Der FC Luzern trifft heute Nachmittag in der Swissporarena auf den FC Basel. Die Innerschweizer gehen nach fünf ungeschlagenen Ligaspielen, darunter zwei Siege in Folge, mit Rückenwind in die Partie. Für den FC Basel hingegen gestaltet sich die Situation unter dem neuen Trainer Stephan Lichtsteiner weiterhin schwierig. Die Basler suchen noch nach ihrer Form, während Luzern von Euphorie getragen wird.
Wichtige Punkte vor dem Anpfiff
- Luzern ist seit fünf Ligaspielen ungeschlagen, mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen.
- Der FC Basel hat unter Trainer Lichtsteiner in sechs Spielen nur einmal gewonnen.
- Luzern ist offensiv stark (48 Tore), Basel hingegen hat die viertschwächste Offensive der Liga (37 Tore).
- Beide Teams haben wichtige Ausfälle zu beklagen.
- Das Spiel könnte Luzern der Championship Group näherbringen und Basel in den Kampf um Europa verwickeln.
Formkurve: Luzerner Höhenflug, Basler Sorgen
Der FC Luzern hat sich in den letzten Wochen eindrucksvoll stabilisiert. Nach einer Phase, die vom Abstiegskampf geprägt war, hat das Team von Trainer Mario Frick eine bemerkenswerte Wende vollzogen. Fünf Spiele ohne Niederlage und zwei Siege in Serie gegen die Zürcher Stadtrivalen Grasshoppers (4:3) und FC Zürich (4:1) zeugen von neuem Selbstvertrauen und einer starken Offensive.
Die Innerschweizer erzielten in dieser Saison bereits 48 Tore und gehören damit zu den torgefährlichsten Mannschaften der Liga. Diese offensive Stärke soll heute gegen eine dezimierte Basler Abwehr genutzt werden. Die Euphorie rund um den Verein ist spürbar, und die leisen Hoffnungen auf einen Platz in den Top Sechs, der die Teilnahme an der Championship Group bedeuten würde, wachsen mit jedem Punktgewinn.
Fakten zur Begegnung
- Gesamtbilanz: 179 Duelle
- Siege FCB: 98
- Unentschieden: 34
- Siege FCL: 47
Basels schwieriger Start unter Lichtsteiner
Beim FC Basel herrscht hingegen eine angespannte Stimmung. Seit Stephan Lichtsteiner das Traineramt von Timo Schultz übernommen hat, konnte das Team wettbewerbsübergreifend in sechs Partien nur einen Sieg einfahren – zuhause gegen den FCZ. Die Bilanz ist ernüchternd und entspricht nicht den hohen Erwartungen am Rheinknie. Zuletzt gab es eine 0:2-Niederlage in Sion und ein 1:1-Unentschieden zuhause gegen Lugano, bei dem der FCB sogar zwei Elfmeter vergab.
"Vor allem offensiv hapert es unter Lichtsteiner gewaltig. In sechs Partien unter dem neuen Trainer erzielte Basel lediglich fünf Tore, zu wenig, um Spiele zu gewinnen."
Mit nur 37 Saisontoren stellt der FC Basel die viertschwächste Offensive der Liga. Ein Hauptgrund dafür ist die mangelnde Effizienz vor dem Tor: Der FCB hat bereits 55 Grosschancen vergeben, ein Höchstwert in der Liga. Trotz Bemühungen auf dem Transfermarkt konnte kein neuer Stürmer verpflichtet werden, lediglich Becir Omeragic wurde für die Defensive geholt, fällt heute aber gesperrt aus.
Personelle Situation und taktische Ausrichtungen
Beide Mannschaften müssen heute auf wichtige Spieler verzichten.
Die Aufstellung des FC Luzern
Mario Frick muss beim FC Luzern auf die verletzten Knezevic, Spadanuda und Zimmermann verzichten. Zudem fehlt Ciganiks krankheitsbedingt und Freimann ist gesperrt. Im Vergleich zum letzten Sieg gegen den FCZ gibt es nur eine Änderung: Willimann ersetzt den gesperrten Freimann in der Innenverteidigung. Der FC Luzern wird voraussichtlich in einem 4-3-1-2-System auflaufen.
Die Basler Kadermängel
Beim FC Basel sind Kaio Eduardo und Omeragic gesperrt. Verletzungsbedingt fallen Daniliuc, Hitz und van Breemen aus. Auch Ajeti steht nicht im Aufgebot. Stephan Lichtsteiner nimmt im Vergleich zum Lugano-Spiel drei Änderungen vor: Salvi ersetzt den verletzten Hitz im Tor, Tsunemoto startet anstelle von Rüegg als rechter Aussenverteidiger, und Kololli beginnt im Sturm für Ajeti. Der FC Basel wird in einer 4-2-3-1-Formation erwartet.
Bisherige Saisonduelle
In dieser Saison trafen der FC Luzern und der FC Basel bereits zweimal aufeinander. Ende September gewann der FCL auswärts in Basel mit 2:1. Mitte Dezember revanchierte sich der FCB und siegte ebenfalls mit 2:1 in Luzern. Das heutige Spiel ist somit das dritte direkte Duell der Saison, das über die Saisonbilanz entscheiden wird.
Tabellensituation und Ausblick
Die Ausgangslage für beide Teams ist klar, wenn auch mit unterschiedlichen Zielen verbunden.
Luzerns Ambitionen
Der FC Luzern liegt vor dem Spiel mit 30 Punkten auf Rang acht. Ein Sieg heute könnte die Chancen auf die Championship Group deutlich erhöhen. Der Rückstand auf die Top Sechs beträgt aktuell sechs Punkte, während der Vorsprung auf den Barrageplatz (GC) neun Zähler beträgt. Ein Heimsieg würde die Innerschweizer in eine komfortablere Position bringen und den Druck auf die Konkurrenz erhöhen.
Basels Kampf um Europa
Der FC Basel befindet sich mit 40 Punkten auf Rang fünf. Der Meistertitel ist bei 18 Punkten Rückstand nur noch theoretisch erreichbar. Stattdessen kämpfen die Basler um die europäischen Startplätze. Aktuell beträgt der Rückstand auf das drittplatzierte Lugano drei Punkte, der Vorsprung auf YB auf Rang sechs liegt bei vier Zählern. Ein Sieg in Luzern wäre entscheidend, um den Anschluss an die europäischen Ränge nicht zu verlieren und den Druck auf die oberen Teams aufrechtzuerhalten.
Die Partie wird von Schiedsrichter Alessandro Dudic geleitet. An den Linien assistieren ihm Jonas Erni und Nicolas Müller. Vierter Offizieller ist Nico Gianforte. Im VAR überwacht Michèle Schmölzer das Geschehen, unterstützt von AVAR Hüseyin Sanli.





