Der Schweizer Dentalimplantate-Hersteller Straumann hat im vergangenen Geschäftsjahr seine selbst gesteckten Ziele erreicht. Mit einem Umsatz von 2,6 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 8,9 Prozent zeigte das Unternehmen eine solide Leistung in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Für das laufende Jahr und die kommenden Jahre prognostiziert Straumann weiterhin ein stabiles Wachstum.
Wichtige Erkenntnisse
- Straumann erreichte 2025 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Franken.
- Das organische Wachstum lag bei robusten 8,9 Prozent.
- Die Kern-EBIT-Marge betrug 26,5 Prozent zu konstanten Wechselkursen.
- Für 2026 wird ein ähnliches hohes einstelliges organisches Umsatzwachstum erwartet.
- Aktionäre sollen eine höhere Dividende von 1,00 Franken pro Aktie erhalten.
Starkes Wachstum trotz regionaler Herausforderungen
Straumann konnte im letzten Jahr einen Gesamtumsatz von 2,6 Milliarden Franken verbuchen. Dies entspricht einem nominalen Wachstum von 4,1 Prozent. Besonders hervorzuheben ist das organische Wachstum von 8,9 Prozent, das Wechselkurseffekte und Übernahmen ausschliesst. Diese Zahlen zeigen die Stärke des Unternehmens im Kerngeschäft.
Die regionale Entwicklung war jedoch unterschiedlich. In der Schlüsselregion Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) verzeichnete Straumann ein zweistelliges organisches Wachstum. Dies unterstreicht die starke Marktposition des Unternehmens in diesen Gebieten.
Zahlen und Fakten
- Gesamtumsatz 2025: 2,6 Milliarden Franken
- Organisches Wachstum: 8,9 Prozent
- Wachstum in Nordamerika: 4,2 Prozent organisch
- Kern-EBIT 2025: 655 Millionen Franken
- Kern-EBIT-Marge: 26,5 Prozent (zu konstanten Wechselkursen)
Nordamerika zeigte ebenfalls ein Wachstum, wenn auch moderater. Dort lag das organische Plus bei 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der asiatische Markt trug trotz eines herausfordernden Umfelds in China zum Umsatz bei.
China-Markt beeinflusst Asien-Geschäft
Der chinesische Markt stellte eine besondere Herausforderung dar. Im zweiten Halbjahr war er von einem verhaltenen Patientenzulauf geprägt. Zudem führte ein vorsichtiges Distributionsverhalten im Vorfeld der nächsten Runde des volumenbasierten Beschaffungsprozesses (VBP 2.0) zu Unsicherheiten. Diese Faktoren beeinflussten das Geschäft in Asien.
Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es Straumann, im gesamten asiatischen Raum mehr Umsatz zu erzielen als im Vorjahr. Dies belegt die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an volatile Marktbedingungen.
"Die Entwicklung in einem weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfeld war solide", kommentiert das Unternehmen seine Jahresergebnisse.
Gewinnentwicklung und Analystenerwartungen
Auf Gewinnebene orientiert sich Straumann am operativen Kerngewinn (Core EBIT). Dieser bereinigte Wert stieg auf 655 Millionen Franken. Die entsprechende Marge erreichte zu konstanten Wechselkursen 26,5 Prozent. Dies liegt innerhalb der selbst gesteckten Ziele des Unternehmens.
Der Kern-Reingewinn lag bei 478 Millionen Franken, ein Rückgang gegenüber den 502 Millionen Franken im Vorjahr. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf Währungseffekte und weiterhin hohe Investitionen in Innovation und Wachstum zurückzuführen. Analysten hatten den Reingewinn tiefer erwartet, die meisten anderen Kennzahlen erfüllten jedoch die Erwartungen.
Hintergrund: Volumenbasierter Beschaffungsprozess (VBP)
Der volumenbasierte Beschaffungsprozess (VBP) ist eine staatliche Initiative in China, die darauf abzielt, die Preise für medizinische Produkte und Medikamente durch Masseneinkäufe zu senken. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Margen von Herstellern haben und erfordert eine strategische Anpassung der Vertriebsmodelle.
Höhere Dividende und ambitionierte Zukunftspläne
Die Aktionäre sollen von dem erfolgreichen Geschäftsjahr profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt eine höhere Dividende von 1,00 Franken pro Aktie vor. Im Vorjahr betrug die Dividende 0,95 Franken. Dies signalisiert Vertrauen in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.
Für das laufende Jahr 2026 strebt Straumann bei konstanten Wechselkursen ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an. Zudem wird eine Kern-EBIT-Marge von 30 bis 60 Basispunkten über dem Wert von 2025 erwartet.
Mittelfristziele bis 2030
Die ambitionierten Mittelfristziele von Straumann bleiben bestehen. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 plant das Unternehmen ein jährliches Umsatzwachstum von rund 10 Prozent. Gleichzeitig soll die durchschnittliche Steigerung der Kern-EBIT-Marge 40 bis 50 Basispunkte pro Jahr betragen, ebenfalls zu konstanten Wechselkursen. Diese langfristige Strategie zeigt das Engagement für nachhaltiges Wachstum und Profitabilität.
Straumann investiert weiterhin stark in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen will seine führende Position im Dentalmarkt durch Innovationen und die Erschliessung neuer Märkte festigen. Dies beinhaltet auch die Erweiterung des Produktportfolios und die Stärkung der globalen Vertriebsnetze.
- Fokus auf Innovation und Forschung
- Stärkung der Marktführerschaft
- Erweiterung des Produktportfolios
- Ausbau globaler Vertriebsnetze
Mit diesen strategischen Massnahmen positioniert sich Straumann für zukünftiges Wachstum. Das Unternehmen zeigt sich zuversichtlich, die gesteckten Ziele in den kommenden Jahren zu erreichen und den Wert für seine Aktionäre weiter zu steigern.





