Die Wochenmärkte in Lörrach-Stetten und Weil am Rhein wurden vergangene Woche Opfer von Diebstählen. Unbekannte Täter entwendeten an zwei verschiedenen Tagen Geldkassetten von Marktbeschickern. Die Polizei rät nun zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit, insbesondere bei der Sicherung von Einnahmen.
Wichtige Erkenntnisse
- Zwei Diebstähle von Geldkassetten auf Wochenmärkten.
- Vorfälle ereigneten sich in Lörrach-Stetten und Weil am Rhein.
- Täter lenkten in einem Fall Mitarbeiter ab.
- Die Polizei empfiehlt erhöhte Wachsamkeit für Marktbeschicker.
- Ein direkter Zusammenhang ist bisher nicht bestätigt.
Zwei Vorfälle an einem Tag
Die Diebstähle ereigneten sich am Mittwoch, den 31. Dezember. Zuerst wurde gegen 11:40 Uhr auf dem Wochenmarkt in Weil am Rhein ein Händler Opfer eines Diebstahls. Zwei unbekannte Personen sollen eine Mitarbeiterin des Standes in ein Gespräch verwickelt und so abgelenkt haben. In diesem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit entwendete einer der Täter die Geldkassette, die sich hinter dem Verkaufsstand befand.
Nur kurze Zeit später, zwischen 12:30 Uhr und 12:45 Uhr, schlug ein weiteres Mal ein Dieb zu. Diesmal auf dem Wochenmarkt in der Rathausgasse in Lörrach-Stetten. Hier wurde einem Direktvermarkter seine Geldkassette aus einem unverschlossenen Kleintransporter gestohlen. Die Täter nutzten die Gelegenheit, während der Verkäufer mit anderen Aufgaben beschäftigt war.
Faktencheck
- Datum der Diebstähle: Mittwoch, 31. Dezember
- Ort 1: Wochenmarkt Weil am Rhein (ca. 11:40 Uhr)
- Ort 2: Wochenmarkt Lörrach-Stetten (ca. 12:30-12:45 Uhr)
- Modus Operandi Weil am Rhein: Ablenkungsmanöver
- Modus Operandi Lörrach-Stetten: Diebstahl aus unverschlossenem Fahrzeug
Polizei rät zu erhöhter Vorsicht
Nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Batzel lässt sich ein direkter Zusammenhang zwischen den beiden Fällen derzeit nicht eindeutig belegen. Dennoch ist die Ähnlichkeit der Vorfälle auffällig. Die Polizei nimmt beide Fälle sehr ernst und hat Ermittlungen aufgenommen. Sie bittet die Bevölkerung um Mithilfe, falls Zeugen Beobachtungen gemacht haben, die zur Aufklärung der Taten beitragen könnten.
"Wir können derzeit keinen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Diebstählen beweisen", erklärte Polizeisprecher Thomas Batzel. "Trotzdem raten wir allen Marktbeschickern zu erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht."
Die Sicherheit der Einnahmen sollte für jeden Marktbeschicker oberste Priorität haben. Gerade in der Hektik des Marktgeschehens kann es schnell zu Unachtsamkeiten kommen, die Kriminelle ausnutzen.
Prävention ist entscheidend
Um sich vor ähnlichen Diebstählen zu schützen, empfiehlt die Polizei verschiedene Massnahmen. Bargeld sollte niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Es ist ratsam, Geldkassetten oder Geldbörsen immer am Körper zu tragen oder in einem sicheren, verschlossenen Bereich aufzubewahren. Ein unverschlossener Transporter, selbst für kurze Zeit, stellt ein leichtes Ziel dar.
Marktbeschicker sollten zudem stets ein Auge auf ihre Umgebung haben und bei verdächtigen Personen oder ungewöhnlichen Verhaltensweisen sofort aufmerksam werden. Das Ansprechen von Mitarbeitern, um sie abzulenken, ist eine häufig angewandte Taktik von Dieben. Eine gute Kommunikation innerhalb des Standteams kann hier helfen, solche Manöver frühzeitig zu erkennen.
Hintergrundinformationen
Wochenmärkte sind beliebte Treffpunkte und wichtige Versorgungsorte für frische, regionale Produkte. Sie ziehen täglich viele Menschen an, was sie leider auch zu einem attraktiven Ziel für Diebe macht. Die offene Struktur und der rege Kundenverkehr bieten Kriminellen Gelegenheiten, unbemerkt zuzuschlagen. Daher ist es für Händler besonders wichtig, präventive Massnahmen zu ergreifen.
Empfehlungen für Marktbeschicker
Die Polizei hat eine Liste mit Empfehlungen für alle Marktbeschicker herausgegeben, um das Risiko von Diebstählen zu minimieren:
- Geldkassetten sichern: Bargeld und Wertgegenstände stets unter Verschluss halten.
- Ablenkungen vermeiden: Vorsicht bei Personen, die versuchen, Sie oder Ihre Mitarbeiter in längere Gespräche zu verwickeln.
- Fahrzeuge verschliessen: Auch bei kurzer Abwesenheit Türen und Fenster von Transportern schliessen und verriegeln.
- Teamarbeit: Sprechen Sie sich mit Ihren Mitarbeitern ab und achten Sie gegenseitig auf die Kassenbereiche.
- Verdächtiges melden: Zögern Sie nicht, verdächtige Beobachtungen der Polizei mitzuteilen. Jede Information kann wichtig sein.
Diese einfachen Schritte können einen grossen Unterschied machen und dazu beitragen, dass Wochenmärkte sichere Orte für Händler und Kunden bleiben. Die Vorfälle in Lörrach und Weil am Rhein dienen als Mahnung, die Sicherheit nicht zu vernachlässigen.
Ausblick der Ermittlungen
Die Kriminalpolizei arbeitet daran, die Täter zu identifizieren und zu fassen. Zeugen, die am Mittwoch, dem 31. Dezember, zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr auf den Wochenmärkten in Weil am Rhein (Rathausgasse) oder Lörrach-Stetten (Rathausgasse) verdächtige Personen oder Aktivitäten bemerkt haben, werden dringend gebeten, sich bei der örtlichen Polizeidienststelle zu melden. Jedes Detail, mag es auch noch so klein erscheinen, könnte für die Ermittler von Bedeutung sein.
Die Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit, dass Marktbeschicker ihre Sicherheitsvorkehrungen regelmässig überprüfen und anpassen. Nur so kann dem organisierten Diebstahl effektiv begegnet werden.





