Die Schallbacher Kulturtage stehen vor der Tür. Vom 1. bis 17. Mai verwandelt sich die Peter-und-Paul-Kirche in einen lebendigen Begegnungsort für insgesamt zwölf Veranstaltungen. Das Organisationskomitee verspricht ein abwechslungsreiches Programm aus Konzerten und einer Kunstausstellung, das sowohl Stammgäste als auch neue Besucher ansprechen soll.
Wichtige Punkte
- Zwölf Veranstaltungen in der Peter-und-Paul-Kirche von 1. bis 17. Mai.
- Kammermusik, Folk, Vokalensembles, Jazz und Songwriter-Abende.
- Kunstausstellung mit Porträts und Skulpturen von zwei Lörracher Künstlern.
- Workshop für Kinder zum Thema Porträtmalerei.
- Organisationsteam setzt auf bewährte Konzepte wie den Apéro nach den Veranstaltungen.
Ein bewährtes Konzept mit neuen Akzenten
Die Schallbacher Kulturtage haben sich in den vergangenen Jahren etabliert. Thomas Th. Willmann, Sprecher des siebenköpfigen Organisationsteams, berichtet von sehr guten Besucherzahlen in der Vergangenheit. Oft sei die Kirche sogar vollständig gefüllt gewesen. Auch die positive Resonanz des Publikums bestärkt das Team in seinem Ansatz.
Ein Element, das sich bewährt hat und beibehalten wird, ist der traditionelle Apéro. Dieser findet sowohl in den Pausen als auch nach den Veranstaltungen statt und fördert den Austausch zwischen Künstlern und Publikum. Es ist ein fester Bestandteil des Konzepts, der zur angenehmen Atmosphäre beiträgt.
Fakten im Überblick
- Veranstaltungsort: Peter-und-Paul-Kirche, Schallbach
- Dauer: 1. bis 17. Mai
- Anzahl Veranstaltungen: 12
- Programm: Hauptsächlich Konzerte, ergänzt durch eine Kunstausstellung
Musikalische Vielfalt von Klassik bis Indie-Folk
Das musikalische Programm der Kulturtage ist breit gefächert. Es beginnt am 1. Mai mit einem hochanspruchsvollen Kammermusikkonzert. Das Zürcher Modulor Quartett, gegründet 2019, wird unter der Leitung von Primarius Gregor Hänßler auftreten. Das Ensemble, bekannt für seine Festivalerfahrungen, präsentiert neben klassischem Repertoire auch zeitgenössische Musik.
Auf dem Programm stehen Werke von Schubert und Ravel. Ein besonderes Stück ist George Crumbs „Black Angels“ aus dem Jahr 1970, das im Kontext des Vietnamkriegs entstand und heute wieder aktuell erscheint. Der ungewöhnliche Start an einem Freitag resultiert aus der Terminplanung des Quartetts.
Irische Klänge und Vokalharmonien
Am 6. Mai steht traditionelle irische Musik im Mittelpunkt. Walti Huber, ein bekannter Folkmusiker aus Lörrach, tritt mit Jetsam.5 auf. Verstärkt wird die Gruppe durch den englischen Klarinettisten George Ricci. Sie bieten ein Querbeet-Folkrepertoire und eigene Kompositionen dar.
Das Vokalensemble Lörrach unter der Leitung von Susanne Hagen präsentiert am 8. Mai ein „Best of“-Programm mit dem Titel „Unterwegs“. Regelmässige Besucher der Kulturtage erinnern sich möglicherweise noch an die musiktheatralischen Produktionen des Ensembles, wie zuletzt 2024 mit „Von der Freiheit zu singen“ über die Badische Revolution. Willmann hebt hervor, dass das Ensemble „die bestimmt schönsten Nummern aus ihren bisherigen Programmen“ für diesen Abend ausgewählt hat, ergänzt durch neue Ensemblelieder.
Hintergrund: Die Peter-und-Paul-Kirche
Die Peter-und-Paul-Kirche in Schallbach dient seit vielen Jahren als zentraler Veranstaltungsort für die Kulturtage. Ihre besondere Akustik und das historische Ambiente tragen maßgeblich zur einzigartigen Atmosphäre der Konzerte bei. Die Kirche wird so zu einem wichtigen kulturellen Zentrum der Region.
Von Jazz bis Songwriter-Poesie
Am 9. Mai entführt die Gruppe „Duil“ das Publikum mit traditioneller irischer Musik in die Welt der Grünen Insel. Die vier Berufsmusiker treten erstmals in Schallbach auf und spielen Balladen, Jigs, Hornpipes und Reels. Yvonne Deusch an der keltischen Harfe, Michael Deusch an der Bodhrán, Katharina Bereuter an der Tin Whistle und Stefanie Bischof an der Fiddle versprechen einen authentischen Abend.
Die VokaLiesen kehren am 10. Mai mit ihrem neuen Musiktheater-Programm „Der rote Faden“ zurück. Nach einer mehrjährigen Bühnenpause präsentieren die singenden, spielenden und tanzenden Damen ein thematisch geschlossenes Programm, das verschiedene Genres und Musikrichtungen miteinander verbindet.
Am 12. Mai treten die Sugar Foot Stompers auf, fast schon eine „Standard-Bestückung“ der Schallbacher Kulturtage. Mit ihrem neuen Pianisten Julian Moreen bringen sie New Orleans Jazz in die Kirche. Das sinfonische Blasorchester „Musique @ Coeur“ unter Ulrich Winzer ist ebenfalls ein bekanntes Gesicht. Ihr Programm „Schräge Vögel und Grandseigneurs“ reicht von Klassikern bis Jazz und Pop, von Verdi bis Duke Ellington und Charlie Chaplin.
„Der durchschnittliche Besuch ist sehr gut, manchmal war die Kirche sogar brechend voll. Auch nehmen die Besucher die Veranstaltungen sehr positiv auf.“
Thomas Th. Willmann, Sprecher des Organisationskomitees
Das Finale am 16. Mai ist poetischer Natur. Die deutschsprachige Songwriterin Mareile Gnep präsentiert ihr Liederprogramm, das sich dem „German Indie Folk“ zuordnen lässt. Mit Feingefühl an Klavier, Gitarre und Ukulele singt sie über universelle Themen wie Liebe, Sehnsucht, Abschied und Krisen.
Zusätzlich gibt es an drei Sonntagen Konzert-Gottesdienste. Diese werden musikalisch gestaltet von der Harfenistin Sophie Müller, der Pianistin Susanne Hagen und dem Cellisten Cyprian Kohut sowie dem Duo Martin Klingler (Klavier) und Ulrich Müller-Froß (Mundharmonika).
Kunst und Kreativität für alle Altersgruppen
Neben den musikalischen Darbietungen legen die Schallbacher Kulturtage auch Wert auf bildende Kunst. Eine Kunstausstellung ergänzt das Programm. Dieses Jahr öffnen sich die Kirchentüren für zwei Lörracher Künstler: die Malerin Beate Fahrnländer und den Bildhauer Paolo Pinna. Ihre Werke treffen sich unter dem Motto „Begegnungen“.
Die Vernissage findet am 2. Mai statt und bietet ein einführendes Gespräch mit den Künstlern. Die musikalische Umrahmung übernimmt Cyprian Kohut am Cello. Beate Fahrnländer, deren indisches Kinderporträt den Flyer der Kulturtage ziert, bietet zudem einen Workshop an.
Im Gemeindehaus neben der Kirche können Kinder ab sechs Jahren am Workshop „Porträt malen“ teilnehmen. Dies bietet eine kreative Möglichkeit, sich mit Kunst auseinanderzusetzen und eigene Fähigkeiten zu entdecken. Die Kulturtage fördern somit nicht nur den Kunstgenuss, sondern auch die eigene künstlerische Betätigung.
Wissenswertes zur Finanzierung
Die Finanzierung der Schallbacher Kulturtage stützt sich auf bewährte Förderer. Ein Teil der Auslagen soll durch die Kollekten gedeckt werden. Einige der mitwirkenden Künstler kommen den Veranstaltern bei ihren Gagen grosszügig entgegen, was die Durchführung des vielfältigen Programms ermöglicht.





