurica ist Teil des Programms.
Faktencheck
- Mehr als 40 freischaffende Personen, Vereine und Institutionen sind beteiligt.
- Ein Netzwerk von rund 80 Institutionen und Privatpersonen unterstützt die Geschichtstage.
- Allein am Mittwoch finden über 20 Veranstaltungen statt.
Interaktive Angebote für Kinder und Jugendliche
Ein besonderer Fokus liegt auf Mitmach-Aktionen. Kinder haben die Möglichkeit, das Aufwärmtraining römischer Gladiatoren nachzuempfinden. Oder sie können an einem Kurs teilnehmen, der ihnen die traditionellen Schritte des Vogel Gryff-Tanzes näherbringt. Solche Angebote sollen Geschichte spielerisch vermitteln und junge Menschen begeistern.
Migration und Industriegeschichte im Fokus
Ein zentrales Thema der diesjährigen Geschichtstage ist die Migration. Luzia Knobel und Jo Vergeat betonen, dass die Geschichte Basels untrennbar mit Migrationsbewegungen verbunden ist. Diese Perspektive spiegelt sich in verschiedenen Veranstaltungen wider. Ein Abend widmet sich beispielsweise der Basler Chemiegeschichte und wird in türkischer Sprache abgehalten. Dies unterstreicht die Bedeutung der Migrationsgeschichte für die industrielle Entwicklung der Stadt.
Hintergrundinformationen
Die Basler Geschichtstage werden von einem breiten Netzwerk getragen. Über 40 freischaffende Historiker, Vereine und Institutionen arbeiten zusammen. Sie alle engagieren sich für die Erforschung, Vermittlung und Archivierung der regionalen Geschichte. Dieses Engagement sorgt für die Breite und Tiefe des jährlichen Programms.
Auch die Industriegeschichte der Region wird umfassend beleuchtet. Dies geschieht aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Veranstalter wollen zeigen, wie die industrielle Entwicklung das Leben in Basel und Umgebung geprägt hat. Von den Anfängen bis zu den heutigen global agierenden Unternehmen.
Frauengeschichte und unerwartete Verbindungen
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frauengeschichte. Wie sah der Alltag einer Basler Dienstmagd in früheren Jahrhunderten aus? Diese und ähnliche Fragen werden in spezifischen Veranstaltungen thematisiert. Es geht darum, die Rolle von Frauen in der Geschichte sichtbar zu machen. Ihre Beiträge und Herausforderungen sollen beleuchtet werden.
„Geschichte ist nicht verstaubt. Man kann sie auf ganz vielfältige Art erleben“, sagen Luzia Knobel und Jo Vergeat vom Leitungsteam.
Ein ungewöhnlicher Programmpunkt beschäftigt sich mit Basler Söldnern. Es wird der Frage nachgegangen, warum diese in Kolonien gingen, obwohl die Schweiz selbst keine besass. Solche Themen eröffnen neue Perspektiven auf bekannte historische Ereignisse und Zusammenhänge.
Basler Hip-Hop: Ein kulturelles Erbe
Die Geschichtstage blicken auch auf jüngere kulturelle Entwicklungen. Ein Abend ist der Geschichte des Basler Hip-Hop gewidmet. Seit Ende der 1980er Jahre hat diese Musikrichtung die gesamte Schweiz beeinflusst. Die Veranstaltung beleuchtet ihre Ursprünge und ihren Einfluss. Sie zeigt, wie sich eine Subkultur zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Identität entwickelte.
Die Veranstaltungsreihe bietet somit eine breite Palette an Themen. Sie reicht von der Antike bis zur Gegenwart. Die Organisatoren haben sich zum Ziel gesetzt, Geschichte zugänglich und spannend zu präsentieren. Dadurch soll ein tieferes Verständnis für die eigene Region entstehen.
Das Team hinter den Kulissen
Hinter der Planung und Umsetzung der Basler Geschichtstage steht ein engagiertes Team. Luzia Knobel bringt als Historikerin und Geschlechterforscherin ihr Fachwissen ein. Jo Vergeat, die Geografie und Soziologie studiert hat, ist auch politisch aktiv. Sie sitzt für die Grüne Partei im Grossen Rat.
Das breite Spektrum der Organisatoren und Partner sorgt für die Vielfalt des Programms. Es umfasst Beiträge von lokalen Vereinen bis hin zu grossen Institutionen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven zu erzählen und zu erleben.
Die Basler Geschichtstage sind eine wichtige Plattform. Sie fördern den Austausch über die Vergangenheit. Gleichzeitig stärken sie das Bewusstsein für die eigene kulturelle Identität. Das Programm lädt dazu ein, die Region neu zu entdecken und ihre Geschichten zu teilen.





