Andrin Hunziker, ein Stürmer mit Basler Wurzeln, hat beim FC St. Gallen (FCSG) eine neue sportliche Heimat gefunden. Nach einer Zeit ohne klare Perspektiven bei seinem Jugendverein FC Basel entwickelte sich der 23-Jährige in der Ostschweiz zu einem wichtigen Bestandteil des Teams. Sein jüngstes Siegtor gegen den FC Zürich unterstreicht seine wachsende Bedeutung und die Wertschätzung, die ihm in St. Gallen entgegengebracht wird.
Wichtigste Erkenntnisse
- Andrin Hunziker wechselte vom FC Basel zum FC St. Gallen.
- Er erhielt beim FCSG einen Vierjahresvertrag und volles Vertrauen.
- Sein Siegtor gegen den FC Zürich festigte seinen Status als Publikumsliebling.
- Hunziker hat sich schnell in das Team integriert und fühlt sich sehr wohl.
- Er steht vor seinem ersten europäischen Auftritt mit dem FCSG.
Der Weg von Basel nach St. Gallen
Andrin Hunziker ist in Basel aufgewachsen und spielte in den Jugendmannschaften des FC Basel. Er erlebte als Kind die magischen Champions-League-Nächte seines Heimatvereins. Doch trotz seiner Verbundenheit mit Rot-Blau sah er für sich keine Zukunft beim FCB. Sein Vertrag lief noch ein Jahr, aber konkrete Angebote oder Perspektiven blieben aus. Dies führte zu einer Enttäuschung, die ihn letztlich zu einem Wechsel bewog.
Der FC St. Gallen erkannte das Potenzial des jungen Stürmers. Sie boten ihm einen Vierjahresvertrag an. Dies war ein klares Zeichen von Vertrauen und Wertschätzung. Sportchef Roger Stilz beschreibt Hunziker als einen "dynamischen und physisch robusten Stürmer". Er lobt auch seine Fähigkeit, "anzuschieben und Energie zu geben". Diese Eigenschaften hat Hunziker bereits mehrfach unter Beweis gestellt.
Faktencheck
- Alter: 23 Jahre
- Vertragslaufzeit beim FCSG: Vier Jahre
- Position: Stürmer
- Bisherige Rolle: Oft als Joker eingesetzt
Ein Joker sticht: Das Siegtor gegen den FCZ
Am vergangenen Sonntag zeigte Hunziker seine Qualitäten eindrucksvoll. Beim Spiel gegen den FC Zürich wurde er nach rund 60 Minuten eingewechselt. Kurze Zeit später erzielte er den entscheidenden Siegtreffer. Sein ausgelassener Jubel vor dem Espenblock zeigte, wie sehr er sich mit seinem neuen Verein identifiziert. Captain Lukas Görtler bemerkte dazu: "Der Junge wirkt, als sei er schon ewig hier." Hunziker selbst bestätigt dieses Gefühl: "Ich wurde super aufgenommen und fühle mich sehr wohl."
Die Integration in St. Gallen verlief reibungslos. Auf einer Reise nach Lissabon zeigte sich, wie gut Hunziker bereits im Team angekommen ist. Beim Abschlusstraining im Estádio Da Luz scherzte er mit Teamkollegen wie Tom Gaal und Hugo Vandermersch. Er lachte ausgelassen über einen Fehlpass. Dies sind Zeichen einer tiefen Verbundenheit und eines positiven Teamgeistes.
"Die Überzeugung hat in allen Belangen gefehlt. Ich hatte noch ein Jahr Vertrag, aber da ist nichts gekommen."
Von der Joker-Rolle zur Startelf?
Obwohl Hunziker oft als Joker glänzt, stellt sich die Frage nach einem Startelfeinsatz. Der FCSG verfügt mit Christian Witzig über eine pfeilschnelle Alternative. Hunziker könnte als Einwechselspieler jedoch wertvoller sein. Seine Fähigkeit, frischen Wind und neue Energie ins Spiel zu bringen, ist ein grosser Vorteil. Dies zeigte sich bereits mehrfach in wichtigen Spielen.
Historischer Kontext
Basler Stürmer hatten es in der Ostschweiz lange schwer. Spieler wie Marco Streller und Alex Frei wurden oft ausgepfiffen. Dies änderte sich mit Albian Ajeti und Cédric Itten. Beide wurden zu Publikumslieblingen in St. Gallen. Ajeti war in 38 Pflichtspielen an 20 Toren direkt beteiligt. Itten erzielte insgesamt 50 Treffer für die Ostschweizer, darunter fünf gegen seinen ehemaligen Verein FC Basel.
Hunziker wird am 20. September zum ersten Mal im Espen-Dress auf seinen ehemaligen Jugendverein, den FC Basel, treffen. Für ihn wird dies eine besondere Begegnung sein. Er möchte seiner alten Liebe zeigen, was sie verpasst hat. Zuvor steht jedoch ein weiteres Highlight an: ein Auswärtsspiel in Europa. Für Hunziker ist dies eine Sternstunde in seiner noch jungen Karriere. Es ist das erste Mal, dass er im europäischen Scheinwerferlicht steht.
Die Zukunft des Stürmers beim FCSG
Andrin Hunziker hat sich in St. Gallen schnell etabliert. Er hat das Vertrauen des Vereins und der Fans gewonnen. Sein dynamischer Spielstil und seine Torgefahr machen ihn zu einem wichtigen Spieler. Die Entscheidung des FC Basel, ihm keine Perspektiven zu bieten, scheint sich als Fehlentscheidung zu erweisen. Hunziker blüht in der Ostschweiz auf und entwickelt sich stetig weiter.
Der Stürmer steht vor einer spannenden Zeit. Die europäischen Spiele und die baldige Begegnung mit seinem ehemaligen Verein werden seine Entwicklung weiter prägen. Die Fans des FC St. Gallen können sich auf weitere energiegeladene Auftritte und wichtige Tore von Andrin Hunziker freuen. Er ist mehr als nur ein Joker; er ist ein Spieler, der das Potenzial hat, eine Ära in St. Gallen zu prägen.





