In Kaiseraugst erstrahlen die selbstgestalteten Adventsfenster auch in diesem Jahr. Sie sind zu einem festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit geworden. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Familie Käslin, die mit einem aufwendigen Diorama eine Schweizer Berglandschaft geschaffen hat. Dieses Projekt vereinte drei Generationen und bot eine willkommene Abwechslung zur offiziellen Weihnachtsdekoration im Dorf.
Wichtige Punkte
- Adventsfenster sind eine etablierte Tradition in Kaiseraugst.
- Familie Käslin schuf ein detailliertes Diorama einer Schweizer Berglandschaft.
- Drei Generationen arbeiteten über Wochen an dem Projekt.
- Das beleuchtete Fenster ist bis zum 4. Januar täglich von 18 bis 22 Uhr in Betrieb.
- Die Initiative bietet eine Alternative zur reduzierten offiziellen Weihnachtsdekoration.
Ein Gemeinschaftsprojekt der Familie Käslin
Die Adventsfenster in Kaiseraugst sind mehr als nur festliche Dekorationen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Gemeinschaftssinn. Familie Käslin, wohnhaft an der Mühlegasse 19, hat dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Seit Anfang November investierten sie zahlreiche Stunden in ihr Projekt.
Drei Generationen arbeiteten Hand in Hand. Fabian, der Vater, kümmerte sich um die groben Arbeiten. Er baute die spezielle Box für das Diorama und entfernte einen Gartenzaun, um Platz zu schaffen. Sein handwerkliches Geschick bildete die Basis für das spätere Kunstwerk.
Faktencheck: Engagement in der Adventszeit
- Drei Generationen beteiligten sich am Projekt.
- Die Bastelarbeiten begannen Anfang November.
- Das Fenster wurde am 22. Dezember enthüllt.
- Es ist bis zum 4. Januar täglich von 18 bis 22 Uhr beleuchtet.
Von der Krippe zur Berglandschaft
Ursprünglich hatte die Familie Käslin andere Pläne. Sie wollten eine traditionelle Krippe gestalten. Doch das Schicksal hatte andere Ideen. Bei einem Besuch auf dem Chilbi-Flohmarkt entdeckten sie eine Box mit Miniaturhäusern und einem Bahnhof. Diese Fundstücke änderten alles.
Cornelia Käslin, die das Basteln mit ihren Söhnen Niklas und Yannik übernahm, erklärt die spontane Umdisposition. Sie entschieden sich für eine Schweizer Berglandschaft. Fast alle Elemente wurden in aufwendiger Kleinstarbeit von Hand gefertigt.
Handarbeit und Kreativität im Detail
Die Liebe zum Detail ist überall sichtbar. Ein Beispiel ist die Schitterbiig, ein Holzstapel. Diese wurde aus kleinen Holzkörbchen, wie man sie aus dem Supermarkt kennt, zugeschnitten und kunstvoll arrangiert. Solche kleinen Elemente verleihen dem Diorama seinen besonderen Charme.
Grossvater Kurt Käslin brachte sein technisches Wissen ein. Er installierte die Eisenbahn und kümmerte sich um die gesamte Elektrizität. Ohne seine Expertise wäre die lebendige Beleuchtung und der fahrende Zug nicht möglich gewesen. Dies zeigt, wie jedes Familienmitglied seine Stärken einbrachte.
Cornelia Käslin berichtet: «Fabian war für das Grobe zuständig, er hat die Box gemacht und den Gartenzaun entfernt. Grosspapi Kurt hat die Eisenbahn und die ganze Elektrizität installiert und ich habe mit unseren Söhnen Niklas und Yannik die Bastelarbeit übernommen.»
Enthüllung und Publikumsinteresse
Die Enthüllung des Adventsfensters fand am 22. Dezember statt. Besonders die beiden Söhne, Niklas und Yannik, konnten diesen Moment kaum erwarten. Das Staunen der Besucher war gross. Die Gäste versammelten sich bei Glühwein, Punsch, Chili Con Carne und Gebäck.
Es entstand ein reger Austausch. Besucher fragten nach Tipps und Tricks, wie man ein solches Adventsfenster gestalten kann. Die Atmosphäre war festlich und gemeinschaftlich. Solche Momente stärken den Zusammenhalt im Dorf.
Hintergrund: Adventsfenster in Kaiseraugst
In Kaiseraugst haben die Adventsfenster eine lange Tradition. Sie bieten eine persönliche und oft künstlerische Alternative zur öffentlichen Weihnachtsdekoration. Gerade in diesem Jahr, da im Dorf von offizieller Seite fast gänzlich auf Weihnachtsbeleuchtung verzichtet wurde, gewinnen diese privaten Initiativen an Bedeutung.
Die Fenster sind Balsam für die Seele der Bewohner. Sie schaffen eine festliche Stimmung und laden zu abendlichen Spaziergängen ein. Jedes Fenster erzählt eine eigene Geschichte und spiegelt die Kreativität der Familien wider.
Besichtigung bis Anfang Januar
Wer das liebevolle Werk der Familie Käslin noch selbst sehen möchte, hat weiterhin Gelegenheit dazu. Das Adventsfenster an der Mühlegasse 19 in Kaiseraugst bleibt bis zum 4. Januar beleuchtet und in Betrieb. Jeden Abend zwischen 18 und 22 Uhr erstrahlt die Schweizer Berglandschaft.
Es ist eine Gelegenheit, sich von der Detailverliebtheit und dem Engagement der Familie inspirieren zu lassen. Die Adventsfenster-Tradition in Kaiseraugst zeigt, wie private Initiativen das öffentliche Leben bereichern können, besonders in Zeiten, in denen offizielle Dekorationen fehlen.
- Standort: Mühlegasse 19, Kaiseraugst
- Beleuchtungszeiten: Täglich von 18 bis 22 Uhr
- Dauer: Bis zum 4. Januar
Die Familie Käslin hat mit ihrem Adventsfenster einen wichtigen Beitrag zur festlichen Stimmung in Kaiseraugst geleistet. Ihr Projekt ist ein Beispiel für kreativen Ausdruck und generationsübergreifende Zusammenarbeit, die das Dorfleben bereichert.




