Die Universität Basel startet eine öffentliche Ringvorlesung, die sich der Geschichte des Widerstands widmet. Die Veranstaltungsreihe beleuchtet, wie Menschen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart durch Protest, Boykott und gemeinschaftliches Handeln auf Krisen reagiert und Veränderungen angestrebt haben. Die Vorträge finden mittwochs statt und sind für alle Interessierten kostenlos zugänglich.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Ringvorlesung untersucht die Geschichte des Widerstands vom Mittelalter bis heute.
- Fokus liegt auf verschiedenen Formen des Eingreifens in Krisenzeiten.
- Beispiele umfassen Proteste, Boykotte und die Bildung von Gemeinschaften.
- Die Vortragsreihe ist öffentlich und kostenlos an der Universität Basel.
- Sie zeigt ein breites Repertoire an konstruktiven Veränderungstaktiken auf.
Ein Blick auf die Vergangenheit, Lehren für die Gegenwart
Die aktuelle Zeit ist geprägt von Unsicherheit und dem Gefühl, dass Widerstand notwendiger denn je ist. Der Begriff des Widerstands, einst oft mit historischen Ereignissen verbunden, hat sich zu einem zentralen Konzept der Gegenwart entwickelt. Bücher, Blogs und Nachrichten, die sich diesem Thema widmen, boomen. Diese Entwicklung zeigt ein tiefes Bedürfnis, aus vergangenen Erfahrungen zu lernen und Strategien für zukünftige Herausforderungen zu finden.
Die Universität Basel greift diese Entwicklung auf. Sie bietet eine einzigartige Ringvorlesung an, die sich der Frage widmet, wie Vergangenheitserzählungen die Gegenwart und Zukunft beeinflussen können. Die Vortragsreihe beleuchtet historische Beispiele, um zu verstehen, wie Menschen in verschiedenen Epochen versucht haben, aktiv in ihre Zukunft einzugreifen und Krisen zu begegnen.
Faktencheck
- Der Begriff "Widerstand" erlebt eine Renaissance und wird zunehmend auf aktuelle Krisen angewendet.
- Historische Beispiele zeigen, dass Menschen seit Jahrhunderten aktiv Veränderungen herbeiführen wollen.
- Die Ringvorlesung deckt einen Zeitraum vom Mittelalter bis zur Neuzeit ab.
Vielfältige Formen des Protests und Engagements
Die Vortragenden präsentieren und analysieren eine breite Palette an Widerstandsformen. Sie diskutieren, wie Menschen mit ihren Füssen, Händen und Körpern Widerstand leisteten. Dies umfasste beispielsweise physische Präsenz bei Demonstrationen oder die Verweigerung von Arbeit.
Ebenso wichtig waren intellektuelle und künstlerische Ausdrucksformen. Texte, Lieder und Filme dienten als mächtige Werkzeuge, um Botschaften zu verbreiten, Meinungen zu formen und Solidarität zu schaffen. Diese kreativen Ansätze zeigten oft eine tiefe Verbundenheit mit den jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Kontexten.
"Widerstand ist nicht nur eine Reaktion, sondern oft eine kreative und konstruktive Handlung, die auf tiefgreifende Veränderungen abzielt."
Von Boykott bis zur Gemeinschaftsbildung
Ein zentraler Aspekt der Vorlesungsreihe ist die Untersuchung von Protest- und Boykottaktionen. Diese Taktiken wurden genutzt, um wirtschaftlichen oder politischen Druck auszuüben. Sie zeigten, wie Einzelpersonen und Gruppen durch kollektives Handeln Einfluss nehmen konnten.
Darüber hinaus wird die Bedeutung von Ordnungen und Anweisungen beleuchtet. Manchmal war Widerstand auch die Weigerung, ungerechten Regeln zu folgen, oder der Versuch, neue, gerechtere Ordnungen zu etablieren. Die Bildung von Gemeinschaften spielte dabei eine entscheidende Rolle. Solidarität und gegenseitige Unterstützung waren oft die Basis für erfolgreichen Widerstand.
Hintergrundinformation
Die Ringvorlesung bietet eine epochenübergreifende Perspektive. Sie zeigt auf, dass Widerstand ein universelles menschliches Phänomen ist. Es ist ein Ausdruck des Strebens nach Gerechtigkeit und Veränderung, das sich durch alle historischen Perioden zieht. Die Reihe beleuchtet die Kontinuität und Evolution von Widerstandsstrategien.
Praktische Relevanz für heutige Krisen
Die Veranstaltungsreihe bietet mehr als nur historische Rückblicke. Sie zielt darauf ab, ein Repertoire an konstruktiven Veränderungstaktiken sichtbar zu machen, das in dieser Dimension selten betrachtet wird. Die lange Geschichte des Widerstands kann als Quelle der Inspiration und des Lernens dienen. Sie zeigt, wie Menschen in der Vergangenheit erfolgreich waren und welche Herausforderungen sie meistern mussten.
Für die Teilnehmer bietet sich die Möglichkeit, aktuelle Krisen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die Analyse vergangener Kämpfe gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung oder gesellschaftliche Missstände kann Denkanstösse für heutige Herausforderungen liefern. Es geht darum, zu verstehen, welche Strategien funktionieren und welche nicht, und wie man selbst aktiv werden kann.
Offen für alle Interessierten
Die öffentliche Ringvorlesung findet jeweils mittwochs von 16:30 bis 17:30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Grosse Hörsaal des Vesalianums an der Universität Basel. Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen offen, die sich für das Thema interessieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
- Wann: Mittwochs, 16:30-17:30 Uhr
- Wo: Universität Basel, Vesalianum, Grosser Hörsaal
- Kosten: Kostenlos
- Zielgruppe: Alle Interessierten
Die Veranstalter betonen die Bedeutung des Austauschs und der Diskussion. Die Vorträge sollen eine Plattform bieten, um über die Rolle des Widerstands in der Gesellschaft zu reflektieren und gemeinsam über mögliche Wege nach vorne nachzudenken. Dies ist eine Gelegenheit, sich mit Wissenschaftlern und anderen engagierten Bürgern auszutauschen.





