Das Basler Mimösli 2026 hat seine Premiere gefeiert und das Publikum mit einem «Fasnacht Royal»-Motto begeistert. Die Vorstellung bot eine Mischung aus traditioneller Fasnacht und königlichen Anspielungen, die für beste Unterhaltung sorgten. Von baslerischen Queen-Ohrwürmern bis hin zu Trommelfurioso in einer Sterneküche – das Programm war vielfältig und pointiert.
Wichtige Punkte
- Das Mimösli 2026 stand unter dem Motto «Fasnacht Royal».
- Musik von Queen wurde mit baslerischen Texten neu interpretiert.
- Ein Trommelfurioso in einer Küche war einer der Höhepunkte.
- Das Ensemble präsentierte satirische Einblicke in ein fiktives SRG-Sparprogramm.
- Hommagen an Peter Monteverdi und Peter Knogl waren Teil des Programms.
Königliche Klänge und Basler Humor
Der Abend begann mit einem Prolog, der sofort das Motto aufgriff. Bekannte Lieder der britischen Rockband Queen wurden mit baslerischen Texten versehen. Dies sorgte für eine einzigartige Atmosphäre. Das Publikum hörte genau zu, um die humorvollen und oft spitzen Texte zu erfassen.
Hedy Kaufmann, die als «Queen des Häbse» bekannt ist, spielte bei «We Will Rock You» eine Luftgitarre. Dani von Wattenwil kämpfte bei «Bicycle» mit einem angeklebten Schnauz. Diese Darbietungen zeigten die musikalische Qualität des Ensembles und den hohen Spassfaktor. Die Darsteller traten passend in weissen Hosen und goldfarbenen Oberteilen auf.
Faktencheck
- Das Ensemble trug weisse Hosen und goldfarbene Oberteile.
- Queen-Hits wie «We Will Rock You» und «Bicycle» wurden adaptiert.
- Hedy Kaufmann ist als «Queen des Häbse» bekannt.
Tradition trifft auf Moderne: Fasnacht in der Küche
Die «Rötzilisgge» brachten mit ihrer Trommelkunst und dem «Ueli» traditionelle Fasnachtsgefühle zurück auf die Bühne. Ihre Darbietung war solide und überzeugend. Ein besonderer Höhepunkt war ihr Auftritt im zweiten Teil des Abends.
In einer nachgestellten Küche von 3-Sterne-Koch Peter Knogl führten sie ein beeindruckendes Trommelfurioso auf. Pfannen, Wallhölzer und Pfannendeckel wurden zu Instrumenten. Sogar ein Mixer lieferte den Takt. Dies war ein «grosses Kino» und begeisterte das Premierenpublikum sichtlich.
Satire und Gesellschaftskritik: Das SRF-Sparprogramm
Das Ensemble nutzte die Bühne auch für gesellschaftskritische Töne. Im Raamestiggli «SRF Sparprogram» stellten sie die möglichen Auswirkungen einer Halbierungsinitiative für die SRG dar. Vor der Kulisse eines Sportpanoramas wurden die Sparmassnahmen pointiert inszeniert.
Michael Eckerle zeigte seine kabarettistische Ader. Er trat im Anzug, aber ohne lange Hosen, stattdessen in Shorts auf. Dies symbolisierte das Sparen. Laut Abwart Carlos Amstutz waren die Kameras bereits weggegeben worden. Daher wurde aus Kostengründen mit dem Handy gefilmt. Hedy Kaufmann überzeugte als Wetterfee im Studio. Garderoben existierten nicht mehr und wurden zu Einzimmerwohnungen umfunktioniert. Das Publikum hofft, dass dieses Szenario Fiktion bleibt.
Hintergrundinformation
Das Mimösli ist eine traditionelle Basler Veranstaltung, die Humor, Musik und Satire kombiniert. Es findet jährlich im Kulturhaus Häbse statt und ist ein fester Bestandteil des Basler Fasnachtsgeschehens. Die Veranstaltung lebt von der kreativen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und der lokalen Kultur.
Hofnarren, Baustellen und Schnitzelbänke
Königliche Anlässe sind ohne Hofnarren unvollständig. Die Pfeiferinnen von «piccognito» spielten zusammen mit den Tambouren der «Rötzilisgge» den «Basler Hofnarr». Alle traten in Waggiskostümen auf. Vier politische Hofnarren – Infantino, Trump, Amherd und Karin Keller-Sutter – ergänzten das Bild.
Baustellen sind ein Dauerthema in Basel. Eine Sitzung des Bau- und Verkehrsdepartements zur Reduzierung ihrer Anzahl wurde vom Baustellenkönig und seiner Gemahlin unterbrochen. Dies mündete zusammen mit der Mimösliband in eine musikalische Nummer. Vielleicht eine Anregung für Esther Keller.
«Das gesamte Programm war ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Tradition und moderner Satire, das das Publikum von Anfang bis Ende fesselte.»
Die Umbaupausen wurden wie im Vorjahr durch kurze Auftritte des Schnitzelbanks «dr Schyynhailig» überbrückt. Seine prägnanten, witzigen Zweizeiler sorgten jedes Mal für Heiterkeit. Neben der Bühne wurde ein überdimensionales Handy installiert. Dort wurden kurze, KI-generierte, humorvolle Videos eingespielt. Dies zeigte eine moderne Note.
Weitere Höhepunkte und der Epilog
Ein weiteres Highlight war der Schnitzelbank «Gryysel». Ihr bekanntes Intro mit Orgelmusik, ihr witziges Auftreten und erstklassige Verse zu aktuellen Themen machten diesen Auftritt zu einem ausgezeichneten Jahrgang. Themen reichten von Barbershops über Jodeln bis hin zu Sarkozy und Birsfelden.
Die Guggemusik «Ventilatore» setzte optisch und akustisch ein starkes Zeichen. Zuerst abgedunkelt, nur mit Kopflaternen vor dem Spalentor, dann langsam heller werdend, begleitet von erstklassigem Guggensound. Der Schnitzelbank «S spitzig Ryssblei» blieb sich treu und brachte mit Themen wie Chlorhühnern, Karin Keller-Sutter, den Epstein-Akten und dem «Gundeli-Hundeli-Vers» die Lacher auf seine Seite.
Im Auftrag von Conradin Cramer führten Dani von Wattenwil und Carlos Amstutz einen Lottomatch durch. Es gab absurde Preise zu gewinnen, wie einen Gutschein für ein farbiges Beweisfoto bei einer Radarkontrolle. Das Raamestiggli zum F-35 war handwerklich hervorragend. Es wirkte jedoch so realitätsnah, dass die Lacher stellenweise dem Nachdenken wichen.
Zahlen und Fakten
- Das Mimösli findet vom 9. Januar bis 14. Februar 2026 statt.
- Tickets kosten CHF 78.-.
- Veranstaltungsort ist das Kulturhaus Häbse in Basel.
Die Pfeiferinnen von «piccognito» zeigten einen stimmungsvollen Auftritt im royalen Park. Eine Kutsche und elegant flanierende Damen von Welt ergänzten das Bild. Der Programmpunkt «Peter Monteverdi» war königlich. Eingeblendete Automobile aus den Sechziger- und Siebzigerjahren wurden von gepfiffenen Melodien dieser Zeit begleitet. Lieder wie «Hey Jude» und «Oh Happy Day» schufen eine besondere Atmosphäre.
Als Epilog sang das Ensemble «Bohemian Rhapsody» von Queen auf Baseldeutsch. Die Band gab nochmals alles. Schliesslich landeten sie mit dem traditionellen Mimöslilied wieder in Basel und erhielten eine verdiente Standing Ovation. Die Macher des Mimösli 2026 haben eine beeindruckende Ausgabe geschaffen. Dani von Wattenwyl wies in seiner Botschaft darauf hin, dass die Entscheidung zur Durchführung der Premiere angesichts tragischer Umstände im Wallis nicht einfach war. Man habe sich bewusst auf Lichtblicke konzentriert, die gerade in schwierigen Zeiten wichtig sind. Die Anteilnahme für die Opfer und ihre Familien war stets spürbar.
Termine und Tickets
Das Mimösli 2026 läuft vom Freitag, 9. Januar bis Samstag, 14. Februar 2026. Die Vorstellungen finden im Kulturhaus Häbse an der Klingentalstrasse 79 in 4057 Basel statt. Tickets sind zum Einheitspreis von CHF 78.- erhältlich. Sie können online über den Ticketshop des Kulturhaus Häbse oder direkt an der Abendkasse erworben werden.
Interessierte können sich auch für den Newsletter anmelden, um keine Informationen zu verpassen. Tragen Sie dazu einfach Ihre E-Mail-Adresse in das entsprechende Feld ein.





