An der diesjährigen Basler Fasnacht wurden falsche 1000er-Banknoten verteilt. Eine Wagen-Clique nutzte das täuschend echt aussehende Spielgeld, um auf ihr Sujet aufmerksam zu machen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht dies jedoch nicht als Kavaliersdelikt.
Wichtige Punkte
- Falsche 1000er-Noten wurden an der Basler Fasnacht verteilt.
- Eine Wagen-Clique nutzte das Spielgeld für ihr Fasnachtssujet.
- Die Banknoten waren gut gemacht, aber deutlich als Spielgeld erkennbar.
- Die Schweizerische Nationalbank warnt vor Nachahmungen von Banknoten.
- Das Verteilen von Spielgeld ist an sich nicht illegal, solange keine Verwechslungsgefahr besteht.
Das Sujet und die Banknoten
Die Wagen-Clique, die für die Verteilung verantwortlich war, wollte mit ihrer Aktion auf ein spezifisches Thema aufmerksam machen. Die Wahl des 1000er-Scheins als Medium war bewusst. Dieser Schein ist die höchste Denomination der Schweizer Währung und symbolisiert oft Reichtum oder grosse Geldmengen.
Die Noten waren zwar detailreich gestaltet, trugen aber deutliche Hinweise, dass es sich um Spielgeld handelte. Auf den Scheinen stand das Wort «Fasnachts-Tausender». Zudem waren sie auf der Vorderseite mit dem Logo der Clique versehen und trugen auf der Rückseite einen QR-Code. Dieser Code führte zu weiteren Informationen über das Sujet der Gruppe.
Faktencheck: Der 1000er-Schein
- Der Schweizer 1000er-Schein ist eine der wertvollsten Banknoten der Welt.
- Er ist seit 1995 Teil der achten Serie und wurde 2019 in der neunten Serie neu aufgelegt.
- Umgangssprachlich wird er oft als «Tausender Nötli» bezeichnet.
Reaktion der Schweizerischen Nationalbank
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beobachtet solche Vorfälle mit Aufmerksamkeit. Sie hat klare Richtlinien, was die Nachahmung von Banknoten betrifft. Obwohl die Fasnachts-Tausender als Spielgeld gekennzeichnet waren, betont die SNB die Wichtigkeit der Unterscheidbarkeit.
«Die SNB verfolgt die Verbreitung von Nachahmungen von Banknoten im In- und Ausland. Bei der Gestaltung von Spielgeld muss auf eine klare Unterscheidbarkeit zu echten Banknoten geachtet werden», erklärt ein Sprecher der SNB. «Dies dient dem Schutz der Öffentlichkeit vor Verwechslungen und Missbrauch.»
Es ist entscheidend, dass die Öffentlichkeit echte Banknoten von Fälschungen oder Spielgeld sofort unterscheiden kann. Dies schützt vor Betrug und erhält das Vertrauen in die Währung.
Rechtliche Aspekte der Banknoten-Nachahmung
Das Schweizer Strafgesetzbuch (StGB) enthält Bestimmungen zum Schutz der Währung. Artikel 240 StGB befasst sich mit der Fälschung von Geld. Eine Nachahmung, die leicht mit echtem Geld verwechselt werden kann, kann strafrechtliche Konsequenzen haben. Dies gilt auch für Spielgeld, wenn es zu täuschend echt wirkt.
Im vorliegenden Fall der Fasnachts-Tausender gab es mehrere Merkmale, die sie als Spielgeld auswiesen. Dazu gehörten die Aufschrift, das Logo der Clique und der QR-Code. Diese Elemente sollen eine Verwechslung mit echten Banknoten verhindern. Das Verteilen von Spielgeld ist daher in der Regel nicht strafbar, solange die Unterscheidbarkeit klar gewährleistet ist.
Hintergrund: Die Basler Fasnacht
Die Basler Fasnacht ist die grösste und wichtigste Fasnacht der Schweiz. Sie beginnt am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens mit dem «Morgestraich» und endet am Donnerstagmorgen um 4 Uhr. Sie ist seit 2017 auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Die Fasnacht ist bekannt für ihre Cliquen, Sujets und das Verteilen von «Zeedel» (Flugblätter) und anderen kleinen Geschenken.
Die Bedeutung der Unterscheidbarkeit
Die SNB legt grossen Wert darauf, dass die Merkmale, die eine Banknote als Fälschung oder Spielgeld kennzeichnen, eindeutig sind. Dies schliesst Grösse, Farbe, Material und Aufdruck ein. Bei den Fasnachts-Tausendern war die Grösse offenbar ähnlich den echten Noten, aber die zusätzlichen Aufdrucke und der QR-Code dienten als klare Indikatoren für den Spielgeldcharakter.
Solche Aktionen können die Aufmerksamkeit auf kreative Weise lenken. Sie zeigen auch, wie wichtig es ist, die Grenzen zwischen Kunst, Satire und potenzieller Verwechslungsgefahr zu kennen. Für die Fasnacht ist das Verteilen von kleinen Gaben Tradition. Die Art dieser Gaben kann aber durchaus genauer betrachtet werden.
Fazit und Ausblick
Der Vorfall mit den falschen 1000er-Noten an der Basler Fasnacht war ein kreativer, aber auch risikoreicher Weg, ein Sujet zu kommunizieren. Er unterstreicht die Sensibilität, die im Umgang mit Nachahmungen von Währung geboten ist. Die Schweizerische Nationalbank wird weiterhin aufmerksam bleiben und sicherstellen, dass das Vertrauen in die Echtheit der Schweizer Banknoten nicht untergraben wird.
Die Fasnacht lebt von der Satire und dem Überschreiten von Grenzen. Gleichzeitig müssen die Verantwortlichen die rechtlichen Rahmenbedingungen beachten. Dieser Fall zeigt, dass selbst bei einem kulturellen Ereignis wie der Fasnacht die Regeln für den Umgang mit Währung und deren Nachahmung gelten.





