Der FC Basel ist im Viertelfinal des Schweizer Cups ausgeschieden. Eine späte Niederlage gegen den FC St. Gallen besiegelte das Aus. Carlo Boukhalfa erzielte in der 93. Minute das entscheidende Tor für die Heimmannschaft im Kybunpark.
Wichtige Punkte
- FC Basel verliert im Cup-Viertelfinal gegen St. Gallen mit 1:2.
- Carlo Boukhalfa schiesst das Siegtor in der 93. Minute.
- Aliou Baldé brachte St. Gallen bereits nach 53 Sekunden in Führung.
- Giacomo Koloto erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für Basel.
- Für FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner war es die dritte Niederlage im dritten Spiel.
Spätes Drama im Kybunpark
Die Entscheidung fiel tief in der Nachspielzeit. Als viele bereits mit einer Verlängerung rechneten, nutzte Carlo Boukhalfa eine seiner Chancen. Er zog aus dem Strafraum ab und traf präzise ins lange Eck. Dieser Treffer in der 93. Minute liess die Fans des FC St. Gallen jubeln und beendete die Hoffnungen des FC Basel auf den Cup-Sieg.
Für den FC Basel bedeutet dieses Ergebnis eine herbe Enttäuschung. Nach dem Ausscheiden aus der Europa League und einem Rückstand von 13 Punkten auf Leader Thun in der Liga, scheinen die Saisonziele nun unerreichbar. Trainer Stephan Lichtsteiner musste in seinem dritten Spiel als verantwortlicher Coach die dritte Niederlage hinnehmen.
Faktencheck
- Tor St. Gallen: Aliou Baldé, 1. Minute (53 Sekunden)
- Tor Basel: Giacomo Koloto, 65. Minute
- Siegtor St. Gallen: Carlo Boukhalfa, 93. Minute
- Ergebnis: FC St. Gallen 2:1 FC Basel
Fulminanter Start der Heimmannschaft
Der FC St. Gallen legte einen Blitzstart hin. Bereits nach 53 Sekunden zappelte der Ball im Netz des Basler Tores. Aliou Baldé traf früh und setzte damit ein klares Zeichen. Dieser frühe Rückstand stellte den FC Basel vor eine schwierige Aufgabe.
Die Basler Mannschaft zeigte sich nach diesem Schock verunsichert. Es dauerte lange, bis sie ins Spiel fanden. Der erhoffte Trainereffekt unter Stephan Lichtsteiner, der Ludovic Magnin abgelöst hatte, blieb zunächst aus. Die Mannschaft wirkte müde und ideenlos.
«Uns hat nach dem harten Programm die Frische gefehlt», erklärte FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner nach dem Spiel.
Basler Hoffnung durch Koloto
In der 65. Minute keimte beim FC Basel neue Hoffnung auf. Der junge Joker Giacomo Koloto, erst 18 Jahre alt, erzielte per Kopf den Ausgleich. Es war sein erstes Tor als Profi für den FCB. Dieser Treffer schien die Basler wieder ins Spiel zu bringen und gab ihnen neuen Schwung.
Nach dem Ausgleich drängte der FC Basel auf den Führungstreffer. Doch die Abwehr von St. Gallen stand sicher. Die Heimmannschaft wollte eine Verlängerung unbedingt vermeiden und setzte auf Konter. Diese Taktik zahlte sich am Ende aus.
Hintergrundinformationen
Der Schweizer Cup ist der zweitwichtigste Fussballwettbewerb der Schweiz. Der Sieger qualifiziert sich für die UEFA Europa League. Für den FC Basel wäre ein Weiterkommen wichtig gewesen, um die enttäuschende Saison noch zu retten.
St. Gallen erreicht mit diesem Sieg zum ersten Mal seit vier Jahren wieder das Halbfinale. Dies ist ein grosser Erfolg für das Team von Trainer Enrico Maassen.
Reaktionen nach dem Spiel
Die Spieler und Trainer zeigten sich nach der Partie emotional. St. Gallens Torschütze Carlo Boukhalfa betonte die Teamleistung. «Heute gibt es nicht nur einen Helden», sagte er im Interview. Auch Captain Lukas Görtler war stolz auf seine Mannschaft: «Ich war selten so stolz auf diese Mannschaft.»
Auf Basler Seite herrschte grosse Enttäuschung. Der FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner sprach von fehlender Frische nach einem intensiven Programm. Die Mannschaft hatte in kurzer Zeit viele Spiele bestreiten müssen, was sich nun bemerkbar machte.
Die Fans des FC Basel müssen nun eine weitere Enttäuschung verkraften. Der Traum vom Cup-Sieg ist vorbei. Die Mannschaft muss sich nun auf die Liga konzentrieren, um die Saison nicht komplett abzuschreiben.
Ausblick auf die Halbfinals
Die Halbfinals des Schweizer Cups finden am 18. und 19. April statt. Neben St. Gallen haben sich auch Stade-Lausanne-Ouchy, GC und Yverdon für die nächste Runde qualifiziert. Diese vier Teams kämpfen nun um die begehrten Finaltickets.
Für den FC St. Gallen ist der Einzug ins Halbfinale ein wichtiger Schritt. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie auch unter Druck bestehen kann. Sie wird versuchen, diesen Schwung mit in die nächsten Spiele zu nehmen und den Traum vom Cup-Final weiterzuleben.





