Ein bekanntes Mosaikkunstwerk in Basel, liebevoll «Space Invader» genannt, ist vorübergehend verschwunden. Viele Einwohner fragten sich nach dem Verbleib des kleinen Aliens. Nun gibt das kantonale Baudepartement Entwarnung: Das Kunstwerk wurde sichergestellt und wird nach Fertigstellung eines Neubaus an seinen angestammten Platz zurückkehren.
Wichtige Punkte
- Kunstwerk Nummer 19, ein «Space Invader», fehlte gegenüber des Universitätsspitals Basel.
- Das Baudepartement Basel-Stadt bestätigte die Entfernung aufgrund eines Gebäudeabrisses.
- Das Mosaik wird nach dem Neubau eines Forschungszentrums für Kinder- und Jugendmedizin wieder angebracht.
- Es gibt insgesamt 25 dieser Kunstwerke des französischen Künstlers Invader in Basel.
Das Rätsel um das verschwundene Mosaik
Seit einigen Wochen fehlt eines der ikonischen «Space Invader»-Mosaike in Basel. Das betroffene Kunstwerk, Nummer 19, befand sich an einer Fassade gegenüber dem Universitätsspital Basel. Diese kleinen, verpixelten Aliens sind seit ihrer Anbringung durch den französischen Künstler Invader im Jahr 2013 und 2019 fester Bestandteil des Stadtbildes.
Die Mosaike erinnern an die berühmten Videospielcharaktere aus den 1970er Jahren. Fans können die Kunstwerke über eine spezielle App namens «Flash Invaders» sammeln. Das plötzliche Verschwinden des Werkes löste in der Bevölkerung Spekulationen aus.
Faktencheck
- Anzahl in Basel: Es gibt 25 «Space Invader»-Kunstwerke in der Stadt.
- Künstler: Invader, ein anonymer französischer Street-Art-Künstler.
- Weltweite Präsenz: Über 75 Städte weltweit beherbergen seine Werke.
- App-Integration: Die «Flash Invaders»-App ermöglicht das Sammeln der Mosaike.
Reaktionen in der Basler Bevölkerung
Das Fehlen des Mosaiks sorgte schnell für Diskussionen, auch in sozialen Medien. Auf Plattformen wie Reddit tauschten sich Nutzer über den Verbleib des Kunstwerks aus. Viele äusserten ihre Besorgnis und die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr.
«Ich hoffe, dass sie es wieder anbringen. Ich will noch mehr davon sehen. Ich liebe es», schrieb ein Nutzer online.
Einige befürchteten, das Kunstwerk sei gestohlen worden, ähnlich wie es manchmal bei Werken anderer Street-Art-Künstler der Fall ist. Andere vermuteten eine temporäre Entfernung. Die Unsicherheit war gross, da die «Space Invader» für viele Basler zu einem vertrauten und geschätzten Element des urbanen Raums geworden sind.
Spekulationen und Gerüchte
Die Gerüchteküche brodelte. Von Diebstahl bis zu unsachgemässer Entfernung reichten die Vermutungen. Diese Reaktionen zeigen, wie sehr die Street-Art-Werke in der lokalen Kultur verankert sind. Sie sind mehr als nur Kunst; sie sind Orientierungspunkte und kleine Überraschungen im Alltag.
Hintergrund der Space Invaders
Der Künstler Invader begann sein Projekt Ende der 1990er Jahre. Seine Werke sind von den pixeligen Grafiken des Videospiels «Space Invaders» von 1978 inspiriert. Er platziert seine Mosaike oft an markanten oder schwer zugänglichen Orten in Grossstädten weltweit, um seine Kunst für ein breites Publikum sichtbar zu machen und gleichzeitig die Idee der digitalen Invasion im öffentlichen Raum zu thematisieren. Jedes Mosaik wird nummeriert und dokumentiert.
Kantonale Behörden klären auf
Das Baudepartement des Kantons Basel-Stadt hat nun Klarheit geschaffen. Auf Anfrage bestätigte eine Mediensprecherin, dass das Kunstwerk nicht gestohlen wurde. Stattdessen erfolgte eine sorgfältige und geplante Entfernung. Der Grund dafür war der Abriss des Gebäudes, an dem das Mosaik angebracht war.
Das betroffene Gebäude weicht einem Neubau. An dieser Stelle entsteht ein modernes Bürogebäude, welches künftig als Forschungszentrum für Kinder- und Jugendmedizin dienen soll. Dies ist ein wichtiger Schritt für die medizinische Forschung in der Region.
Zukunft des Kunstwerks gesichert
Die gute Nachricht für alle Fans der «Space Invaders» ist, dass das Kunstwerk nicht für immer verschwunden bleibt. Das Baudepartement versicherte, dass das Mosaik sicher aufbewahrt wird. Nach der Fertigstellung des neuen Forschungszentrums ist geplant, den «Space Invader» wieder an seinem ursprünglichen Ort anzubringen.
Dies unterstreicht die Wertschätzung der Stadt für ihre einzigartigen Kunstwerke im öffentlichen Raum. Die Rückkehr des Mosaiks wird zweifellos viele Basler erfreuen und die künstlerische Vielfalt der Stadt weiterhin bereichern.
Bedeutung der Street Art in Basel
Die «Space Invaders» sind ein Beispiel dafür, wie Street Art das Stadtbild prägen und eine eigene Identität schaffen kann. Sie sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch Teil der kollektiven Erinnerung und des täglichen Erlebnisses vieler Menschen in Basel. Ihr Verschwinden und die nun geklärte Rückkehr zeigen die starke Bindung der Bevölkerung zu diesen urbanen Installationen.
Der Fall des verschwundenen «Space Invaders» verdeutlicht die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum. Er zeigt auch, wie schnell solche Werke zu einem festen Bestandteil des städtischen Lebens werden und Emotionen hervorrufen können. Die Stadt Basel setzt sich dafür ein, dass diese Kunstwerke erhalten bleiben, auch bei städtebaulichen Veränderungen.
Wichtige Daten
- Erste Invader-Werke in Basel: 2013
- Zweite Welle: 2019
- Zweck Neubau: Forschungszentrum für Kinder- und Jugendmedizin
- Geplante Wiederanbringung: Nach Fertigstellung des Neubaus





