Nach dem Ende der Basler Fasnacht 2024 hat die grosse Aufräumaktion begonnen. Bisher haben die Reinigungsteams rund 170 Tonnen Abfall von den Strassen und Plätzen der Innenstadt entfernt. Dies ist eine geringere Menge als im Vorjahr, was unter anderem auf das trockene Wetter zurückzuführen ist.
Seit Montagmorgen sind rund 280 Mitarbeitende des Bau- und Verkehrsdepartements und der Basler Verkehrs-Betriebe im Einsatz, um die Spuren der Feierlichkeiten zu beseitigen. In der Nacht auf Donnerstag startet die finale Grossreinigung, an der 210 Personen beteiligt sein werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Rund 170 Tonnen Fasnachtsabfall wurden bisher in der Basler Innenstadt gesammelt.
- Die Abfallmenge liegt damit unter dem Wert des Vorjahres.
- Trockenes Wetter und der Verzicht auf motorisierte Fahrzeuge an der Kinderfasnacht gelten als Hauptgründe.
- In der Nacht auf Donnerstag beginnt die finale "Ändreinigung" mit 210 Einsatzkräften.
- Bis 9 Uhr morgens soll die Stadt wieder vollständig sauber sein.
Eine geringere Abfallmenge als im Vorjahr
Die Bilanz nach den „drey scheenschte Dääg“ fällt für die Stadtreinigung positiv aus. Mit 170 Tonnen gesammeltem Abfall liegt die Menge deutlich unter der des Vorjahres. Experten sehen dafür zwei Hauptgründe.
Einerseits spielte das Wetter eine entscheidende Rolle. Da es während der Fasnachtstage mehrheitlich trocken blieb, sog sich der Abfall, insbesondere die unzähligen Räppli, nicht mit Regenwasser voll. Nasser Abfall wiegt deutlich mehr als trockener, was sich direkt auf die Gesamttonnage auswirkt.
Andererseits führte eine Neuerung bei der Kinderfasnacht zu einer Reduzierung des Mülls. Erstmals waren in diesem Jahr keine motorisierten Fahrzeuge zugelassen. Dies trug ebenfalls dazu bei, dass weniger Abfallmaterial in der Stadt zurückblieb.
Zahlen zur Fasnachtsreinigung
- 170 Tonnen: Bisher gesammelte Abfallmenge
- 280 Mitarbeitende: Tägliche Reinigungsteams während der Fasnacht
- 70 Fahrzeuge: Einsatzflotte der Reinigung
- 210 Mitarbeitende: Personal für die finale "Ändreinigung"
Ein nächtliches Meisterwerk der Logistik
Damit Basel jeden Morgen wieder sauber erwacht und der öffentliche Verkehr reibungslos funktioniert, ist ein enormer logistischer Aufwand nötig. Während der gesamten Fasnacht waren Teams des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) und der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) im Einsatz.
Jeweils nach dem Cortège am Abend sowie am frühen Morgen um 4 Uhr rückten die Reinigungskräfte aus. Ihre erste Priorität war es, groben Abfall wie Schachteln, Säcke und die grössten Ansammlungen von Räppli zu entfernen. Dies war entscheidend, um die Sicherheit der Fasnächtler zu gewährleisten und die Strassen für den Verkehr freizugeben.
Besonders wichtig war die Reinigung der Tramgleise. Jeden Morgen bis zum Betriebsbeginn mussten diese vollständig befahrbar sein, eine Aufgabe, die dank des koordinierten Einsatzes erfolgreich bewältigt wurde. Die Innenstadt war jeweils bis spätestens 8 Uhr morgens wieder weitgehend sauber.
Strategische Müllentsorgung während des Cortège
Um die Abfallmengen während des grossen Umzugs zu bewältigen, positionierte die Stadtreinigung an strategisch wichtigen Punkten grosse Mulden. An Orten wie der Spiegelgasse, dem Wettsteinplatz, der Steinentorstrasse und dem Claraplatz konnten die Wagen-Cliquen ihr Material direkt und unkompliziert entsorgen. Diese Massnahme verhindert, dass grosse Mengen Abfall auf den Strassen landen.
Die grosse "Ändreinigung" beginnt
Mit dem Ändstraich in der Nacht auf Donnerstag endet die Fasnacht offiziell, doch für die Stadtreinigung beginnt dann die intensivste Phase ihrer Arbeit. Pünktlich um 4 Uhr morgens startet die sogenannte „Ändreinigung“, ein Grosseinsatz, der die Stadt in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen soll.
Rund 210 Mitarbeitende des BVD und der BVB werden im Einsatz sein. Der Ablauf ist präzise geplant:
- Grobe Räumung: Grosse Kehrichtwagen fahren vorgegebene Routen in Gross- und Kleinbasel ab und laden den gröberen Abfall direkt auf.
- Handarbeit: Etwa 140 Wischerinnen und Wischer kehren die verbliebenen Räppli mit Besen in die Strassengräben.
- Maschineneinsatz: Kleine Wischmaschinen sammeln das Material aus den Gräben ein, während grosse Wischmaschinen parallel dazu die Hauptverkehrsachsen reinigen.
- Abtransport: Bagger verladen den gesammelten Abfall in Mulden, die ihn zur Kehrichtverwertungsanlage transportieren.
Wenn es die Witterung zulässt, werden die Strassen und Plätze nach der groben Reinigung zusätzlich mit Wasser gespült. Dieser Schritt entfernt auch den letzten feinen Staub.
Saubere Kanalisation und freie Strassen
Ein wichtiger, aber oft unsichtbarer Teil der Endreinigung ist die Säuberung der Kanalisation. Teams befreien die Dolen und Schlammsammler von Räppli, damit das Wasser beim nächsten Regen wieder ungehindert abfliessen kann und Überschwemmungen vermieden werden.
Die Planung zielt darauf ab, die Hauptachsen bereits um 6 Uhr morgens wieder für den Tramverkehr freizugeben. Bis 9 Uhr soll die gesamte Innenstadt wieder sauber sein.
In den Tagen nach der Grossreinigung werden die öffentlichen Mistkübel, die vor der Fasnacht demontiert wurden, frisch gereinigt und wieder an ihren angestammten Plätzen in der Innenstadt montiert. Damit kehrt auch das letzte Stück Normalität in das Stadtbild zurück.





