Das Schaulager in Münchenstein ziert ab sofort die Rückseite der neuen Schweizer Zehnernote. Diese überraschende Wahl der Schweizerischen Nationalbank markiert einen historischen Moment, da erstmals ein Bauwerk aus dem Kanton Basel-Landschaft auf einem Schweizer Geldschein abgebildet wird. Die Verantwortlichen des Kunsthauses zeigen sich begeistert und sehen darin eine einzigartige Chance für mehr Sichtbarkeit.
Wichtige Punkte
- Das Schaulager in Münchenstein ist auf der neuen Schweizer Zehnernote abgebildet.
- Es ist das erste Mal, dass ein Bauwerk aus dem Kanton Basel-Landschaft auf einer Schweizer Banknote erscheint.
- Die Entscheidung der Nationalbank kam für das Schaulager völlig überraschend.
- Die neue Banknotenserie setzt auf ein "Wimmelbild"-Design mit vielfältigen Motiven.
- Frühere Noten zeigten Persönlichkeiten aus Basel-Stadt.
Ein historischer Moment für das Baselbiet
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Mittwoch in Zürich die nächste Generation ihrer Banknoten vorgestellt. Unter den neuen Designs sticht besonders die Zehnernote hervor, deren Rückseite das markante Gebäude des Schaulagers in Münchenstein schmückt. Diese Wahl ist nicht nur eine ästhetische Neuerung, sondern auch ein Novum in der Schweizer Geldgeschichte.
Bisher waren auf Schweizer Banknoten ausschliesslich Persönlichkeiten oder Motive aus dem Kanton Basel-Stadt vertreten. Die Abbildung des Schaulagers bricht mit dieser Tradition und bringt erstmals den Landkanton Basel-Landschaft prominent ins Rampenlicht der nationalen Währung.
Faktencheck
- Erste Abbildung aus Basel-Landschaft: Das Schaulager ist das erste Motiv aus dem Kanton Basel-Landschaft, das auf einer Schweizer Banknote zu sehen ist.
- Architekten: Das Gebäude wurde von den renommierten Basler Architekten Herzog & de Meuron entworfen.
- Häufig verwendete Note: Die Zehnernote gehört zu den am häufigsten genutzten Banknoten im Alltag.
Überraschung und Freude beim Schaulager
Für das Schaulager selbst kam die Nachricht völlig unerwartet. Isabel Friedli, Kuratorin des Schaulagers, äusserte sich überrascht und hocherfreut über die Ehre. Sie betonte, dass das Kunsthaus in keiner Weise in den Entwicklungsprozess der neuen Noten involviert war.
Friedli spekuliert über die Gründe für die Wahl des Gebäudes. Sie sieht die Möglichkeit, dass Besucher des Schaulagers künftig ihren Eintritt mit einer Zehnernote bezahlen und dabei das eigene Haus auf dem Schein entdecken. Dies könnte zu besonderen Momenten führen und die Aufmerksamkeit auf das Kunsthaus lenken.
"Für uns ist das eine totale Überraschung. Wir freuen uns riesig."
Das Design der neuen Banknotenserie
Die neuen Schweizer Banknoten wurden von der Emphase GmbH in Zürich gestaltet. Die Designer wählten einen spielerischen Ansatz, der die Noten wie ein "Wimmelbild" erscheinen lässt. Zahlreiche kleine Abbildungen und Details sind auf den Scheinen zu finden, die zum Entdecken einladen.
Die SNB betont, dass die neue Generation von Banknoten nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch höchste Sicherheitsstandards erfüllt. Dies ist entscheidend für die Zukunft des Bargeldes in der Schweiz, wie SNB-Präsident Martin Schlegel kürzlich betonte.
Hintergrund: Basler auf alten Banknoten
Bevor das Schaulager die Zehnernote ziert, waren ausschliesslich Persönlichkeiten aus Basel-Stadt auf Schweizer Banknoten abgebildet. Der Kunst- und Kulturhistoriker Jacob Burckhardt (1818-1897), ein gebürtiger Basler, war von 1998 bis 2016 auf der 1000er-Note zu sehen. Zuvor prägte der Mathematiker Leonhard Euler (1707-1783) fast ein Vierteljahrhundert, von 1976 bis 2000, die Zehnernote. Euler wurde in Basel geboren und wuchs in Riehen auf, bevor er international tätig war.
Bedeutung für die Region
Die Entscheidung, das Schaulager auf einer der am häufigsten verwendeten Banknoten abzubilden, ist ein starkes Signal für die kulturelle Bedeutung des Kantons Basel-Landschaft. Es erhöht die Sichtbarkeit der Region und ihres Beitrags zur Schweizer Kunst- und Kulturlandschaft auf nationaler und internationaler Ebene.
Das Schaulager, bekannt für seine innovativen Ausstellungen und seine einzigartige Architektur, könnte durch diese prominente Platzierung noch mehr Besucher anziehen. Es wird erwartet, dass die Noten nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch als kleine Kunstwerke und Gesprächsthema dienen.
Zukunft des Bargelds
Die Einführung neuer Banknoten unterstreicht das Engagement der Schweizerischen Nationalbank für das Bargeld. Trotz des zunehmenden bargeldlosen Zahlungsverkehrs bleibt physisches Geld ein wichtiger Bestandteil des Schweizer Finanzsystems. Die neuen Scheine sollen die Sicherheit und Akzeptanz des Bargeldes langfristig gewährleisten.
Die Bevölkerung wird die neuen Noten jedoch nicht sofort in den Händen halten. Die Einführung erfolgt schrittweise, um eine reibungslose Umstellung zu ermöglichen. Bis dahin bleibt die Vorfreude auf das neue Design und die Baselländer Präsenz auf dem nationalen Zahlungsmittel bestehen.





