Das Historische Museum Basel hat seine umfangreiche Generalinventur abgeschlossen. Dieses grösste Sammlungsprojekt in der Museumsgeschichte wurde termingerecht und im bewilligten Budgetrahmen bis Ende 2025 umgesetzt. Insgesamt wurden rund 435.000 Sammlungsobjekte erfasst und in 150.000 Datensätzen digitalisiert.
Wichtige Ergebnisse der Inventur
- 435.000 Objekte wurden inventarisiert.
- 150.000 neue Datensätze erstellt.
- QR-Codes verknüpfen Objekte direkt mit der Datenbank.
- Hunderte Dauerleihverträge überprüft.
- 6,6 Millionen Franken Budget eingehalten.
Ein Mammutprojekt erfolgreich beendet
Die Notwendigkeit dieser Generalinventur wurde bereits im Herbst 2019 deutlich. Eine Betriebsanalyse des zuständigen Präsidialdepartements deckte damals erhebliche Mängel in der Sammlungsverwaltung auf. Der Basler Grosse Rat reagierte darauf im Januar 2021 und bewilligte die notwendigen finanziellen Mittel in Höhe von 6,6 Millionen Franken für das Projekt.
Die umfassende Erfassung der Objekte war entscheidend, um den Zustand der Sammlung zu dokumentieren und die Zugänglichkeit zu verbessern. Jedes einzelne Objekt wurde dabei genauestens geprüft und beschrieben.
Zahlen und Fakten zur Inventur
- Start des Projekts: Januar 2021 (Bewilligung durch Grossen Rat)
- Abschluss: Ende 2025
- Inventarisierte Objekte: ca. 435.000
- Erstellte Datensätze: ca. 150.000
- Investitionssumme: 6,6 Millionen Franken
Digitale Verknüpfung und Qualitätskontrolle
Ein zentrales Element der Inventur ist die Einführung von QR-Codes. Diese Codes ermöglichen eine direkte Verknüpfung jedes Objekts mit der zentralen Sammlungsdatenbank. Dies vereinfacht nicht nur die interne Verwaltung, sondern wird zukünftig auch die Recherche für Forschende und die breite Öffentlichkeit erleichtern.
Neben der digitalen Erfassung standen auch qualitative Aspekte im Fokus. Das Museum hat hunderte von Dauerleihverträgen überprüft und bei Bedarf aktualisiert oder bereinigt. Dies sorgt für rechtliche Klarheit und eine bessere Übersicht über die extern gelagerten Objekte.
Die digitale Verknüpfung mittels QR-Codes ist ein Meilenstein für die Zugänglichkeit unserer Sammlung und die Effizienz unserer Arbeit.
Umgang mit beschädigten und belasteten Objekten
Im Rahmen der Inventur wurden auch Objekte identifiziert, die stark beschädigt oder mit Schadstoffen belastet sind. Für diese Objekte wurden Vorschläge zur Entfernung aus der Sammlung erarbeitet. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Mitarbeiter und die Integrität der restlichen Sammlung zu gewährleisten.
Diese Massnahme zeigt das Engagement des Museums für den Schutz seiner Bestände und die Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitenden. Es geht darum, langfristig eine sichere und hochwertige Sammlung zu erhalten.
Hintergrund der Inventur
Die Notwendigkeit einer Generalinventur wurde 2019 durch eine Betriebsanalyse des Präsidialdepartements deutlich. Diese Analyse zeigte erhebliche Mängel in der Dokumentation und Verwaltung der Museumsbestände auf. Die bewilligten 6,6 Millionen Franken ermöglichten es, diese Lücken systematisch zu schliessen und die Sammlung für zukünftige Generationen zu sichern und zugänglich zu machen.
Der nächste Schritt: Sammlung Online
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Generalinventur blickt das Historische Museum Basel bereits auf das nächste grosse Vorhaben: das Projekt «Sammlung Online». Dieses Projekt startet im Februar und hat das ehrgeizige Ziel, die gesamte Sammlung der Öffentlichkeit digital zugänglich zu machen.
Dies bedeutet, dass Interessierte künftig bequem von zu Hause aus die vielfältigen Bestände des Museums durchstöbern können. Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung und Öffnung kultureller Güter für ein breites Publikum. Die Grundlage dafür wurde mit der nun abgeschlossenen Inventur geschaffen.
Die digitale Verfügbarkeit der Sammlung wird nicht nur die Forschung erleichtern, sondern auch neue Möglichkeiten für Bildungsangebote und kulturelle Vermittlung schaffen. Das Museum positioniert sich damit als modernes und zugängliches Kulturinstitut.
Vorteile der Online-Sammlung
- Erhöhte Zugänglichkeit: Weltweiter Zugriff auf die Museumsbestände.
- Förderung der Forschung: Einfachere Recherche für Wissenschaftler.
- Bildungsmöglichkeiten: Neue Wege für digitale Lernangebote.
- Kulturelle Teilhabe: Ermöglicht breiteren Bevölkerungsschichten den Zugang zur Kultur.
Das Historische Museum Basel setzt damit weiterhin auf Innovation und die Nutzung moderner Technologien, um seine wertvollen Sammlungen zu bewahren und gleichzeitig für alle erlebbar zu machen.





