Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Basel und Aston Villa am Donnerstagabend kam es in der Basler Innenstadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt, darunter ein britischer Polizist in Zivilkleidung. Die Kantonspolizei Basel-Stadt musste eingreifen, um die Situation zu beruhigen.
Wichtige Punkte
- Fünf Verletzte nach Fussballspiel FC Basel gegen Aston Villa.
- Zwei Aston Villa-Fans durch Knallkörper im Stadion verletzt.
- Drei weitere Personen, darunter ein britischer Zivilpolizist, in der Steinenvorstadt angegriffen.
- Mutmassliche FCB-Anhänger für Angriffe verantwortlich.
- Polizei umzingelte Gruppe von Basler Fans und führte Personenkontrollen durch.
Eskalation im Stadion und in der Innenstadt
Die Vorfälle begannen noch vor dem Ende des Spiels im St. Jakob-Park. Im Gästesektor, wo die Fans von Aston Villa untergebracht waren, wurde ein Knallkörper gezündet. Dieser Vorfall führte zu den ersten Verletzungen.
Zwei Anhänger der Gastmannschaft wurden durch die Explosion des Knallkörpers verletzt. Einer von ihnen benötigte medizinische Versorgung und wurde von der Sanität Basel-Stadt ins Universitätsspital gebracht. Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat umgehend Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Hergang zu klären.
Faktencheck
- Anzahl Verletzte: 5 Personen insgesamt.
- Verletzte im Stadion: 2 Aston Villa-Fans durch Knallkörper.
- Verletzte in der Innenstadt: 3 Personen, darunter 1 britischer Zivilpolizist und 2 weitere Gästefans.
Angriffe in der Steinenvorstadt nach dem Abpfiff
Die Situation eskalierte nach dem Schlusspfiff des Spiels. Gegen 23:00 Uhr kam es in der belebten Steinenvorstadt zu weiteren gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mutmassliche Anhänger des FC Basel griffen dort Fans der gegnerischen Mannschaft an.
Bei diesen Angriffen wurden drei weitere Personen verletzt. Besonders besorgniserregend ist, dass darunter ein britischer Polizist in Zivilkleidung war, der die Gästefans begleitete. Auch zwei weitere Aston Villa-Anhänger erlitten Verletzungen und wurden zur weiteren Abklärung ins Unispital gebracht.
„Die Aggressivität einiger FCB-Fans in der Steinenvorstadt nahm nach dem Spiel deutlich zu. Wir mussten schnell handeln, um die Sicherheit zu gewährleisten.“
Polizeieinsatz zur Beruhigung der Lage
Angesichts der zunehmenden Aggressivität einiger FCB-Fans in der Steinenvorstadt sah sich die Kantonspolizei Basel-Stadt gezwungen, umfassende Massnahmen zu ergreifen. Um weitere Gefahren abzuwehren und die vorangegangenen Straftaten aufzuklären, umzingelte die Polizei eine Gruppe von rund zehn Basler Anhängern, die zuvor aufgefallen waren.
Diese Personen wurden einer gründlichen Personenkontrolle unterzogen. Durch dieses Vorgehen konnte die angespannte Lage in der Innenstadt schliesslich beruhigt werden. Der Polizeieinsatz dauerte bis 02:00 Uhr morgens an, bevor die Ordnung vollständig wiederhergestellt war.
Hintergrund der Fangewalt
Fangewalt ist ein wiederkehrendes Problem im europäischen Fussball. Solche Vorfälle treten oft im Umfeld von internationalen Spielen auf, wenn Fans verschiedener Vereine und Nationalitäten aufeinandertreffen. Die Gründe sind vielfältig und reichen von rivalisierenden Fankulturen bis zu spontanen Eskalationen unter Alkoholeinfluss. Die Behörden versuchen stets, durch Präsenz und präventive Massnahmen solche Ausschreitungen zu verhindern.
Laufende Ermittlungen und Zeugenaufruf
Der genaue Tathergang und die Hintergründe der gewalttätigen Auseinandersetzungen sind noch nicht vollständig geklärt. Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt führt intensive Ermittlungen durch.
Die Behörden bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe. Personen, die sachdienliche Hinweise zur Täterschaft geben können, werden dringend gebeten, sich mit der Kriminalpolizei oder der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen. Jede Information kann entscheidend sein, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Konsequenzen für die Täter
Die Justiz wird die Vorfälle genau prüfen. Gewalttaten im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen werden ernst genommen. Den Tätern drohen empfindliche Strafen. Dies betrifft sowohl die Zündung des Knallkörpers im Stadion als auch die Angriffe in der Innenstadt.
Die Zusammenarbeit zwischen den Schweizer und britischen Behörden ist in solchen Fällen wichtig. Dies gilt insbesondere, da ein ausländischer Polizist unter den Verletzten ist. Ziel ist es, ein klares Signal gegen Fangewalt zu senden und die Sicherheit bei zukünftigen Veranstaltungen zu gewährleisten.
- Kontakt für Hinweise: Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, Telefon 061 267 71 11.
- Alternativ: jede Polizeiwache.
Die Stadt Basel legt Wert auf eine sichere Umgebung für Sportveranstaltungen. Solche Vorfälle schaden dem Ruf des Fussballs und der Stadt. Es ist entscheidend, dass die Verantwortlichen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden.





