Das Freiburger Ensemble Musica Poetica bringt am Samstag, den 7. März, eine besondere Auswahl barocker Programmmusik in die evangelische Kirche Alt-Weil. Die Zuhörer erwartet ein Abend, der die Klänge des 17. Jahrhunderts lebendig werden lässt, von Schlachtmusiken bis hin zu musikalischen Porträts.
Wichtige Punkte
- Konzert des Ensembles Musica Poetica Freiburg in Weil am Rhein.
- Datum: Samstag, 7. März, Beginn um 19 Uhr.
- Ort: Evangelische Kirche Alt-Weil.
- Programm: Frühbarocke Programmmusik, die Geräusche, Personen und Vorgänge abbildet.
- Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.
Einblick in die barocke Klangwelt
Das Ensemble Musica Poetica Freiburg ist für seine Interpretationen barocker Musik bekannt. Am kommenden Samstag präsentieren die Musiker in Weil am Rhein Werke, die über die reine Melodie hinausgehen. Es handelt sich um sogenannte Programmmusik aus dem Frühbarock.
Diese Musikrichtung zielte darauf ab, konkrete Elemente der Umwelt musikalisch nachzubilden. Geräusche, bestimmte Personen oder auch ganze Vorgänge wurden in Tönen dargestellt. Das Publikum erhält so einen direkten Einblick in die Vorstellungswelt des 17. Jahrhunderts.
Wissenswertes über Programmmusik
- Programmmusik erzählt eine Geschichte oder stellt außermusikalische Inhalte dar.
- Sie verwendet musikalische Mittel, um Emotionen, Szenen oder Charaktere zu illustrieren.
- Im Barock oft inspiriert von Naturphänomenen, Kriegen oder Alltagsszenen.
Krieg und Klage: Das Dreißigjährige Zeitalter
Ein wesentlicher Teil des Konzertprogramms widmet sich der Musik, die vom Dreißigjährigen Krieg geprägt ist. Dieser Konflikt hatte tiefgreifende Auswirkungen auf Europa und spiegelt sich auch in der Kunst wider. Die Musiker spielen typische Battaglien, also Schlachtmusiken.
Diese Stücke stellen musikalisch die verschiedenen Heeresabteilungen und kriegerische Auseinandersetzungen dar. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Musik keine Verherrlichung des Krieges ist. Die Komponisten drückten am Ende der Stücke oft tiefe Trauer aus.
„Die Lamentos am Ende der Schlachtmusiken sind sehr ergreifend und zeigen die menschliche Seite des Krieges.“
Diese ergreifenden Lamentos, die Klagen, bilden einen starken Kontrast zu den dynamischen Schlachtendarstellungen. Sie erinnern an das Leid und die Verluste, die mit dem Krieg verbunden waren. Die musikalische Darstellung ist somit vielschichtig und emotional.
Der Dreißigjährige Krieg
Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) war einer der verheerendsten Konflikte in der europäischen Geschichte. Er führte zu weitreichenden Zerstörungen und Bevölkerungsverlusten, insbesondere im Heiligen Römischen Reich. Die Musik dieser Zeit spiegelte oft die Ängste und Erfahrungen der Menschen wider.
Musikalische Porträts des Alltags
Der zweite Teil des Konzerts widmet sich zwei ganz unterschiedlichen Figuren des damaligen Alltags: einem Bettler und einem Nachtwächter. Die Musik erweckt diese Personen auf eine so farbige Weise zum Leben, dass sie für die Zuhörer fast greifbar werden.
Diese musikalischen Porträts zeigen die Meisterschaft der barocken Komponisten. Sie konnten mit ihren Instrumenten und Kompositionstechniken detaillierte Bilder im Kopf des Publikums entstehen lassen. Die selten gespielten Werke versprechen einen abwechslungsreichen Abend.
Ein Abend für alle
Das Ensemble Musica Poetica Freiburg lädt alle Interessierten zu diesem besonderen Konzerterlebnis ein. Der Eintritt zum Konzert in der evangelischen Kirche Alt-Weil ist frei. Die Musiker freuen sich jedoch über Spenden, die ihre Arbeit unterstützen.
Es ist eine Gelegenheit, in die Welt der frühbarocken Musik einzutauchen und selten gehörte Werke zu entdecken. Die Veranstaltung verspricht sowohl Kennern als auch Neulingen der klassischen Musik einen bereichernden Abend.
- Was: Konzert des Ensembles Musica Poetica Freiburg
- Wann: Samstag, 7. März, 19:00 Uhr
- Wo: Evangelische Kirche Alt-Weil
- Thema: Frühbarocke Programmmusik
- Kosten: Eintritt frei, Spenden erbeten





