Der FC Basel hat seine europäische Saison beendet. Im letzten Spiel der Europa-League-Ligaphase unterlag der Schweizer Meister Viktoria Pilsen zuhause mit 0:1. Damit verpasste Basel den Einzug in die K.o.-Phase, obwohl ein Sieg aus eigener Kraft gereicht hätte. Es war ein enttäuschender Abend für die Basler Fans.
Wichtigste Erkenntnisse
- Der FC Basel verlor das entscheidende Europa-League-Spiel gegen Viktoria Pilsen mit 0:1.
- Die Niederlage bedeutete das Aus in der Ligaphase für den Schweizer Meister.
- Ein Sieg hätte für das Weiterkommen in die K.o.-Phase ausgereicht.
- Stephan Lichtsteiner gab sein Debüt als Trainer an der Seitenlinie.
- Pilsen zeigte sich offensiv zielstrebiger und verdiente sich den Sieg.
Enttäuschendes Ende der europäischen Reise
Der St. Jakob-Park war am gestrigen Abend Schauplatz einer bitteren Niederlage für den FC Basel. Die Mannschaft von Stephan Lichtsteiner, der sein Debüt als Trainer gab, konnte die Pflichtaufgabe nicht erfüllen. Gegen Viktoria Pilsen fehlte es an Durchschlagskraft und der nötigen Energie, um das Ruder herumzureissen.
Ein Sieg war für Basel zwingend notwendig, um die geringe Chance auf das Weiterkommen in die K.o.-Phase der Europa League zu wahren. Zudem mussten verschiedene andere Spielergebnisse zugunsten der Basler ausfallen. Letztendlich scheiterte Basel jedoch an sich selbst. Die 0:1-Niederlage gegen die tschechische Mannschaft besiegelte das vorzeitige Aus.
Statistik des Spiels
- Endergebnis: FC Basel 0:1 Viktoria Pilsen
- Torschütze: Jiri Panos (39. Minute)
- Debüt: Stephan Lichtsteiner als Trainer des FC Basel
- Europäisches Aus: Für FC Basel und Young Boys
Pilsen nutzte Basels Schwächen
Viktoria Pilsen zeigte sich von Beginn an engagierter. Die Gäste aus Tschechien brachten mehr Energie auf den Platz und erspielten sich die besseren Torchancen. Basels Defensive wirkte in einigen Momenten unsortiert. Dies führte schliesslich zum entscheidenden Treffer.
In der 39. Minute war es Jiri Panos, der das 1:0 für Pilsen erzielte. Nach einer Ecke genoss der 18-jährige Mittelfeldspieler zu viel Freiraum. Er schoss den Ball aus kurzer Distanz volley ins Netz. Basels Torhüter hatte keine Chance, den präzisen Schuss abzuwehren. Dieser Treffer war die logische Konsequenz der Kräfteverhältnisse auf dem Feld.
Basels Offensive ohne Durchschlagskraft
Auch nach dem Rückstand gelang es dem FC Basel kaum, offensive Akzente zu setzen. In der ersten Halbzeit gab es nur eine gefährliche Szene vor dem Tor der Tschechen. Sampson Dweh lenkte eine scharfe Hereingabe beinahe ins eigene Netz. Dies war jedoch ein Zufallsprodukt und keine herausgespielte Chance.
Die Basler Angriffsbemühungen verbesserten sich auch mit der drohenden Niederlage nur geringfügig. Philip Otele verpasste in der 51. Minute nach einem langen Ball den Abschluss. Jeremy Agbonifo brachte in der 74. Minute keinen Druck hinter seinen Kopfball. Selbst Xherdan Shaqiri vergab in der Nachspielzeit eine ungewohnt freie Chance.
"Wir waren einfach zu wenig konstant", sagte Xherdan Shaqiri nach dem Spiel. "Uns fehlte die letzte Konsequenz vor dem Tor."
Der neue Trainer an der Seitenlinie
Stephan Lichtsteiner gab in diesem Spiel sein Debüt als Trainer des FC Basel. Der ehemalige Nationalspieler und langjährige Profi übernahm die Mannschaft in einer schwierigen Phase. Die Erwartungen an ihn sind hoch, doch der Start in Europa verlief nicht nach Plan. Nun muss er sich auf die nationalen Wettbewerbe konzentrieren.
Keine Schweizer Teams mehr in Europa
Mit dem 0:1 im St. Jakob-Park endet Basels europäische Saison. Die Niederlage war verdient, aber auch unnötig. Ein Sieg hätte tatsächlich für das Weiterkommen gereicht. Doch diese Chance vergab die Mannschaft. Für Stephan Lichtsteiner steht nun viel Arbeit an. Diese konzentriert sich ab sofort auf die nationalen Wettbewerbe.
Viktoria Pilsen hingegen schaffte es als 14. der Ligaphase souverän in die K.o.-Phase. Dort werden sie auf kein Schweizer Team treffen. Auch die Young Boys schieden unglücklich in Stuttgart mit einer 2:3-Niederlage aus der Europa League aus. Die Tschechen hatten bereits im Juli Servette in der Champions-League-Qualifikation besiegt. Schweizer Teams scheinen Pilsen zu liegen.
Blick auf die kommenden Aufgaben
Für den FC Basel geht es in der Super League am Sonntag weiter. Dort trifft die Mannschaft auf Leader Thun. Ein Sieg ist fast Pflicht, um im Meisterrennen zu bleiben. Die Liga ist nun der Hauptfokus. Am Mittwoch folgt dann ein weiteres wichtiges Spiel: der Cup-Viertelfinal auswärts in St. Gallen. Diese Spiele sind entscheidend für Basels Saisonziele.
Die Basler müssen nun schnell die Enttäuschung überwinden. Die Konzentration gilt den nationalen Wettbewerben. Hier können sie zeigen, dass sie aus den Fehlern der Europa League gelernt haben. Die Fans erwarten eine Reaktion und mehr Konstanz in den Leistungen.
Die Mannschaft braucht Stabilität und eine klare Strategie. Der neue Trainer Lichtsteiner steht vor grossen Herausforderungen. Er muss die Spieler motivieren und eine erfolgreiche Taktik entwickeln. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der FC Basel die Kurve kriegen kann.





