Das Jahr 2025 bot eine Fülle an kulturellen Höhepunkten, von fesselnden Büchern über mitreissende Musik bis hin zu inspirierenden Ausstellungen. Unsere Redaktion hat die Favoriten des Jahres zusammengetragen, die Leser, Hörer und Kunstliebhaber gleichermaßen begeisterten. Es war ein Jahr voller Entdeckungen, die uns zum Nachdenken anregten und neue Perspektiven eröffneten.
Wichtigste Erkenntnisse
- Literaturklassiker und neue Stimmen: Nelson Mandelas Autobiografie "Long Walk to Freedom" beeindruckte, während Cornelia Funkes "Tintenwelt-Trilogie" neu entdeckt wurde.
- Musikalische Vielfalt: Von Rosalías "LUX" als Konzeptalbum bis zu den Indie-Klängen von Blumengarten und Black Country, New Road.
- Einzigartige Konzerterlebnisse: Samy Deluxe mit klassischem Ensemble und der Eurovision Song Contest als überraschendes Highlight.
- Kunst jenseits des Digitalen: Ausstellungen wie Yayoi Kusamas Retrospektive und "Nordlichter" in der Fondation Beyeler faszinierten.
- Innovative Produkte und Kulinarik: Smarte Schachbretter und unerwartete kulinarische Entdeckungen wie Gerstensuppe oder Malawa Sabich.
Bücher, die bewegen: Von Autobiografien bis zu Familiengeschichten
Lesen bleibt eine zentrale Freizeitbeschäftigung. Im Jahr 2025 fesselten sowohl zeitlose Klassiker als auch moderne Werke die Leserschaft. Besonders hervorzuheben ist Nelson Mandelas Autobiografie "Long Walk to Freedom". Sie wurde als herausragendes Sachbuch des Jahres gelobt und bot tiefe Einblicke in ein bewegtes Leben.
Einige Leser kehrten zu geliebten Reihen zurück. So wurde Cornelia Funkes "Tintenwelt-Trilogie" erneut gelesen, um sich auf den neuen Teil "Die Farbe der Rache" vorzubereiten. Die philosophischen Fragen, die diese Bücher aufwerfen, begeisterten auch erwachsene Leser.
Interessanter Fakt
Ein Redakteur las im Jahr 2025 beeindruckende 33 Bücher, ein Ergebnis eines erfolgreichen Neujahrsvorsatzes.
Moderne Erzählungen und Perspektiven
Christian Krachts "Air" fand ebenfalls grossen Anklang und festigte seine Rolle als beliebter Autor. Auch "Mimikry" von Tim Altermatt, ein lokaler Geheimtipp, wurde für seine geschmeidige Erzählweise geschätzt.
Anne Freytags "Blaues Wunder" faszinierte durch den Aufbau von Spannung durch verschiedene weibliche Perspektiven auf einer Luxusjacht. Michelle Isler lobte "Die Holländerinnen" für seine anspruchsvolle indirekte Rede, die die Grenzen der Literatur aufzeigt.
"‹Blaues Wunder› von Anne Freytag baut Spannung auf, indem es verschiedene (weibliche) Perspektiven einnimmt." – Franziska Zambach
Familiengeschichten standen ebenfalls hoch im Kurs. Fatma Aydemirs "Dschinns" bot eine vielschichtige Erzählung über Identität und Herkunft aus wechselnden Familienperspektiven. "Grossmütter" von Melara Mvogdobo zeigte Parallelen im Leben zweier Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen.
Kristine Bilkaus "Halbinsel" beleuchtete die komplexe Mutter-Tochter-Dynamik nach einem gesundheitlichen Zwischenfall. Es warf Fragen nach Lebensentwürfen und notwendigen Veränderungen auf. "22 Bahnen" und "Windstärke 17" von Caroline Wahl erzählten die Geschichte zweier Schwestern und wie das Schwimmen sie rettete.
Bücher als Lebensbegleiter
Literatur bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch die Möglichkeit zur Selbstreflexion und zum Verstehen komplexer menschlicher Beziehungen. Viele der genannten Bücher regten zum Nachdenken über grundlegende Lebensfragen an.
Klangwelten 2025: Von Pop-Meisterwerken bis zu Indie-Perlen
Die musikalische Landschaft des Jahres 2025 war geprägt von grosser Vielfalt und überraschenden Neuentdeckungen. Rosalías Album "LUX" wurde als Meisterwerk eines Konzeptalbums gefeiert. Es forderte die Zuhörer auf, sich ganz der Musik hinzugeben und die Texte mitzulesen, um die volle Tiefe zu erfassen.
Im Bereich des Indie-Rocks sorgte "Backseat" von Balu Brigada mit seinem Genre-Shift für Begeisterung. Das Debütalbum "Ich liebe dich für immer" der deutschen Band Blumengarten berührte viele Hörer mit seinen zuckersüssen Klängen, die als "Softboy-Musik" beschrieben wurden.
Nationale und internationale Klänge
Die deutsche Band Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys war mit ihrem "Kult"-Album häufig zu hören. Auch Wolfgang Petry erlebte eine Wiederentdeckung. Neue Songs wie "Scherbe" von Moony und "Spargelzeit" von PA69 bereicherten die deutsche Musikszene.
International öffneten "Forever Howlong" von Black Country, New Road und das selbstbetitelte Album von Racing Mount Pleasant neue musikalische Welten. Die Basler Musikszene trug mit Lost in Lonas zweitem Album "The Killer", Laurel Blooms Debüt-EP "Painting the Sunlight in My Room" und Jegos Zirkus-Pop-Platte "Personal Nightmare" ebenfalls zur Vielfalt bei.
"LUX von Rosalía ist ein Meisterwerk eines Konzeptalbums. Kopfhörer auf, Handy weg (oder max. die Lyrics mitlesen), von A-Z ohne Skippen durchhören." – Michelle Isler
Französische Chansons fanden mit Louis Chedids Album "Tout ce qu’on veut dans la vie" Liebhaber, die den knisternden Klang auf Plattenspielern schätzten. PJ Harveys "Down By The Water", ein 30 Jahre alter Song, erlebte durch eine skandinavische Serie eine Wiederentdeckung und inspirierte zum Eintauchen in Musik.
Kindermusik von "Dikka" bewies, dass auch Lieder für die Kleinsten gute Laune machen können, ohne die Nerven der Erwachsenen zu strapazieren. Sera Finale, der Musiker hinter Dikka, brachte seine Hip-Hop-Erfahrung in die Kindermusik ein.
Musik als Stimmungsaufheller
Der Song "Espresso Macchiato" von Tommy Cash wurde als Garant für gute Laune und Erinnerung an die intensive ESC-Zeit im Mai genannt. Er erhielt "12 Punkte" für Estland.
Unvergessliche Erlebnisse: Konzerte und Ausstellungen
Das Jahr 2025 bot auch eine Reihe von besonderen Live-Erlebnissen. Nina Chubas Auftritt mit ihren Töchtern am Zürich Openair sorgte für glückliche Momente. Teddy Teclebrhans Show begeisterte als Mischung aus Konzert, Comedyshow und Spektakel.
In Basel waren die österreichische Band Buntspecht in der Kuppel und das Abschiedskonzert der Kulttruppe Weird Fishes im Humbug Höhepunkte. Auch der Eurovision Song Contest fesselte viele, insbesondere das Public Viewing des Finales in der Arenaplus, das als einmaliges Erlebnis beschrieben wurde.
Klassik trifft Hip-Hop
Ein spezielles Erlebnis war der Auftritt von Samy Deluxe im Stadtcasino, wo der deutsche Rapper von einem klassischen Ensemble begleitet wurde. Miki Kekenj und sein Takeover-Ensemble schufen eine einzigartige Kombination aus Hip-Hop und Klassik, die das Publikum faszinierte.
"Ein spezielles Erlebnis: Samy Deluxe im Stadtcasino." – Franziska Zambach
Im Bereich der bildenden Kunst zogen mehrere Ausstellungen die Besucher in ihren Bann. Die "Nordlichter"-Ausstellung in der Fondation Beyeler berührte durch ihre Gemälde von Bäumen, Bergen und Sonnenlicht in einer hyper-digitalen Welt.
Die imposante Retrospektive der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama in der Fondation faszinierte durch ihren kuratorischen Aufbau, der von kleinformatigen Kindheitszeichnungen bis zu riesigen, bunten Gemälden reichte.
Kunst als Spiegel der Gesellschaft
Ausstellungen wie "Motherhood" in der National Gallery in Kapstadt, die verschiedene Perspektiven auf Mutterschaft zeigte, oder die Retrospektive von Sue Williamson, die die Zerstörung des District Six thematisierte, zeigten die gesellschaftliche Relevanz der Kunst.
Geister und Geschichte im Museum
Die Geisterausstellung im Kunstmuseum, die noch bis März läuft, fand bei Grusel-affinen Personen grossen Anklang. Sie zeigte nicht nur Kunstwerke mit Geistern, sondern vermittelte auch Wissen über die Geschichte des Okkulten und Mystischen, einschliesslich präparierter Fotos aus dem 19. Jahrhundert und Audio-Erzählungen aus Spukhäusern.
Die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum der Schweiz in Basel machte Geschichte erlebbar, indem sie spannende Objekte von einem Menora-Ring aus dem 4. Jahrhundert bis zur Dissertation von Rosa Luxemburg präsentierte.
Produkte und Gaumenfreuden: Das Beste des Jahres 2025
Auch im Bereich Konsum und Kulinarik gab es 2025 bemerkenswerte Entdeckungen. Ein neuer Gitarrenverstärker, ein Fender ‘65 Princeton Reverb Reissue, wurde als Kultur erzeugendes Konsumgut gewürdigt. Die Buchlampe "Booklover" sorgte für warmes Leselicht am Nachttisch.
Eine Stickerschublade organisierte kleine Kunstwerke zum Verschenken. Auf Ricardo ersteigerte ein Redakteur einen stylischen Sessel und einen Dackel-Buchhalter, die seine Wohnung bereicherten. Eine Filterkaffeemaschine ermöglichte grossen Kaffeegenuss, und neue Sony-Kopfhörer sorgten für perfektes Eintauchen in Musik.
Smarte Technik im Alltag
Das smarte Schachbrett von Chessnut, das sich mit chess.com verbindet und Züge per LED-Licht anzeigt, begeisterte als Produkt des Jahres. Es ermöglichte das Spielen gegen echte Gegner ohne Bildschirm.
Küchenhelfer und kulinarische Überraschungen
Eine Microplane-Reibe revolutionierte das Kochen, indem sie das Reiben von Käse, Knoblauch und Zitronen vereinfachte. Neue Asics-Laufschuhe ermöglichten schmerzfreies Joggen. Ein "richtig gutes Velo" schenkte pure Freiheit auf allen Wegen.
Die Kenwood Küchenmaschine erleichterte das Zubereiten von Pizzateig für viele Gäste. Kulinarisch gab es einige Überraschungen: Die Frucht Cherimoya, die wie Erdbeerkaugummi schmeckt, wurde als gesunde Entdeckung gefeiert.
"Gerstensuppe schmeckt einfach heimelig. Wie eine warme Decke. Aber im Mund." – Jan Soder
Gerstensuppe erlebte eine Wiederentdeckung als heimeliges Gericht, das wärmt. Mochi, die japanische Süssigkeit aus Klebreis, überzeugte nach anfänglicher Skepsis. Der "Sweet Ball" im Aggarwal am Claragraben wurde als Geheimtipp gehandelt.
Das "Malawa Sabich" im Klara, ein palästinensisches Wrap mit Auberginen, wurde zur wöchentlichen Mahlzeit. Die Biere "Hoptozwickel" von Hoptopus und "Vermont IPA" von Kitchen Brew erhielten höchste Bewertungen. Das "Lauch" im Platanenhof begeisterte durch seine Kombination aus wunderbarem Essen, exzellentem Service und einer gemütlichen Terrasse.
Meera Sodhas Kochbuch "Happy" inspirierte zu asiatischen Gerichten und der Suche nach exotischen Zutaten. "Dead Greg’s Recipes" auf Instagram und YouTube, die Rezepte eines verstorbenen Onkels, brachten kulinarische Perlen wie das "Gourmet Grilled Cheese Sandwich" hervor. Die Kult-Bäckerei im Atelier du Monde auf dem Bruderholz wurde zum beliebten Brunch-Ort.





