In Basel könnte bald ein spezielles Fasnachtstram durch die Stadt fahren. Eine Gruppe von Fasnächtlern hat die Idee eines eigenen Trams für die Basler Fasnacht neu lanciert. Ziel ist es, die Tradition auf besondere Weise zu ehren und für die Nachwelt zu bewahren.
Wichtige Punkte
- Ein spezielles Tram soll die Basler Fasnacht dauerhaft würdigen.
- Laternenkünstler könnten das Tram gestalten, Schnitzelbänkler die Haltestellen ansagen.
- Die Interessengemeinschaft führt bereits Gespräche mit dem Fasnachts-Comité und den BVB.
- Das Projekt benötigt weitere Ideen und finanzielle Unterstützung.
- Nachwuchsförderung und digitale Inhalte sind Teil der Vision.
Ein Denkmal auf Schienen für die Basler Fasnacht
Die Idee, ein Tram der Basler Fasnacht zu widmen, ist nicht neu, gewinnt aber nun an konkretem Schub. Der FC Basel und Roger Federer besitzen bereits eigene Trams, die ihre jeweiligen Erfolge und ihre Bedeutung für die Stadt symbolisieren. Nun soll auch die Fasnacht, als prägendes Element der Basler Kultur, ein solches rollendes Denkmal erhalten.
Eine Interessengemeinschaft von Fasnächtlern treibt das Projekt aktiv voran. Christian Schneider, Sprecher der Gruppe, betont die emotionale Bedeutung der Fasnacht für Basel. Er erklärt, dass dieses wichtige Stück Stadtidentität bisher noch keine vergleichbare Würdigung gefunden hat.
Wussten Sie schon?
Die Basler Fasnacht wurde 2017 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie ist die grösste Fasnacht der Schweiz und zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucher an.
Kreative Gestaltung und interaktive Elemente
Die genaue Gestaltung des Fasnachtstrams ist noch offen. Es gibt jedoch bereits viele kreative Vorschläge, wie das Tram zu einem einzigartigen Erlebnis werden könnte. Laternenmaler könnten die Innenräume und Sitze kunstvoll gestalten. Auch Plaketten und historische Fotos der Fasnacht könnten im Tram ausgestellt werden.
Eine besonders charmante Idee ist die Einbindung von Schnitzelbänklern. Sie könnten die Ansagen der Haltestellen übernehmen und so für musikalische und humorvolle Unterhaltung sorgen. Man stellt sich vor, wie beispielsweise der «Singvogel» den «Barfi» ansagt oder eine Märtplatz-Clique den Marktplatz mit Trommeln oder Pfeifen ankündigt.
«Fasnacht weckt Emotionen. Das, was unsere Stadt ausmacht, gibt es noch nicht», sagt Christian Schneider, Sprecher der Interessensgemeinschaft.
Förderung des Nachwuchses durch das Fasnachtstram
Das Projekt sieht auch eine Rolle für die Nachwuchsförderung vor. Schneider kann sich vorstellen, dass im Tram Durchsagen erfolgen, welche Cliquen Kinder willkommen heissen. Dies würde jungen Menschen einen niederschwelligen Zugang zur Fasnacht ermöglichen und die Tradition an die nächste Generation weitergeben.
Zudem könnten QR-Codes im Tram angebracht werden. Diese würden den Fahrgästen ermöglichen, direkt auf Informationen über Cliquen zuzugreifen oder Schnitzelbänke anzuhören. Dies verbindet die traditionelle Fasnacht mit modernen digitalen Möglichkeiten und macht das Erlebnis interaktiver.
Hintergrund der Idee
Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben bereits in der Vergangenheit Trams speziellen Themen gewidmet. So gab es beispielsweise ein Tram für das Basler Reitturnier. Die Idee eines Fasnachtstrams knüpft an diese Tradition an und soll die kulturelle Bedeutung der Fasnacht hervorheben.
Nächste Schritte und Aufruf zur Beteiligung
Die Interessengemeinschaft hat bereits erste Gespräche geführt. Sie haben sich mit dem Fasnachts-Comité und den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) ausgetauscht. Diese ersten Schritte sind wichtig, um die Machbarkeit des Projekts zu prüfen und die notwendigen Partner ins Boot zu holen.
Nun soll die Idee über die drei schönsten Tage der Fasnacht hinaus weiterentwickelt werden. Schneider betont, dass die Gruppe eine breite Diskussion anregen möchte. Ideen und jegliche Form von Unterstützung sind willkommen. Das Projekt ist auf die Mithilfe der Basler Bevölkerung und der Fasnachts-Community angewiesen.
Finanzierung des Projekts
Neben kreativen Ideen ist auch finanzielle Unterstützung gefragt. Ein solches Projekt, das auf lange Sicht angelegt ist, erfordert erhebliche Mittel. Schneiders Wunsch ist es, dass das Fasnachtstram bis an sein technisches Lebensende durch Basel fährt. Dies würde eine langfristige Finanzierung und Instandhaltung bedeuten.
Die Gruppe hofft auf Spenden und Sponsoren, die sich für die Basler Fasnacht engagieren möchten. Ein dauerhaftes Fasnachtstram wäre eine einzigartige Attraktion und ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für die Basler Tradition.
- Interessengemeinschaft: Besteht aus zwei Schnitzelbänklern und Vertretern von Wagencliquen, Guggen und Cliquen.
- Gespräche: Erste Kontakte mit dem Fasnachts-Comité und den BVB sind erfolgt.
- Ziel: Das Tram soll so lange wie möglich in Betrieb bleiben und die Fasnacht repräsentieren.





