Das ehemalige Binkert-Areal in Laufenburg, einst eine geschäftige Druckerei, steht vor einer umfassenden Neugestaltung. Die Basler Stiftung Abendrot plant, auf dem zentral gelegenen Gelände eine Kombination aus Wohn- und Arbeitsflächen zu realisieren. Das Projekt integriert historische Bauten mit neuen Strukturen und soll einen wichtigen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung leisten.
Wichtige Fakten
- Die Stiftung Abendrot erwarb das Areal Ende 2021.
- Historische Shedhalle und Kopfbau werden saniert.
- Ein Neubau ergänzt das Ensemble.
- Geplant sind 21 Wohnungen und 1100 Quadratmeter Gewerbefläche.
- Das öffentliche Mitwirkungsverfahren startet am 9. März.
Neues Leben für ein historisches Gelände
Die Geschichte des Binkert-Areals nahe des Laufenburger Bahnhofs reicht bis ins Jahr 1887 zurück. Damals entstand die Shedhalle für die Textilindustrie. Im Jahr 1914 wurde sie durch einen grossen Kopfbau erweitert. In den 1960er-Jahren bezog die Druckerei Binkert das Gelände, inklusive des dazugehörigen Verlags.
Seit dem Wegzug der Druckerei dienten die Gebäude verschiedenen Zwischennutzungen. Nun will die Basler Stiftung Abendrot dem Areal eine dauerhafte und zukunftsfähige Bestimmung geben. Die Stiftung erwarb das Gelände Ende 2021 und ist seitdem Alleineigentümerin.
Historisches Detail
Die Shedhalle auf dem Binkert-Areal wurde ursprünglich im Jahr 1887 für die Textilindustrie gebaut. Sie ist ein Zeugnis der industriellen Vergangenheit Laufenburgs.
Detaillierte Pläne für Wohnen und Arbeiten
Das Richtprojekt der Stiftung Abendrot sieht eine sorgfältige Kombination aus Sanierung und Neubau vor. Die beiden historischen Gebäude, die Shedhalle und der Kopfbau, sollen umfassend saniert werden. Sie werden künftig sowohl Wohnungen als auch Arbeitsflächen beherbergen. Der Charme der alten Industriearchitektur bleibt dabei erhalten.
Zusätzlich zu den Bestandsgebäuden ist ein Neubau geplant. Dieser wird ein Wohn- und Geschäftshaus umfassen. Die Integration des Neubaus soll das gesamte Areal harmonisch ergänzen und modernen Anforderungen gerecht werden.
Geplante Nutzung im Überblick
- Historische Bauten: 8 Wohnungen, 10 Wohnateliers, 760 Quadratmeter Gewerbeflächen.
- Neubau: 13 weitere Wohnungen, 340 Quadratmeter Gewerbefläche.
- Insgesamt sind 21 Wohnungen und 1100 Quadratmeter Gewerbefläche vorgesehen.
- Zudem sind 25 Aussenparkplätze geplant, um den Bedarf der künftigen Bewohner und Nutzer zu decken.
Enge Zusammenarbeit mit Stadt und Denkmalpflege
Die Entwicklung des Projekts erfolgte in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden. Die Stadt Laufenburg und die kantonale Denkmalpflege waren von Anfang an eingebunden. Sie beteiligten sich mit einer Delegation am Studienauftrag. Dies ermöglichte es, Anliegen und Vorgaben frühzeitig in die Planung einzubeziehen.
«Die Stadt und die kantonale Denkmalpflege waren am Studienauftrag mit einer Delegation beteiligt und konnten damit an der Entwicklung mitwirken und Anliegen frühzeitig vorbringen», erklärte Stadtschreiber Marco Waser.
Diese kooperative Vorgehensweise gewährleistet, dass das Projekt den städtebaulichen und denkmalpflegerischen Anforderungen entspricht. Es soll sich optimal in das Stadtbild von Laufenburg einfügen.
Bedeutung für die Stadtentwicklung
Das Projekt Binkert-Areal ist ein Schlüsselvorhaben für die städtebauliche Entwicklung Laufenburgs. Es trägt zur dringend benötigten Innenentwicklung im Zentrumsgebiet bei. Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr macht den Standort besonders attraktiv für Wohnen und Arbeiten.
Informationsveranstaltung und Mitwirkungsverfahren
Vor dem Start des offiziellen Mitwirkungsverfahrens findet eine Informationsveranstaltung statt. Diese bietet der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich umfassend über das Projekt zu informieren. Das Richtprojekt und der Gestaltungsplan werden detailliert vorgestellt.
Das öffentliche Mitwirkungsverfahren für den «Gestaltungsplan Binkert-Areal» beginnt am Montag, den 9. März. Bürgerinnen und Bürger können sich dann aktiv an der Gestaltung beteiligen. Ihre Anliegen und Rückmeldungen fliessen in den weiteren Planungsprozess ein.
Stadtschreiber Marco Waser betont die Wichtigkeit des Projekts für Laufenburg:
«Das Projekt hat für die städtebauliche Entwicklung von Laufenburg – darin eingeschlossen das Bahnhofareal – einen hohen Stellenwert. Die gemäss Raumplanungsgesetz geforderte Innenentwicklung im Zentrumsgebiet mit guter ÖV-Anbindung wird durch eine qualitativ hochwertige und verträgliche Bebauung sehr gut umgesetzt.»
Dies unterstreicht die Relevanz des Vorhabens. Es entspricht den gesetzlichen Anforderungen des Raumplanungsgesetzes. Gleichzeitig schafft es neuen, hochwertigen Lebens- und Arbeitsraum in zentraler Lage.
Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung
Die Basler Stiftung Abendrot ist bekannt für ihre nachhaltigen Investitionen. Auch beim Binkert-Areal steht die langfristige Werterhaltung und die Schaffung von zukunftsfähigen Lösungen im Vordergrund. Die Sanierung historischer Bauten kombiniert mit moderner Architektur zeigt einen respektvollen Umgang mit der Vergangenheit und einen klaren Blick in die Zukunft.
Das Projekt trägt dazu bei, Laufenburg als attraktiven Wohn- und Arbeitsort weiter zu stärken. Es schafft eine lebendige Mischung aus Alt und Neu. Dies fördert die Vitalität des Stadtzentrums und bietet neue Möglichkeiten für die lokale Wirtschaft und Bevölkerung.





