Der Markgräfler Kunstpreis 2026 geht an Wolfgang Faller. Der Müllheimer Künstler wird für sein figürliches Werk ausgezeichnet. Seine Arbeiten sind ab dem 21. März in einer Einzelausstellung im Stapflehus in Weil am Rhein zu sehen. Die Preisverleihung findet dort am 15. April statt.
Wichtigste Punkte
- Wolfgang Faller ist Preisträger des Markgräfler Kunstpreises 2026.
- Die Dotierung des Preises beträgt 5000 Euro.
- Eine Einzelausstellung mit Fallers Werken beginnt am 21. März im Stapflehus.
- Die offizielle Preisverleihung findet am 15. April in Weil am Rhein statt.
- Faller ist Maler, Zeichner und Bildhauer, bekannt für figürliche Darstellungen.
Ein Leben für die Kunst: Wolfgang Fallers Werdegang
Wolfgang Faller, geboren 1952 in Villingen, hat einen beeindruckenden künstlerischen Werdegang. Seine Ausbildung führte ihn an renommierte Institutionen. Er studierte an der Mailänder Kunstakademie und später an der Kunsthochschule in Lille. Diese internationalen Erfahrungen prägten seinen Stil und seine Arbeitsweise.
Nach seinem Studium liess sich Faller zunächst in Südfrankreich nieder. Dort begann er, seine künstlerische Praxis zu entwickeln. Im Jahr 1985 zog es ihn nach Berlin. Die deutsche Hauptstadt bot ihm ein dynamisches Umfeld und weitere Inspirationen. Seit 2003 hat Faller seine Wahlheimat im Markgräflerland gefunden. Er lebt und arbeitet seither in Müllheim.
Künstlerische Stationen
- 1952: Geburt in Villingen
- Studium: Mailänder Kunstakademie und Kunsthochschule Lille
- 1985: Umzug nach Berlin
- 2003: Niederlassung in Müllheim im Markgräflerland
Das figürliche Werk im Fokus
Das Schaffen von Wolfgang Faller konzentriert sich stark auf die menschliche Gestalt. Er arbeitet figürlich und erforscht den Menschen in verschiedenen Zuständen. Ob im Ruhezustand, in Bewegung, als Paar oder in einer Gruppe – die Darstellung des Menschen steht immer im Mittelpunkt seiner Kunst. Faller entwickelt seine Werkgruppen über Jahre hinweg parallel. Diese Kontinuität zeigt sich in der Tiefe und Vielschichtigkeit seiner Arbeiten.
Ein Beispiel dafür sind seine abstrakten Kopfbilder. Diese sind in Öl und Acryl gemalt. Sie zeigen das menschliche Antlitz nicht als einfaches Abbild. Vielmehr drücken sie Persönlichkeit und innere Befindlichkeit aus. Es sind Seelenporträts, die über die reine Ähnlichkeit hinausgehen.
„Die menschliche Gestalt im Ruhezustand, in Bewegung, als Paar oder als Gruppe steht im Mittelpunkt seines Schaffens.“
„Zugvögel“ und „Artgenossen“
Eine seiner bekanntesten Werkgruppen sind die „Zugvögel“. Diese entstanden 1999 in Berlin. Bis heute hat Faller etwa 300 dieser farbintensiven Wandobjekte in Menschengestalt geschaffen. Sie sind ein Markenzeichen seiner Arbeit geworden.
Ebenso prägend ist seine Skulpturenserie der „Artgenossen“. Für diese Figuren verwendet Faller Fundstücke. Dazu gehören Schwemmholz, alte Malutensilien und Überbleibsel aus Industriebrachen. Viele dieser Materialien sammelt er auf seinen Reisen. Im Atelier dienen sie ihm als unerschöpfliche Inspirationsquelle. Die Formenwelt dieser Fundstücke ist so individuell und charaktervoll wie der Mensch selbst.
Hintergrund zum Markgräfler Kunstpreis
Der Markgräfler Kunstpreis wird von der Stiftung der Sparkasse Markgräflerland verliehen. Er würdigt jährlich professionelle Künstlerinnen und Künstler aus der Region. Dabei werden sowohl Bildende Kunst als auch Musik berücksichtigt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und gilt als wichtige Auszeichnung in der regionalen Kunstszene.
Ausstellung „Zeitläufe“ im Stapflehus
Das Stapflehus in Weil am Rhein wird die Werke von Wolfgang Faller in einer Einzelausstellung präsentieren. Die Schau trägt den Titel „Zeitläufe“. Sie ist eine gemeinsame Initiative des Kulturamtes der Stadt Weil am Rhein und der Kulturstiftung der Sparkasse. Die Eröffnung findet am 21. März um 18:30 Uhr statt. Kunstinteressierte haben dann die Möglichkeit, Fallers vielfältiges Werk zu entdecken.
Die offizielle Preisverleihung des Markgräfler Kunstpreises folgt am 15. April. Auch diese Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr im Stapflehus. Es ist ein besonderer Abend, an dem Fallers künstlerische Leistung gewürdigt wird. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Künstlers und seine Entwicklung über die Jahre hinweg.
- Ausstellungseröffnung: 21. März, 18:30 Uhr
- Preisverleihung: 15. April, 18:30 Uhr
- Ort: Stapflehus, Weil am Rhein
- Titel der Ausstellung: „Zeitläufe“
Faller ist nicht nur Künstler, sondern auch als Kurator tätig. Seine internationale Vernetzung und sein kosmopolitischer Blick fliessen in seine Kunst ein. Die Ausstellung „Zeitläufe“ verspricht, diese Aspekte seines Schaffens zu beleuchten und den Besuchern eine eindrückliche Erfahrung zu bieten. Es ist eine Gelegenheit, die Tiefe und Vielfalt seiner Kunst zu erleben.





