Das Basler Immobilienunternehmen Hiag hat für das Geschäftsjahr 2025 ein Rekordergebnis bekannt gegeben. Der Reingewinn stieg um 53,1 Prozent auf 115,1 Millionen Schweizer Franken. Wesentliche Treiber für dieses Wachstum waren erfolgreiche Verkäufe von Liegenschaften und Stockwerkeigentum sowie positive Neubewertungen des Portfolios.
Das Unternehmen profitierte von einer starken Nachfrage in seinen Entwicklungsprojekten und einer stabilen Vermietungssituation. Aufgrund des starken Ergebnisses plant Hiag, die Dividende für seine Aktionäre deutlich zu erhöhen.
Starke Verkaufszahlen als Gewinnmotor
Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Gewinn vor Neubewertungseffekten um 32,5 Prozent auf 68,7 Millionen Franken zulegte. Dies unterstreicht die operative Stärke des Unternehmens. Der Erfolg aus dem Verkauf von Stockwerkeigentum trug mit 64,4 Millionen Franken massgeblich zum Ergebnis bei, eine deutliche Steigerung gegenüber den rund 50 Millionen Franken des Vorjahres.
Zusätzlich erzielte Hiag einen Gewinn von 18,7 Millionen Franken aus dem Verkauf von Liegenschaften, die nicht mehr als strategisch angesehen wurden. Im Vorjahr lag dieser Wert bei lediglich 2,9 Millionen Franken. Diese Verkäufe wurden im Durchschnitt rund 25 Prozent über den letzten Schätzwerten realisiert, was auf eine vorteilhafte Marktlage und eine geschickte Verkaufsstrategie hindeutet.
Finanzkennzahlen 2025 im Überblick
- Reingewinn: 115,1 Mio. CHF (+53,1 %)
- Reingewinn vor Neubewertung: 68,7 Mio. CHF (+32,5 %)
- Liegenschaftsertrag: 77,4 Mio. CHF (+2,3 %)
- Eigenkapitalrendite: 9,9 % (Vorjahr: 6,8 %)
- Vorgeschlagene Dividende: 3,70 CHF pro Aktie
Entwicklungsprojekte treiben Wachstum voran
Neben den Verkäufen trugen auch die laufenden Entwicklungsprojekte erheblich zum Erfolg bei. Besonders hervorzuheben ist das Projekt auf dem «Chama» Areal in Cham, wo die zweite Bauetappe grosse Fortschritte macht.
Bis Ende 2025 waren bereits 71 Prozent der Eigentumswohnungen verkauft oder reserviert, wovon 56 Prozent notariell beurkundet wurden. Dieses Projekt allein steuerte einen Erfolgsbeitrag von 25 Millionen Franken bei.
Hochhaus «Alto» in Zürich fast vollvermietet
Ein weiteres Schlüsselprojekt ist das 80 Meter hohe Wohnhochhaus «Alto» in Zürich-Altstetten. Der Bau der 149 Wohnungen verläuft nach Plan. Bereits vor Fertigstellung wurden Mietverträge für rund 85 Prozent der 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen abgeschlossen.
Auch die kommerziellen Flächen im Sockel des Gebäudes sind nahezu vollständig vermietet. Ein prominenter Mieter ist eine neue Lidl-Filiale, die in die benachbarte Shedhalle eingezogen ist und die Attraktivität des Standorts weiter erhöht.
Stabiles Portfolio und geringer Leerstand
Trotz der regen Verkaufsaktivitäten konnte Hiag den Liegenschaftsertrag um 2,3 Prozent auf 77,4 Millionen Franken steigern. Auf vergleichbarer Basis (like-for-like) betrug das Wachstum sogar 5,1 Prozent. Die Leerstandsquote im gesamten Immobilienportfolio blieb mit 3,2 Prozent auf dem tiefen Niveau des Vorjahres, was die hohe Qualität und Nachfrage nach den Hiag-Immobilien bestätigt.
Aktionäre profitieren von höherer Dividende
Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung und des Rekordgewinns schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende vor. Die Ausschüttung soll um 40 Rappen auf 3,70 Franken pro Aktie steigen.
«Die positive Entwicklung unserer Projekte und die erfolgreiche Veräusserung nicht-strategischer Liegenschaften haben es uns ermöglicht, ein ausserordentliches Ergebnis zu erzielen.»
Diese Massnahme spiegelt das Vertrauen der Unternehmensführung in die zukünftige Ertragskraft und die stabile finanzielle Basis von Hiag wider. Die Eigenkapitalrendite konnte im Berichtsjahr von 6,8 Prozent auf 9,9 Prozent gesteigert werden.
Wechsel im Verwaltungsrat angekündigt
Im Zuge der Jahresergebnispräsentation gab Hiag auch eine personelle Veränderung im Verwaltungsrat bekannt. Balz Halter wird aus dem Gremium ausscheiden. Als sein Nachfolger wird der Generalversammlung der Immobilienexperte Karl Theiler zur Wahl vorgeschlagen.
Karl Theiler ist eine bekannte Grösse in der Schweizer Immobilienbranche. Er war von 2016 bis 2022 Mitgründer und CEO der Akara Gruppe. Heute ist er Mitinhaber und Verwaltungsratspräsident der Brickvalue AG, einem auf Immobilieninvestitionen spezialisierten Family Office. Seine Expertise soll das strategische Gremium von Hiag weiter stärken.





