Baselland Tourismus hat sich gegen jüngste Kritik verteidigt, die den Organisation vorwirft, Naturschutzgebiete übermässig zu bewerben und damit zu belasten. Geschäftsführer Michael Kumli stellt klar, dass bestimmte Schutzgebiete bewusst nicht auf Social Media oder der offiziellen Webseite beworben werden. Dies unterstreicht das Engagement der Organisation für einen nachhaltigen Tourismus in der Region.
Wichtige Punkte
- Baselland Tourismus bewirbt Naturschutzgebiete wie Reinacher Heide und Chilpen nicht aktiv.
- Bilder von Abfall beim Kilchberger Giessen sind drei Jahre alt und entsprechen nicht der aktuellen Situation.
- Regelmässiger Austausch mit dem Naturschutzdienst Baselland sichert den Schutz sensibler Gebiete.
- Angebote sind auf Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgerichtet.
Gezielte Nicht-Bewerbung von Naturschutzgebieten
Die Behauptung, Baselland Tourismus würde Naturschutzgebiete aktiv bewerben und damit überlasten, ist nicht korrekt. Michael Kumli, Geschäftsführer von Baselland Tourismus, betont, dass Gebiete wie die Reinacher Heide, Wildenstein, Talweiher und Chilpen bewusst von Social-Media-Kampagnen und der offiziellen Webseite ausgeschlossen sind. Dies dient dem Schutz dieser sensiblen Ökosysteme.
Es gibt zwar privat geführte Social-Media-Plattformen, die solche Gebiete präsentieren. Diese stehen jedoch ausserhalb des Einflussbereichs von Baselland Tourismus. Die Organisation kann diese privaten Aktivitäten nicht kontrollieren oder beeinflussen.
Faktencheck
Das Naturschutzgebiet Chilpen in Diegten wird explizit nicht auf der Webseite von Baselland Tourismus aufgeführt, um Besucherströme zu lenken und die Natur zu schonen.
Der Fall Kilchberger Giessen: Ein veraltetes Bild
Ein kürzlich veröffentlichter Artikel zeigte ein Bild von Abfall beim Kilchberger Giessen und verknüpfte es mit dem Tourismusboom. Dieses Bild ist jedoch drei Jahre alt. Die Redaktion der 'Volksstimme' hat dies bestätigt. Die Präsentation dieses veralteten Bildes mit einer aktuellen Schlagzeile kann ein falsches Bild der Situation vermitteln.
Baselland Tourismus bewirbt den Giessen bei Kilchberg nicht als spezifisches Ausflugsziel. Vielmehr führen bestehende Wanderwege durch dieses Gebiet. Die Organisation konzentriert sich auf die Vermarktung von Zielen mit entsprechender Infrastruktur.
"Wir pflegen einen regelmässigen und konstruktiven Austausch mit dem Naturschutzdienst Baselland. Der Schutz unserer Natur hat oberste Priorität." Michael Kumli, Geschäftsführer Baselland Tourismus
Zusammenarbeit und Infrastruktur im Fokus
Baselland Tourismus arbeitet eng mit dem Naturschutzdienst Baselland zusammen. Einzelne, vom Naturschutzdienst gemeldete Anlässe, werden im Eventkalender der Tourismusorganisation aufgeführt. Dies zeigt eine koordinierte Herangehensweise an den Tourismus in der Region.
Bei der Bewerbung von Zwischenstopps entlang der Nord-Süd-Achse werden primär Übernachtungsbetriebe hervorgehoben, die nahe an Autobahnen liegen (fünf bis zehn Minuten Fahrzeit). Diese sind oft mit Erlebnisangeboten kombiniert, die eine Basisinfrastruktur für Gäste bieten.
Hintergrundinformationen
Beispiele für beworbene Erlebnisangebote sind die Römerstadt Augusta Raurica, das Erlebnisbad «Aquabasilea» oder das «Läckerli Huus» in Frenkendorf mit seiner «Genusswelt». Diese Orte sind auf Besucher ausgelegt und können grössere Menschenmengen aufnehmen, ohne sensible Naturgebiete zu belasten.
Erlebniskarten und öffentliche Verkehrsmittel
In Zusammenarbeit mit Gemeinden und Leistungsträgern entwickelt Baselland Tourismus Erlebniskarten für einzelne Bezirke. Dabei werden Routen und Sehenswürdigkeiten gemeinsam definiert. Bisher wurden Karten für Langenbruck und Region, Liestal und Region sowie Laufen und Region umgesetzt. Die Erarbeitung für Arlesheim und Region läuft, Sissach und Region folgt im Jahr 2027.
Auch hier gilt: Auf den Social-Media-Kanälen von Baselland Tourismus werden keine Bilder von Naturschutzgebieten gezeigt. Eine Ausnahme bildet das Gebiet Wildenstein, wenn dort spezielle Veranstaltungen oder Führungen stattfinden. Dies geschieht in Absprache und unter kontrollierten Bedingungen.
- Langenbruck und Region: Bereits umgesetzt
- Liestal und Region: Bereits umgesetzt
- Laufen und Region: Bereits umgesetzt
- Arlesheim und Region: In Erarbeitung
- Sissach und Region: Geplant für 2027
Nachhaltige Mobilität als Kernstrategie
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Tourismusstrategie ist die Förderung der An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Alle Burgenwanderungen wurden mit dieser Prämisse konzipiert. In der aktuellen Online-Kampagne werden Ausflugsziele präsentiert, die gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sind.
Der Gästepass, der Übernachtungsgästen die kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs ermöglicht, wird aktiv kommuniziert. Dies reduziert den Individualverkehr und schont die Umwelt. Die Organisation setzt sich somit aktiv für einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus ein, der die natürlichen Ressourcen des Basellandes schützt und gleichzeitig Besuchern attraktive Erlebnisse bietet.





