Zwei Hobby-Schatzsucher haben in einem Waldstück nahe der deutschen Grenze, südöstlich von Basel, zwei mehr als 2000 Jahre alte keltische Goldmünzen gefunden. Die Fundstelle liegt in der Flur Bärenfels bei Arisdorf, einem Gebiet, in dem bereits im Jahr 2023 ein ähnlicher antiker Münzschatz entdeckt wurde. Diese neuen Funde, ein Stater und ein Viertelstater, stammen nach Expertenmeinung aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts vor Christus.
Wichtige Erkenntnisse
- Zwei keltische Goldmünzen in der Flur Bärenfels bei Arisdorf gefunden.
- Die Münzen sind über 2000 Jahre alt und stammen aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.
- Es handelt sich um einen Stater und einen Viertelstater.
- Die Funde sind Eigentum des Kantons Baselland und nicht der Finder.
- Ab März werden die Münzen in der Barfüsserkirche in Basel ausgestellt.
Ein Blick in die Vergangenheit: Die Münzen von Arisdorf
Die beiden Hobbysucher machten ihre Entdeckung im Frühjahr dieses Jahres. Sie stießen in einem Waldstück auf die historischen Artefakte. Das Büro Archäologie Baselland bestätigte das Alter und die Herkunft der Münzen. Es sind keltische Prägungen, die griechische Münzen nachahmen.
Auf einer Seite der Münzen ist ein Kopf abgebildet, der den griechischen Gott Apollon darstellen soll. Die andere Seite zeigt ein Pferdegespann. Diese Darstellungen sind typisch für keltische Münzen dieser Zeit, die oft Motive aus dem Mittelmeerraum übernahmen und adaptierten.
Faktencheck: Die keltischen Münzen
- Alter: Über 2000 Jahre alt
- Herkunft: Zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts vor Christus
- Gewicht: Der Stater wiegt etwa 7,8 Gramm
- Motive: Kopf des Apollon und Pferdegespann
Bedeutung der Funde und ihr Wert
Die Archäologen des Büros Archäologie Baselland betonen die wissenschaftliche Bedeutung dieser Funde. Sie geben Aufschluss über die keltische Kultur und Wirtschaft in der Region vor über zwei Jahrtausenden. Solche Münzen könnten verschiedene Funktionen gehabt haben.
Experten vermuten, dass die Münzen als Söldnerlohn, diplomatische Geschenke oder sogar als Heiratsmitgift dienten. Eine andere Theorie besagt, dass sie als Opfergaben an dem Fundort niedergelegt wurden. Dies unterstreicht die vielseitige Rolle, die solche Wertgegenstände in antiken Gesellschaften spielten.
„In der Schweiz sind herrenlose Güter von wissenschaftlichem Wert Eigentum des Kantons, in dem sie gefunden werden“, erklärt Andreas Fischer, Pressesprecher von Archäologie Baselland. „Die Finder werden dadurch nicht reich.“
Regionale Unterschiede bei Schatzfunden
Die rechtliche Situation für Hobby-Schatzsucher unterscheidet sich international erheblich. In Ländern wie Großbritannien können Finder unter Umständen hohe Summen für ihre Entdeckungen erhalten. Dies schafft oft Anreize für die private Suche.
In Deutschland gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen. Manchmal erhalten Finder eine Belohnung oder Prämie, abhängig vom Aufwand der Suche und dem Wert des Fundes. Diese Systeme sollen die Meldung von Funden fördern und gleichzeitig den wissenschaftlichen Wert sichern.
Im Kanton Baselland ist die Situation klar geregelt: Interessierte benötigen eine kantonale Bewilligung für die Suche. Alle archäologischen Funde müssen dann dem Kanton übergeben werden. Dies stellt sicher, dass wertvolle historische Objekte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und wissenschaftlich untersucht werden können.
Hintergrund: Die Flur Bärenfels
Die Flur Bärenfels bei Arisdorf hat sich als wichtiger archäologischer Fundort erwiesen. Bereits im Jahr 2023 wurde dort ein weiterer über 2000 Jahre alter Münzschatz entdeckt. Diese wiederholten Funde deuten darauf hin, dass die Region in keltischer Zeit eine besondere Bedeutung hatte, möglicherweise als Handelsweg oder Kultstätte.
Die fortlaufenden Entdeckungen in diesem Gebiet tragen maßgeblich zum Verständnis der keltischen Besiedlung und Aktivitäten in der Nordwestschweiz bei. Jeder neue Fund hilft, das Bild der Vergangenheit zu vervollständigen.
Zukünftige Ausstellung in Basel
Die neu entdeckten Goldmünzen werden nicht lange im Verborgenen bleiben. Ab März können Besucher die Stücke in einer speziellen Vitrine bestaunen. Sie werden Teil der laufenden Ausstellung „Schatzfunde“ in der Barfüsserkirche in Basel sein.
Diese Ausstellung bietet eine einzigartige Gelegenheit, die keltischen Münzen aus nächster Nähe zu betrachten und mehr über ihre Geschichte und Bedeutung zu erfahren. Es ist eine wichtige Initiative, um das kulturelle Erbe der Region für die breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen und das Interesse an der Archäologie zu wecken.
Die Präsentation in der Barfüsserkirche unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Hobby-Schatzsuchern und professionellen Archäologen. Nur durch das Melden solcher Funde können diese wichtigen Zeugnisse der Geschichte bewahrt und erforscht werden.





