Roche hat an seiner Generalversammlung in Basel ein klares Bekenntnis zum Forschungsstandort Schweiz abgegeben. Verwaltungsratspräsident Severin Schwan betonte die Bedeutung der Innovationskraft und kündigte weitere grosse Investitionen an, darunter eine halbe Milliarde Franken für ein neues Forschungsgebäude in Basel.
Wichtige Punkte
- Roche investiert 500 Millionen Franken in ein neues Forschungsgebäude in Basel.
- Der Konzern hat in den letzten zehn Jahren 7 Milliarden Franken in der Schweiz investiert.
- Severin Schwan lobte die Innovationskraft des Standorts Schweiz.
- Aktionäre stimmten allen Anträgen des Verwaltungsrats zu, einschliesslich Statutenänderungen.
- Roche warnt vor zunehmendem Protektionismus und dem harten globalen Wettbewerb.
Klares Bekenntnis zum Forschungsstandort Basel
Severin Schwan, Verwaltungsratspräsident von Roche, bekräftigte an der Generalversammlung die zentrale Rolle des Standorts Schweiz für das Unternehmen. Er hob die kontinuierliche Innovationskraft in den Geschäftsbereichen Diagnostik und Pharma hervor, die massgeblich zu den starken Ergebnissen im Jahr 2025 beigetragen habe.
Besonders die Kombination von Diagnostik- und Pharmaexpertise ermögliche es Roche, wissenschaftliche Fortschritte direkt in innovative Therapien umzusetzen. Dies sei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil auf globaler Ebene.
Investition in die Zukunft
- 500 Millionen Franken fliessen in den Bau 12 in Basel.
- Dies ist ein hochmodernes und flexibles Forschungs- und Entwicklungsgebäude.
- Insgesamt investierte Roche in den letzten zehn Jahren 7 Milliarden Franken in der Schweiz.
Neues Forschungsgebäude in Basel geplant
Ein konkretes Zeichen dieses Bekenntnisses ist die Investition von einer halben Milliarde Franken in den Bau 12 am Standort Basel. Dieses neue Forschungs- und Entwicklungsgebäude, dessen Grundstein im vergangenen Oktober gelegt wurde, soll hochmoderne und flexible Arbeitsbedingungen schaffen.
Schwan betonte, dass diese Investition ein «ganz klares Bekenntnis zu Basel» darstellt. Neben Basel investiert Roche auch an anderen wichtigen globalen Standorten wie San Francisco und Shanghai.
„In Forschung und Entwicklung investieren wir insbesondere an unseren wichtigen globalen Standorten wie San Francisco und Shanghai, aber natürlich auch hier in Basel, wo wir im vergangenen Oktober den Grundstein für den Bau 12 gelegt haben: ein weiteres hochmodernes und flexibles Forschungs- und Entwicklungsgebäude, in das wir eine halbe Milliarde Franken stecken.“
Severin Schwan, Verwaltungsratspräsident von Roche
Härterer Wettbewerb und politische Rahmenbedingungen
Trotz der positiven Entwicklung und Investitionen wies Schwan auf die zunehmenden Herausforderungen im globalen Umfeld hin. Insbesondere die USA und China, als die beiden wichtigsten Märkte für Roche, setzten industriepolitisch harte Anreize. Marktzugang werde vermehrt an lokale Investitionen gekoppelt.
Dieser Protektionismus führe dazu, dass der «Kuchen für Investitionen für den Rest der Welt immer kleiner – und der internationale Wettbewerb immer grösser – wird».
Globale Herausforderungen
Die geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten nehmen zu. Länder wie die USA und China setzen auf Industriepolitik, die lokale Investitionen fördert und den Marktzugang für ausländische Unternehmen erschwert. Dies schafft einen härteren Wettbewerb für globale Akteure wie Roche.
Bedeutung von Spitzenforschung und Talenten
Vor diesem Hintergrund unterstrich Schwan die entscheidende Rolle von Spitzenforschung und hochqualifizierten Talenten für den Standort Schweiz. Er warnte davor, zu restriktive Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Rekrutierung von Fachkräften erschweren oder Kürzungen in Bildung und Basisforschung nach sich ziehen könnten.
Politische Stabilität allein reiche nicht aus, um im globalen Wettbewerb der Life-Sciences-Industrie zu bestehen. Vielmehr seien Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit von grösster Bedeutung.
Die vom Bundesrat eingesetzte Arbeitsgruppe soll laut Schwan dazu beitragen, die Digitalisierung voranzutreiben, Bürokratie abzubauen und die Preisfestsetzung im Gesundheitswesen zu modernisieren. Ziel ist es, den Zugang zu innovativen Medikamenten zu beschleunigen.
Aktionäre stimmen allen Anträgen zu
Die Aktionärinnen und Aktionäre des Pharmakonzerns nahmen an der Generalversammlung alle Anträge des Verwaltungsrats an. Dies beinhaltet auch eine teilweise Änderung der Statuten.
Ein wichtiger Beschluss betrifft den Umtausch von Genussscheinen (GS) in Partizipationsscheine (PS). Die PS werden die GS als stimmrechtslose Beteiligungspapiere in der Kapitalstruktur von Roche ersetzen. Die Partizipationsscheine werden an der Schweizer Börse SIX kotiert. Der letzte Handelstag der Genussscheine an der SIX Swiss Exchange ist für den 16. März vorgesehen.
- Alle Anträge des Verwaltungsrats wurden angenommen.
- Teilweise Änderung der Statuten genehmigt.
- Umtausch von Genussscheinen (GS) in Partizipationsscheine (PS) beschlossen.
- PS ersetzen GS als stimmrechtslose Beteiligungspapiere.
- PS werden an der Schweizer Börse SIX kotiert.





