Ein weiteres Talent aus dem Nachwuchs des FC Basel verlässt den Club in Richtung Ausland. Der 20-jährige Flügelspieler Noah Streit hat einen langfristigen Vertrag bei CF Montreal in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) unterschrieben. Der Transfer ist definitiv und sichert dem FCB eine Beteiligung an einem möglichen zukünftigen Weiterverkauf.
Für Streit ist es der nächste grosse Karriereschritt, nachdem er die vergangene Saison auf Leihbasis bei Neuchâtel Xamax in der Challenge League verbrachte. In Kanada erhofft man sich vom jungen Schweizer einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Offensive.
Das Wichtigste in Kürze
- Noah Streit wechselt per sofort vom FC Basel zum CF Montreal in die MLS.
- Der 20-jährige Schweizer hat einen Vertrag bis 2029 mit einer Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben.
- Der FC Basel hat sich eine Weiterverkaufsbeteiligung für den Spieler gesichert.
- Streit durchlief seit 2017 sämtliche Nachwuchsstufen bei Rotblau und war zuletzt an Neuchâtel Xamax ausgeliehen.
Ein langfristiges Engagement in Kanada
Der Wechsel von Noah Streit nach Nordamerika ist keine kurzfristige Angelegenheit. Der junge Offensivspieler hat bei CF Montreal einen Mehrjahresvertrag unterzeichnet, der ihn bis Ende 2029 an den kanadischen Club bindet. Zusätzlich beinhaltet die Vereinbarung eine Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr bis 2030.
Diese lange Vertragslaufzeit unterstreicht das Vertrauen, das die Verantwortlichen von Montreal in das Potenzial des Schweizers setzen. Für den FC Basel bedeutet der Abgang den Verlust eines vielversprechenden Spielers aus der eigenen Jugendakademie, doch der Verein konnte sich finanziell absichern. Eine im Vertrag verankerte Weiterverkaufsbeteiligung stellt sicher, dass der FCB bei einem zukünftigen Transfer von Streit erneut profitieren würde.
Die Erwartungen in Montreal
CF Montreal hat die Verpflichtung auf seiner offiziellen Webseite bekannt gegeben und die Erwartungen an den Neuzugang klar formuliert. Man verspricht sich von Streit, dass er das Offensivspiel des Teams massgeblich beeinflussen wird. Seine Geschwindigkeit und seine Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins sollen der Mannschaft neue Impulse verleihen.
Der Wechsel in die MLS stellt für Streit eine sportliche Herausforderung dar. Die Liga hat in den letzten Jahren an Qualität und internationaler Aufmerksamkeit gewonnen und gilt als physisch anspruchsvoll. Für einen jungen Spieler bietet sie jedoch auch eine hervorragende Plattform, um sich weiterzuentwickeln und auf sich aufmerksam zu machen.
Streits Ausbildung beim FC Basel
Noah Streits Weg im professionellen Fussball ist eng mit dem FC Basel verbunden. Im Sommer 2017 wechselte der damals jugendliche Spieler von der Nachwuchsabteilung des FC Biel-Bienne 1896 in die renommierte Akademie von Rotblau. Dort durchlief er sämtliche Juniorenstufen und entwickelte sich zu einem der hoffnungsvollsten Talente seines Jahrgangs.
Leistungsdaten im Nachwuchs
In seiner Zeit bei der U21-Mannschaft des FC Basel sammelte Noah Streit wertvolle Erfahrungen im Männerfussball. In insgesamt 53 Pflichtspielen für die zweite Mannschaft erzielte er neun Treffer, eine solide Bilanz für einen Flügelspieler in diesem Alter.
Sein Talent blieb nicht unbemerkt, und der Club sah in ihm einen Spieler mit Potenzial für die erste Mannschaft. Um ihm jedoch die nötige Spielpraxis auf hohem Niveau zu ermöglichen, die für seine Entwicklung entscheidend ist, wurde eine Leihe angestrebt.
Die wichtige Station bei Neuchâtel Xamax
Im vergangenen Sommer machte Noah Streit den nächsten Schritt und wechselte auf Leihbasis zu Neuchâtel Xamax in die Challenge League. Dieser Wechsel erwies sich als entscheidend für seine Karriere. Unter professionellen Bedingungen konnte er sich regelmässig beweisen und an die Anforderungen des Erwachsenenfussballs gewöhnen.
In 18 Einsätzen für die Neuenburger zeigte er sein Können und trug direkt zu den Ergebnissen des Teams bei. Ihm gelangen zwei Tore und zwei Torvorlagen. Diese Leistungen in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse machten ihn nicht nur für Xamax zu einem wertvollen Spieler, sondern zogen auch die Aufmerksamkeit internationaler Scouts auf sich.
Die Challenge League als Sprungbrett
Die Challenge League hat sich in den letzten Jahren als eine wichtige Ausbildungsliga für junge Talente etabliert. Spieler können hier erste Erfahrungen im Profifussball sammeln und sich für grössere Ligen in der Schweiz oder im Ausland empfehlen. Der Weg von Noah Streit ist ein weiteres Beispiel dafür, wie eine erfolgreiche Leihe die Tür zu einer internationalen Karriere öffnen kann.
Ein weiterer Umbruch beim FC Basel
Der Abgang von Noah Streit ist ein weiterer Baustein im personellen Umbruch, den der FC Basel derzeit durchläuft. Der Club setzt vermehrt darauf, talentierte Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu fördern und ihnen den Sprung in den Profifussball zu ermöglichen. Gleichzeitig gehören Transfers von jungen Spielern ins Ausland zum Geschäftsmodell des Vereins.
Während der Verlust eines selbst ausgebildeten Talents immer auch schmerzt, ermöglichen die Transfereinnahmen und Weiterverkaufsbeteiligungen dem Club, finanziell stabil zu bleiben und in neue Talente zu investieren. Für Noah Streit beginnt nun ein neues Kapitel in seiner Karriere. Er hat die Chance, sich in einer aufstrebenden Liga zu etablieren und seinen Traum vom Profifussball in Nordamerika zu verwirklichen.





