Die Vorbereitungen für die Basler Fasnacht 2026 laufen auf Hochtouren. Eine Medienkonferenz gab erste Einblicke in die Neuerungen und Traditionen, die Besucher erwarten dürfen. Besonders die Schnitzelbängg und Guggenmusiken versprechen ein vielfältiges Programm.
Wichtige Punkte
- Mehrere Schnitzelbangg-Gesellschaften präsentieren neue Bängg.
- Einige Schlussabende sind bereits ausverkauft, Resttickets verfügbar.
- Die Guggenmusiken halten an bewährten Abläufen fest, mit kleiner Anpassung.
- Ein neues, zwangloses Bängg-Format namens „Big Bängg“ feiert Premiere.
Neue Schnitzelbängg beleben die Fasnacht
Die Schnitzelbangg-Szene in Basel zeigt sich äusserst aktiv. Mehrere etablierte Gesellschaften kündigten neue Bängg an. Die VSG (Vereinigung Basler Schnitzelbängg) bringt zwei neue Kreationen: „Dr Pfluumeboppi“ und „Frölein, zaale“. Ihr Schlussabend findet am 27. Februar im Küchlin Saal 1 statt. Auf dem Balkon gibt es noch wenige verfügbare Tickets.
Die BSG (Basler Schnitzelbangg-Gesellschaft) überrascht mit vier neuen Bängg: „Staibuggler“, „Influulänzer“, „Mamsell Spatz vom Petersplatz“ und „Die Ungspaltene“. Die Schlussabende der BSG sind grösstenteils ausverkauft. Für den Fasnachtsmontag sind noch Resttickets im Schauspielhaus erhältlich.
Faktencheck: Schnitzelbängg
- VSG: 2 neue Bängg
- BSG: 4 neue Bängg
- Bebbi Bängg: 1 neuer Bangg
- Freyi Bängg Basel: 4 neue Bängg
- IG WuF: 2 neue Bängg
- Schnitzelbangg-Comité: 2 neue Bängg
Tradition trifft Innovation: Bebbi Bängg und Freyi Bängg
Die Bebbi Bängg stellen einen neuen Bangg vor: „MS Fischbrötli“. Sie laden zu einer Matinee im Arlecchino am 22. Februar und einer Nocturne am 24. Februar ab 23 Uhr im Marionetten-Theater ein. Diese Veranstaltungen sind beliebte Fixpunkte im Fasnachtskalender.
Eine spannende Neuerung ist die Gründung der Gesellschaft Freyi Bängg Basel. Sie debütiert mit vier Bängg: „Ainzelmasgge“, „Drummelhund“, „Giftguttere“ und „s Kuni usem Gundeli“. Diese neue Gruppe verspricht frischen Wind in die traditionelle Fasnachtsszene zu bringen.
Das Comeback von „Big Bängg“
Ein besonderes Highlight ist das Re-Set des Anlasses „Big Bängg“. Die Idee entstand 2020 aus dem Wunsch heraus, den Schnitzelbängg im Kleinbasel mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Pandemie verhinderte die Premiere damals. Nun ist es soweit: Im Bistro Pulpo am Oberen Rheinweg 89 können Besucher ganz zwanglos vorbeischauen.
Man kann sich setzen, etwas trinken, eine Kleinigkeit essen und dabei verschiedene Bängg geniessen. Es gibt keine Reservierungen und keinen festen Zeitplan. Während der Vorträge wird jedoch nicht serviert, um die volle Aufmerksamkeit auf die Künstler zu lenken.
„…Während des Vortrages wird nicht serviert. Man hört den Bängg zu und auch das laute Plaudern verstummt…“Insgesamt sind 21 Bängg aller Gesellschaften für diesen Anlass angemeldet, was die breite Unterstützung unterstreicht.
Hintergrund: Schnitzelbängg
Schnitzelbängg sind satirische Gesänge, die während der Basler Fasnacht aufgeführt werden. Sie kommentieren lokale, nationale und internationale Ereignisse des vergangenen Jahres mit Humor und oft spitzer Zunge. Die Vorträge sind meist gereimt und werden von Requisiten, den sogenannten „Zeedel“, begleitet.
Guggenmusiken setzen auf bewährte Traditionen
Die Guggenmusiken bleiben ihren Traditionen treu. Eine Präsentation des Programms war nicht nötig, da sich die Abläufe kaum ändern. „Es bleibt alles so, wie es bisher war“, erklärte ein Vertreter der Guggengesellschaften. Der Sternmarsch findet wie gewohnt statt, und die Platzkonzerte beleben die drei Hauptplätze.
Auch die Zeiten bleiben weitgehend gleich. Es gibt lediglich eine kleine Anpassung: Auf dem Marktplatz beginnen die Konzerte eine Viertelstunde später als üblich. Diese Kontinuität sorgt für Verlässlichkeit und ist ein wichtiger Bestandteil des Fasnachtsgefühls.
Weitere Schnitzelbangg-Highlights
Die IG WuF (Interessengemeinschaft Wild und Frei) präsentiert zwei neue Bängg: „D Heerlifilzer“ und „Die irren Maiden“. Sie organisieren einen Fasnachtsnachmittag im Restaurant „zum goldenen Lamm“ am Claraplatz am Mittwoch, 18. Februar, ab 14:00 Uhr. Der Schlussabend im APH Momo im Gundeli am 6. März ist nur auf Einladung zugänglich.
Das Schnitzelbangg-Comité selbst kündigt ebenfalls zwei neue Bängg an: „Nachtkeerze“ und „Schlachtbangg“. Die Schlussabende im Theater und Schauspielhaus sind bereits ausverkauft. Nur für den Fasnachtsmontag gibt es noch vereinzelte Tickets für den Abend im Schauspielhaus.
Die Basler Fasnacht 2026 verspricht eine gelungene Mischung aus altbewährten Traditionen und spannenden Neuerungen. Die Vielfalt der Schnitzelbängg und die Beständigkeit der Guggenmusiken bilden das Herzstück dieser einzigartigen Veranstaltung. Besucher können sich auf lebendige Tage voller Humor und Musik freuen.





