Das Basler Baudepartement am Münsterplatz steht vor einer umfassenden Sanierung. Rund zwölf Millionen Franken sind für die Modernisierung der vier historischen Gebäude vorgesehen. Das Hauptziel ist die Schaffung von 47 zusätzlichen Arbeitsplätzen und die Verbesserung der Energieeffizienz. Die Arbeiten sollen im Jahr 2029 beginnen.
Wichtige Punkte
- Zwölf Millionen Franken für Sanierung des Basler Baudepartements.
- Schaffung von 47 neuen Arbeitsplätzen, davon 30 für Städtebau und Architektur.
- Fläche pro Arbeitsplatz sinkt von 14,3 auf 13 Quadratmeter.
- Energetische Sanierung als grösstes Teilprojekt mit 6,3 Millionen Franken.
- Arbeiten sind für das Jahr 2029 geplant und sollen etwa ein Jahr dauern.
Zusätzliche Arbeitsplätze als Hauptgrund
Die Notwendigkeit, mehr Büroräume zu schaffen, ist der primäre Auslöser für die aktuelle Investitionsrunde. Die bestehenden Räumlichkeiten sind derzeit stark ausgelastet. Besonders Videokonferenzen und längere Telefonate in den Grossraumbüros stellen eine Herausforderung dar. Eine interne Studie zeigte jedoch, dass die Gebäude ohne grosse bauliche Eingriffe genügend Potenzial für eine Erweiterung bieten.
Insgesamt sind 47 zusätzliche Arbeitsplätze geplant. Allein die Abteilung Städtebau und Architektur soll 30 neue Plätze erhalten. Durch Massnahmen wie die Auslagerung des Planarchivs kann die Nutzfläche effektiv erweitert werden. Dies führt zu einer Reduzierung der Fläche pro Arbeitsplatz von 14,3 auf 13 Quadratmeter. Dieser Wert entspricht den mittleren Zielvorgaben der Basler Verwaltung für moderne Büroumgebungen.
Faktencheck
- Aktuelle Kosten für die Sanierung: 12 Millionen Franken.
- Anzahl neuer Arbeitsplätze: 47.
- Flächenreduktion pro Arbeitsplatz: von 14,3 auf 13 Quadratmeter.
Energetische Sanierung im Fokus
Ein erheblicher Teil der Investitionen fliesst in die energetische Sanierung des Gebäudekomplexes. Mit 6,3 Millionen Franken ist dies das grösste Einzelprojekt der Modernisierung. Die Massnahmen umfassen die Dämmung von Decken und Dächern sowie des grossen Glasdachs im Atrium. Auch die Installation von Beschattungssystemen ist vorgesehen. Diese energetischen Verbesserungen sind bereits seit 2021 vorbereitet.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz spielen eine zentrale Rolle in der modernen Verwaltung. Die geplanten Massnahmen sollen den Energieverbrauch des historischen Ensembles deutlich senken. Dies trägt nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern reduziert langfristig auch die Betriebskosten.
„Die energetische Sanierung ist ein wichtiger Schritt, um unsere historischen Gebäude fit für die Zukunft zu machen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“
Geschichte des Standorts und frühere Renovationen
Der Gebäudekomplex am Münsterplatz dient seit 1906 als Verwaltungsbau. Seine Fassade zum Münsterplatz vermittelt den Eindruck eines unberührten historischen Ensembles. Eine Bestandsaufnahme des Denkmalschutzes ergab jedoch, dass jeder Teil der Gebäude mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Sogar historische Elemente wie eine Holzdecke wurden aus anderen städtischen Liegenschaften integriert.
Ein Gebäudeteil des Komplexes diente in der Vergangenheit als Bischofssitz. Ein anderer beherbergte einst das naturhistorische Museum. Diese vielschichtige Geschichte prägt den Charakter des Standorts. Bereits vor sechs Jahren fand eine Renovation statt. Damals wurden elf Millionen Franken investiert, um den Brandschutz zu verbessern, die Hindernisfreiheit zu gewährleisten und die Personensicherheit zu erhöhen.
Historischer Kontext
In den 1990er-Jahren setzte Basel-Stadt auf das New Public Management, um die Verwaltung zu modernisieren. Neue Verwaltungsgebäude sollten entstehen. Der damalige Baudirektor Hans-Peter Wessels dachte noch vor zehn Jahren über einen Umzug des Baudepartements nach, um Platz für ein Luxushotel am Münsterplatz zu schaffen. Diese Pläne wurden jedoch verworfen. Nun erfolgt die Sanierung in der zweiten Welle, während der Betrieb weiterläuft.
Zeitplan und nächste Schritte
Aktuell läuft die Suche nach einem geeigneten Planerteam für das Projekt. Bevor die Arbeiten beginnen können, muss der Kredit noch formell gesprochen und eine Baubewilligung eingeholt werden. Die Durchführung der Sanierungsarbeiten ist für das Jahr 2029 vorgesehen. Dafür ist ein Zeitraum von etwa einem Jahr eingeplant. Während dieser Zeit wird die Modernisierung unter laufendem Betrieb stattfinden, was eine sorgfältige Planung erfordert.
Die Verwaltung muss sicherstellen, dass die Dienstleistungen für die Bürger während der Bauphase ohne grössere Einschränkungen weitergeführt werden können. Dies erfordert flexible Lösungen für die Unterbringung der Mitarbeitenden und die Organisation der Arbeitsabläufe. Die Modernisierung ist ein komplexes Vorhaben, das sowohl historische Aspekte als auch moderne Anforderungen an einen effizienten Verwaltungsbau berücksichtigt.
- Suche nach Planerteam läuft.
- Kredit muss noch gesprochen werden.
- Baubewilligung erforderlich.
- Arbeiten geplant für 2029.
- Dauer der Sanierung: rund ein Jahr.





