Am Montagabend wurde im Basler St. Johann-Quartier ein 45-jähriger Mann angeschossen und verletzt. Der Vorfall ereignete sich kurz nach 18 Uhr im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses an der Jungstrasse. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat eine Untersuchung eingeleitet, während Anwohnerinnen und Anwohner am Tag danach Ratlosigkeit und Unsicherheit äussern.
Wichtige Fakten
- Ein 45-jähriger Mann wurde am Montagabend in Basel angeschossen.
- Der Vorfall ereignete sich im Eingang eines Mehrfamilienhauses an der Jungstrasse.
- Der Täter ist flüchtig und wird als schlanker Mann, circa 20 Jahre alt, südländischer Typ, beschrieben.
- Anwohner berichten von einem Gefühl der Unsicherheit und beklagen Drogenkriminalität im Quartier.
Details zum Vorfall in der Jungstrasse
Der Schuss fiel am Montagabend, kurz nach 18 Uhr. Der 45-jährige Mann wurde getroffen, als er sich im Eingangsbereich des Gebäudes aufhielt. Nach dem Vorfall war der Mann noch ansprechbar. Rettungskräfte brachten ihn umgehend ins Spital. Das genaue Motiv für die Tat ist derzeit unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Basler Staatsanwaltschaft.
Die Polizei hat eine Fahndung nach dem Täter eingeleitet. Er wird als etwa 20-jähriger, schlanker Mann mit südländischem Aussehen beschrieben. Zum Zeitpunkt der Tat trug er eine grüne Kapuzenjacke und hatte wenig Bart. Trotz intensiver Bemühungen konnte der Täter bisher nicht gefasst werden und befindet sich auf der Flucht.
Faktencheck
- Opferalter: 45 Jahre
- Tatzeit: Kurz nach 18 Uhr am Montagabend
- Tatort: Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses, Jungstrasse, St. Johann-Quartier
- Täterbeschreibung: Männlich, ca. 20 Jahre, schlank, südländischer Typ, wenig Bart, grüne Kapuzenjacke
Reaktionen im St. Johann-Quartier
Am Morgen nach der Schiesserei zeigte sich die Jungstrasse im St. Johann-Quartier zunächst friedlich. Entlang der Strasse finden sich Altbauhäuser, eine Kindertagesstätte, ein Secondhandladen und ein Coiffeur-Salon. Viele Passanten waren unterwegs, doch unter der Oberfläche schwelte die Verunsicherung.
Ein Bauarbeiter, der an einem benachbarten Gebäude arbeitet, beschrieb die Szenerie am Abend des Vorfalls:
«Da standen gestern Abend plötzlich überall Polizisten mit Maschinengewehren. Das war schon speziell. Sie haben einen Teil der Strasse abgesperrt.»
Er selbst habe nicht viel mehr mitbekommen, doch der Anblick der schwer bewaffneten Einsatzkräfte hinterliess Eindruck.
Sorgen der Anwohner
Der Eigentümer des Mehrfamilienhauses, vor dessen Eingang sich die Schiesserei ereignete, zeigte sich überrascht. Bernhard Ernst Brenneisen berichtete von einem Mieter, der den Schuss gehört hatte, diesen aber für eine zufallende Tür hielt. Ob der Verletzte Mieter in seinem Haus sei, wisse er nicht. Er betonte, dass in seiner Immobilie «anständige Leute» wohnten, die keine Probleme mit Kriminalität oder Drogen hätten.
Hintergrund: St. Johann-Quartier
Das St. Johann-Quartier in Basel ist ein lebendiges Viertel mit einer Mischung aus Wohnungen, kleinen Geschäften und Dienstleistungsbetrieben. Es liegt westlich des Stadtzentrums und ist bekannt für seine vielfältige Bevölkerung und seine Nähe zum Rhein. In den letzten Jahren gab es immer wieder Diskussionen über soziale Herausforderungen und Kriminalität in Teilen des Quartiers.
Drogenkriminalität als wiederkehrendes Thema
Ein anderer Mann, der in der Nähe ein leerstehendes Geschäftslokal saniert, äusserte sich weniger überrascht über den Vorfall. Er wies auf ein grösseres Problem im Quartier hin:
«Mich überrascht das nicht, in diesem Quartier gibt es viele Dealer. Drogen sind hier ein grosses Problem, es ist kriminell.»
Obwohl er selbst bis in den Abend hinein gearbeitet hatte, habe er den Schuss nicht direkt gehört. Seine Aussage spiegelt jedoch eine verbreitete Wahrnehmung wider, dass Drogenhandel und damit verbundene Kriminalität im St. Johann-Quartier eine Herausforderung darstellen.
Die Basler Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen weiter. Sie hat angekündigt, die Öffentlichkeit über eine mögliche Festnahme des Täters zu informieren. Die Aufklärung des Motivs und die Ergreifung des Verantwortlichen stehen im Vordergrund, um die Sicherheit und das Vertrauen der Bewohner des St. Johann-Quartiers wiederherzustellen.
Ausblick und weitere Schritte
Die Polizei verstärkt ihre Präsenz in der Jungstrasse und den umliegenden Gebieten. Zeugen, die möglicherweise relevante Informationen zum Vorfall oder zum flüchtigen Täter haben, sind aufgerufen, sich bei der Staatsanwaltschaft oder der Kantonspolizei Basel-Stadt zu melden. Jeder Hinweis kann für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung sein.
Die Stadt Basel arbeitet kontinuierlich an Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in allen Quartieren. Solche Vorfälle unterstreichen jedoch die Notwendigkeit, bestehende Probleme wie Drogenkriminalität aktiv anzugehen und präventive sowie repressive Massnahmen zu verstärken. Das Wohlbefinden und die Sicherheit der Bevölkerung haben oberste Priorität.
Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die komplexen Herausforderungen urbaner Gebiete und die anhaltende Notwendigkeit, ein Gleichgewicht zwischen Offenheit und Sicherheit zu finden. Die Gemeinschaft im St. Johann-Quartier hofft auf eine schnelle Aufklärung und darauf, dass solche Ereignisse in Zukunft verhindert werden können.





