Der EuroAirport Basel-Mülhausen (EAP) modernisiert seine Abfertigungsprozesse grundlegend. Reisende können ab sofort einen Grossteil des Check-ins selbstständig durchführen. Diese Neuerung soll Wartezeiten verkürzen und den Reisekomfort deutlich erhöhen. Zunächst profitieren Passagiere von Easyjet von den neuen Automaten, weitere Airlines sollen bald folgen.
Wichtigste Punkte
- 24 Check-in-Kioske und 14 Self Bag Drop-Automaten in Betrieb
- Easyjet-Passagiere können sofort nutzen, Wizz Air folgt bald
- Ziel: Kürzere Wartezeiten und vereinfachte Abläufe
- Modernisierung der Halle 3 bis Mai abgeschlossen
- Swissport bleibt für Gesamtkoordination zuständig
Automatisierung für mehr Effizienz
Der EuroAirport setzt auf Automatisierung, um den Passagierfluss zu optimieren. Insgesamt stehen nun 24 Check-in-Kioske und 14 Self Bag Drop-Automaten bereit. Diese Geräte befinden sich in den Hallen 2 und 4. Die Einführung ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der Flughafen-Infrastruktur.
Passagiere können an den Kiosken ihre Bordkarte und Gepäckanhänger selbst ausdrucken. Anschliessend geben sie ihr Gepäck an den Self Bag Drop-Automaten ab. Dieser Prozess soll den gesamten Check-in-Vorgang beschleunigen und flexibler gestalten.
Faktencheck
- Anzahl Kioske: 24
- Anzahl Bag Drop-Automaten: 14
- Start: Sofort für Easyjet
- Erweiterung: Halle 3 ab Mai
Easyjet macht den Anfang, Wizz Air folgt
Zum Start des neuen Systems profitieren vor allem Easyjet-Kunden. Manuela Witzig, Sprecherin des EAP, bestätigte, dass Easyjet die erste Airline ist, die das Angebot nutzt. Schon bald soll auch Wizz Air dazukommen. Die Flughafenleitung plant, weitere Fluggesellschaften in das automatisierte System zu integrieren.
Die Umstellung wird eng mit dem Bodendienstleister Swissport koordiniert. Swissport bleibt weiterhin für die Gesamtkoordination des Check-ins verantwortlich. Dies gewährleistet einen reibungslosen Übergang und die Unterstützung der Reisenden bei Bedarf.
Verbesserter Reisekomfort und weniger Stress
Der Flughafen erhofft sich von der Automatisierung mehrere Vorteile. Dazu gehören reduzierte Wartezeiten, vereinfachte Abläufe und ein erhöhter Reisekomfort für die Passagiere. Lange Schlangen an den traditionellen Check-in-Schaltern sollen damit der Vergangenheit angehören.
Die Möglichkeit, den Check-in selbst zu steuern, gibt Reisenden mehr Kontrolle über ihren Ablauf. Dies kann den Stress vor dem Flug mindern. Besonders für erfahrene Reisende, die den Prozess schnell erledigen möchten, ist dies eine willkommene Neuerung.
Hintergrund der Modernisierung
Flughäfen weltweit investieren in automatisierte Lösungen, um dem steigenden Passagieraufkommen gerecht zu werden. Die Digitalisierung des Check-ins ist ein globaler Trend. Sie zielt darauf ab, Betriebsabläufe zu optimieren und das Kundenerlebnis zu verbessern. Der EuroAirport folgt damit einer Entwicklung, die an vielen internationalen Drehkreuzen bereits etabliert ist.
Zukünftige Pläne und weitere Modernisierungen
Die Modernisierung des EuroAirports ist noch nicht abgeschlossen. Ab Mai wird auch die modernisierte Halle 3 mit den neuen Geräten ausgestattet sein. Dies erweitert die Kapazität des Self-Service-Angebots erheblich. In Halle 1 bleiben die Abläufe vorerst unverändert.
Die schrittweise Einführung ermöglicht es dem Flughafen, Erfahrungen zu sammeln und das System bei Bedarf anzupassen. Die Zusammenarbeit mit den Airlines ist dabei entscheidend für den Erfolg. Das Ziel ist eine umfassende Verbesserung des gesamten Reiseerlebnisses am EuroAirport.
Wirtschaftliche und politische Entwicklungen
Während der EuroAirport seine Infrastruktur modernisiert, blickt die globale Wirtschaft auf weitere Herausforderungen. Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins unverändert gelassen. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer hohen Arbeitslosenquote und Inflation. Zehn von zwölf Mitgliedern stimmten für diesen Schritt, der den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent belässt.
Auch die geopolitische Lage bleibt angespannt. Friedrich Merz, CDU-Chef, sprach auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Ära der Machtpolitik. Er betonte, dass die Weltordnung im Wandel sei und Stärke wieder eine zentrale Rolle spiele.
„This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place.“
Friedrich Merz, Bundeskanzler (Davos, 22.01.2026)
Merz verwies auf den Krieg in der Ukraine und Chinas wachsenden Einfluss. Europa müsse seine Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit neu bewerten. Auch die Beziehungen zwischen der EU und den USA sind angespannt. Nach Drohungen von US-Präsident Trump mit Zöllen im Streit um Grönland könnte es zu milliardenschweren Gegenmassnahmen der EU kommen. Diese globalen Entwicklungen beeinflussen auch die regionale Wirtschaft und den Reiseverkehr.





