Das Theater Basel feiert einen bedeutenden Erfolg: Die Inszenierung von Tennessee Williams' «Die Glasmenagerie» wurde zum renommierten Berliner Theatertreffen eingeladen. Diese Auszeichnung zählt zu den zehn bemerkenswertesten Produktionen der aktuellen deutschsprachigen Schauspielsaison und unterstreicht die künstlerische Qualität der Basler Bühne.
Wichtige Punkte
- Das Theater Basel nimmt mit «Die Glasmenagerie» am Berliner Theatertreffen teil.
- Die Produktion gehört zu den zehn herausragendsten Inszenierungen des Jahres.
- Die britische Regisseurin Jaz Woodcock-Steward inszenierte das Stück.
- Das Schauspielhaus Zürich ist ebenfalls mit «Il Gattopardo» vertreten.
- Das Theatertreffen findet vom 1. bis 17. Mai statt.
Basler Inszenierung überzeugt die Jury
Die Jury der Berliner Festspiele lobte die Basler Aufführung von «Die Glasmenagerie» als eine «leise, zeichenstarke, berührende Arbeit». Besonders hervorgehoben wurde der zeitgemässe Ansatz der britischen Regisseurin Jaz Woodcock-Steward.
Ihre Inszenierung schafft es, den Originaltext, der in den späten 1930er-Jahren spielt, nicht zu zerbrechen, sondern ihm einen sehr gegenwärtigen Drive zu verleihen. Dies zeigt, wie klassische Stoffe modern und relevant auf die Bühne gebracht werden können.
Faktencheck
- Stück: «Die Glasmenagerie» von Tennessee Williams
- Regie: Jaz Woodcock-Steward
- Zeitliche Einordnung des Originals: Späte 1930er-Jahre
- Auszeichnung: Eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen
Das Berliner Theatertreffen: Eine Plattform für herausragende Kunst
Das Berliner Theatertreffen gilt als eines der wichtigsten Festivals für deutschsprachiges Theater. Jedes Jahr wählt eine unabhängige Jury die zehn bemerkenswertesten Produktionen der Saison aus und lädt sie nach Berlin ein. Diese Einladung ist eine hohe Anerkennung für die beteiligten Theater und Künstler.
Das Festival bietet nicht nur eine Bühne für die ausgewählten Stücke, sondern auch eine Plattform für Diskussionen, Workshops und den Austausch innerhalb der Theaterlandschaft. Es zieht ein breites Publikum aus Fachleuten und Theaterliebhabern an.
Die Jury beschrieb die Basler Aufführung als «eine leise, zeichenstarke, berührende Arbeit».
Zürcher Schauspielhaus ebenfalls eingeladen
Neben dem Theater Basel erhielt auch das Schauspielhaus Zürich eine Einladung. Ihre Dramatisierung von Giuseppe Tomasi di Lampedusas «Il Gattopardo», inszeniert von Pinar Karabulut und Hannah Schünemann, wurde ebenfalls gewürdigt. Die Jury lobte die Zürcher Produktion als ein selten gewordenes prunkvolles Theaterereignis.
Die Begründung hob die Opulenz der Räume und Kostüme sowie das ungebrochen psychologische Spiel des Ensembles hervor, das das Publikum tief in das 19. Jahrhundert eintauchen lässt. Dies zeigt die Vielfalt und Qualität der Schweizer Theaterlandschaft.
Hintergrund zum Theatertreffen
Das Berliner Theatertreffen findet traditionell im Mai statt. Es versammelt die Crème de la Crème des deutschsprachigen Theaters und bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends und künstlerische Entwicklungen. Die Auswahl der Stücke erfolgt nach strengen Kriterien, die sowohl künstlerische Innovation als auch gesellschaftliche Relevanz berücksichtigen.
Weitere herausragende Produktionen
Das diesjährige Theatertreffen präsentiert eine breite Palette an Inszenierungen aus verschiedenen Häusern. Dazu gehören:
- «A Year without Summer» von Florentina Holzinger (Volksbühne Berlin)
- «Der Hauptmann von Köpenick» von Carl Zuckmayer, Regie Sebastian Hartmann (Staatstheater Cottbus)
- «Die Welt im Rücken» von Thomas Melle, Regie Lucia Bihler (Schauspiel Stuttgart)
- «Fräulein Else» frei nach Arthur Schnitzler, Regie Leonie Böhm (Volkstheater Wien)
- «Mephisto» nach Klaus Mann, Regie Jette Steckel (Münchner Kammerspiele)
- «Serotonin» nach Michel Houellebecq, Theaterfassung von Sebastian Hartmann (Hans Otto Theater, Potsdam)
- «Three Times Left is Right» von Julian Hetzel (Studio Julian Hetzel)
- «Wallenstein» nach Friedrich Schiller, Regie Jan-Christoph Gockel (Münchner Kammerspiele)
Diese Liste zeigt die Vielfalt der eingeladenen Produktionen, von klassischen Stoffen bis zu zeitgenössischen Inszenierungen. Das Festival bietet somit einen umfassenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen des deutschsprachigen Theaters.
Das Berliner Theatertreffen ist nicht nur ein Schaufenster für Produktionen, sondern auch ein Ort des Austauschs und der Reflexion über die Rolle des Theaters in der Gesellschaft. Die Auswahl der Stücke erfolgt durch eine unabhängige Jury, die sich aus renommierten Theaterkritikern und Fachleuten zusammensetzt.
Für das Theater Basel bedeutet diese Einladung eine wichtige Bestätigung ihrer künstlerischen Arbeit. Es ist eine Gelegenheit, die Basler Inszenierung einem nationalen und internationalen Publikum zu präsentieren und den Ruf der Stadt als Kulturstandort weiter zu festigen. Die Aufführungen finden vom 1. bis 17. Mai statt.





