Die Rettung Basel-Stadt hat kürzlich ihre jährliche Feier abgehalten. Über hundert Mitarbeitende sowie Angehörige der Milizfeuerwehr, Betriebsfeuerwehren und der Armee wurden befördert, geehrt und verabschiedet. Ein besonderer Moment war die Verleihung der Auszeichnung «Retterin/Retter des Jahres». Kommandant Dominik Walliser nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr.
Wichtige Erkenntnisse
- Über 100 Einsatzkräfte wurden befördert und geehrt.
- Die Peers der Sanität erhielten die Auszeichnung «Retter des Jahres».
- Das Einsatzniveau blieb hoch, mit leichten Zunahmen bei Milizfeuerwehr und Einsatzzentrale.
- Vorbereitung auf Umwelt- und Unwetterereignisse ist ein Schwerpunkt.
- Der Eurovision Song Contest brachte wertvolle Erfahrungen.
Einsatzreicher Rückblick auf das vergangene Jahr
Kommandant Dominik Walliser betonte in seiner Ansprache die Herausforderungen des vergangenen Jahres. Der Eurovision Song Contest stellte eine zusätzliche Belastung für die Rettung Basel-Stadt dar. Trotzdem bot das Grossereignis nicht nur eine Plattform für Basel und die Schweiz, sich zu präsentieren. Es lieferte den beteiligten Organisationen auch wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Grossanlässen.
Walliser hob zudem die steigende Notwendigkeit hervor, auf Umwelt- und Unwetterereignisse vorbereitet zu sein. Er verwies auf aktuelle Beispiele wie den Felssturz in Blatten (VS) und die starken Regenfälle in der Schweiz. Diese Ereignisse zeigen, wie wichtig eine robuste Einsatzbereitschaft ist.
Einsatzzahlen im Überblick
- Sanität: Rund 21'430 Einsätze bis Ende November.
- Feuerwehren: Rund 5590 Einsätze insgesamt.
- Einsatzzentrale: Rund 46'500 Dispositionen über 118 und 144, ein Anstieg von 5% gegenüber 2024.
Konstantes Einsatzniveau und leichte Zunahmen
Die Gesamtzahl der Einsätze der Rettung Basel-Stadt zeigte im Vergleich zum Vorjahr kaum Abweichungen. Sie verbleibt auf einem hohen Niveau. Bis Ende November leistete die Sanität rund 21'430 Einsätze.
Die Feuerwehren mussten zu etwa 5590 Einsätzen ausrücken. Diese teilten sich etwa zur Hälfte auf die Berufsfeuerwehr Basel und die Betriebsfeuerwehren Brenntag, IFRB, Roche und Universitätsspital auf. Die Milizfeuerwehr verzeichnete mit 80 Einsätzen zwölf mehr als im Vorjahr, was die grösste prozentuale Abweichung darstellt.
Die Bedeutung der Einsatzzentrale
Die Einsatzzentrale Rettung spielt eine zentrale Rolle. Sie nahm bis Ende November rund 46'500 Dispositionen über die Notrufnummern 118 und 144 vor. Dies entspricht einem Anstieg von etwa fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen unterstreichen die kontinuierlich hohe Arbeitslast der Notrufdisposition.
Zivilschutz im Fokus
Die knapp 800 aktiven Zivilschutzdienstleistenden haben im Jahr 2025 bis dato etwas mehr als 3000 Diensttage geleistet. Ihr Beitrag ist ein wichtiger Bestandteil der Basler Sicherheitsarchitektur und unterstützt die Rettungsorganisationen bei grösseren Ereignissen.
Auszeichnung für die Peers der Sanität Basel
Die Auszeichnung «Retterin/Retter des Jahres» ging in diesem Jahr an die Peers der Sanität Basel. Diese Ehrung wird an Persönlichkeiten oder Gruppen für besondere Verdienste verliehen. Im vergangenen Jahr erlebte die Sanität Basel einen aussergewöhnlichen Todesfall in den eigenen Reihen. Dies belastete die Mitarbeitenden stark.
«Als jene, die der Bevölkerung helfen, selbst auf Hilfe angewiesen waren, haben die Peers der Sanität Basel ausserordentlich wertvolle Unterstützung geleistet und sind den Kolleginnen und Kollegen in einer schwierigen Situation beigestanden.»
Diese Unterstützung in einer schwierigen Zeit zeigte die Bedeutung des Peer-Support-Systems innerhalb der Organisation. Es unterstreicht den Zusammenhalt und die gegenseitige Fürsorge unter den Einsatzkräften.
Anerkennung von Politik und Gesellschaft
Im offiziellen Teil der Jahresfeier sprachen Grossratspräsident Balz Herter und Regierungsrätin Stephanie Eymann, Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements, anerkennende Worte. Sie würdigten die Leistungen der Mitarbeitenden der Rettung Basel-Stadt sowie der Angehörigen der Milizfeuerwehr und Betriebsfeuerwehren. Ihre Worte betonten die unverzichtbare Arbeit dieser Einsatzkräfte für die Sicherheit der Bevölkerung.
Die Feier fand in der Kulturkirche Paulus statt und wurde musikalisch von der Feuerwehrmusik Basel umrahmt. Ein anschliessender Umtrunk bot den zahlreichen Anwesenden Gelegenheit zum Austausch und zur Kameradschaftspflege. Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt und die Wertschätzung innerhalb der Rettungsorganisationen.
Blick in die Zukunft: Herausforderungen bleiben
Die Rettung Basel-Stadt blickt auf ein Jahr mit hohen Anforderungen zurück. Das Engagement der Mitarbeitenden und Milizangehörigen ist dabei entscheidend. Die Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Umwelt- und Grossereignisse, bleibt ein zentrales Thema. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres fliessen in die weitere Planung ein, um die Sicherheit der Basler Bevölkerung weiterhin zu gewährleisten.
Die kontinuierliche Ausbildung und Weiterentwicklung der Einsatzkräfte ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler. Nur so kann die Rettung Basel-Stadt den wachsenden und sich wandelnden Anforderungen gerecht werden. Die jährliche Feier dient auch dazu, diesen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft sichtbar zu machen und die Motivation der Kräfte zu stärken.





