Die Stadtreinigung Basel bietet auch dieses Jahr wieder eine kostenlose Entsorgung von Weihnachtsbäumen, Tannästen und Adventskränzen an. Bis Ende Januar 2026 können Baslerinnen und Basler ihre Festtagsdekorationen bequem entsorgen. Eine besondere Aktion ermöglicht zudem die Verwandlung der Bäume in wertvolle Pflanzenkohle.
Wichtige Punkte zur Weihnachtsbaum-Entsorgung
- Kostenlose Entsorgung bis Ende Januar 2026.
- Neun Sammelstellen für Bäume zur Pflanzenkohle-Verwertung.
- Vier Liter Pflanzenkohle als Dankeschön für jeden abgegebenen Baum.
- Getrennte Sammlung für Pflanzenkohle-Produktion erfordert Bäume ohne Schmuck.
- Bäume über zwei Meter müssen zerkleinert werden.
Kostenlose Abholung durch die Stadtreinigung
Nach den Festtagen können Baslerinnen und Basler ihre Weihnachtsbäume, Tannäste und Adventskränze der Kehrichtabfuhr mitgeben. Diese Dienstleistung ist bis Ende Januar 2026 kostenlos. Die Stadtreinigung Basel-Stadt sammelt die Bäume an den regulären Abfuhrtagen zusammen mit den Bebbi-Säcken ein. Diese Abfälle gelangen dann gemeinsam in die Kehrichtverbrennungsanlage.
Es ist wichtig, die Bäume und Äste frühestens am Vorabend nach 19 Uhr oder am Abfuhrtag bis spätestens 7 Uhr gut sichtbar am Strassenrand bereitzustellen. Weihnachtsbäume, die höher als zwei Meter sind, müssen zerkleinert werden, um die Abholung zu erleichtern.
Wussten Sie schon?
Seit dem Jahr 2022 werden in Basel alte Weihnachtsbäume auch zu Pflanzenkohle verarbeitet. Diese innovative Methode trägt zur Nachhaltigkeit bei und schont Ressourcen.
Spezialaktion: Weihnachtsbäume werden zu Pflanzenkohle
Für umweltbewusste Baslerinnen und Basler gibt es eine besondere Möglichkeit: Vom 2. bis 12. Januar 2026 können Weihnachtsbäume an neun Sammelstellen der Stadtreinigung abgegeben werden. Diese Bäume werden dann nicht verbrannt, sondern in der Pflanzenkohleanlage der Industriellen Werke Basel (IWB) verwertet.
Als Anreiz für diese nachhaltige Entsorgung erhalten Bürger, die einen Baum abgeben, direkt vor Ort vier Liter Pflanzenkohle. Diese Pflanzenkohle kann vielseitig eingesetzt werden, beispielsweise im Garten oder in der Landwirtschaft.
Wichtiger Hinweis für die Pflanzenkohle-Verwertung
Damit die Weihnachtsbäume zu Pflanzenkohle verarbeitet werden können, müssen sie frei von Lametta und ähnlichem Baumschmuck sein. Nur so eignen sie sich für den Verkohlungsprozess unter Sauerstoffausschluss.
Was ist Pflanzenkohle?
Pflanzenkohle entsteht durch Pyrolyse, ein Verfahren, bei dem Biomasse unter Sauerstoffausschluss erhitzt wird. Dieser Prozess erzeugt neben der Kohle auch erneuerbare Wärme. Die Pflanzenkohle bindet CO2 dauerhaft und verbessert als Bodenzusatz die Bodenqualität, ähnlich den fruchtbaren Terra-Preta-Böden.
Die Standorte der Sammelstellen
Die neun Sammelstellen sind vom Freitag, 2. bis Montag, 12. Januar 2026 wochentags geöffnet. Der Quartierentsorgungspunkt Kannenfeld an der Strassburgerallee 12 nimmt Bäume von 13:00 bis 19:00 Uhr entgegen. Die acht Magazine der Stadtreinigung sind von 13:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.
- Quartierentsorgungspunkt Kannenfeld, Strassburgerallee 12
- Magazin Stadtreinigung, Allmendstrasse 170
- Magazin Stadtreinigung, Brennerstrasse 11
- Magazin Stadtreinigung, Hochbergerstrasse 55
- Magazin Stadtreinigung, Lehenmattstrasse 92
- Magazin Stadtreinigung, Leimgrubenweg 29
- Magazin Stadtreinigung, Oberer Rheinweg 135
- Magazin Stadtreinigung, St. Alban-Ring 265
- Magazin Stadtreinigung, Auberg 2A
Eine detaillierte Übersicht aller Standorte finden Sie auf der Webseite der Stadt Basel oder direkt über Google Maps.
Vorteile der Pflanzenkohle-Produktion
Die IWB-Pflanzenkohleanlage leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit in Basel. Bei der Verkohlung der Weihnachtsbäume wird erneuerbare Wärme erzeugt, die in das IWB-Fernwärmenetz eingespeist wird. Dies reduziert den Bedarf an fossilen Brennstoffen.
Die in der Kohle gebundenen CO2-Emissionen bleiben im Boden oder in Baustoffen wie Asphalt und Beton. So gelangen sie nicht in die Atmosphäre und werden dem Kohlenstoffkreislauf entzogen. Dies ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.
Als Bodenzusatz muss die Pflanzenkohle vor der Anwendung im Garten oder in der Landwirtschaft aktiviert werden. Dies geschieht durch Mischen mit Kompost oder Flüssigdünger, um sie mit Nährstoffen aufzuladen. Anschließend in die Erde eingebracht, verbessert sie die Bodenstruktur, speichert Wasser und Nährstoffe besser und fördert ein gesundes Pflanzenwachstum.
Alternative Nutzungsmöglichkeiten für Weihnachtsbäume
Wer seinen Baum nicht abgeben möchte, kann ihn auch auf andere Weise sinnvoll nutzen. Tannenzweige, die frei von Lametta und Kerzenresten sind, eignen sich hervorragend als Kälteschutz für Pflanzenbeete, Balkonkistchen oder unter Sträuchern. Sie bieten jungen Pflanzen Schutz vor Frost.
Im Frühjahr können ausgestreute Tannennadeln zudem Schneckenfrass an jungen Pflanzen vorbeugen. Die Äste selbst können durch den Häckseldienst zu Kompostbeilage verarbeitet oder der Grünabfuhr mitgegeben werden. Der Stamm und die dickeren Äste eignen sich nach dem Trocknen auch gut als Feuerholz.
Diese vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zeigen, wie ein Weihnachtsbaum nach den Feiertagen weiterhin einen Wert haben kann, sei es als Rohstoff für Pflanzenkohle oder als praktischer Helfer im Garten.





