Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement hat mit den Arbeiten zur Beseitigung einer bekannten Gefahrenstelle für Velofahrende im Gundeldinger-Quartier begonnen. Für rund 50'000 Franken werden die flachen Trottoirränder an der Güterstrasse abgeschliffen, um die Sturzgefahr zu reduzieren. Die Massnahme folgt auf zahlreiche Unfälle an diesem neuralgischen Punkt.
Ein lange bekanntes Problem findet eine Lösung
Seit Jahren beklagen Velofahrerinnen und Velofahrer die Situation an der Güterstrasse. Die sehr flach abfallenden Kanten des Trottoirs wurden regelmässig zur Falle. Insbesondere bei Nässe oder Unachtsamkeit konnten die Vorderräder leicht abrutschen, was zu Stürzen führte. Lokale Veloverbände und Anwohner hatten wiederholt auf die Gefahr aufmerksam gemacht.
Das Bau- und Verkehrsdepartement reagiert nun auf die anhaltende Kritik und die Unfallmeldungen. Die Verantwortlichen haben bestätigt, dass die bauliche Situation als ungenügend eingestuft wurde und Handlungsbedarf besteht. Die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmenden habe Priorität.
Das Wichtigste in Kürze
- Ort: Güterstrasse im Gundeldinger-Quartier, Basel.
- Problem: Flache Trottoirränder führten zu wiederholten Stürzen von Velofahrenden.
- Massnahme: Die Kanten werden maschinell abgeschliffen, um eine sanftere Neigung zu schaffen.
- Kosten: Das Projekt ist mit 50'000 Franken budgetiert.
- Ziel: Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Veloverkehr an einem bekannten Unfallschwerpunkt.
Technische Umsetzung und Kosten
Die Sanierung ist technisch unkompliziert, aber präzise. Spezialmaschinen kommen zum Einsatz, um die harten Kanten des Trottoirs abzutragen und einen sanfteren Übergang zur Fahrbahn zu schaffen. Dieser Vorgang wird als "Abschleifen" bezeichnet und sorgt dafür, dass Veloreifen nicht mehr abrupt hängen bleiben können.
Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr und die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Dennoch kann es zu kurzzeitigen Behinderungen kommen. Das Departement bittet um Verständnis für die notwendigen Massnahmen.
Zahlen und Fakten
Die Investition von 50'000 Franken zielt direkt darauf ab, die Infrastruktur für den Veloverkehr zu verbessern. Solche punktuellen Sanierungen sind Teil einer umfassenderen Strategie der Stadt Basel, die Velosicherheit im gesamten Stadtgebiet systematisch zu erhöhen und Unfallschwerpunkte zu eliminieren.
Hintergrund: Velosicherheit als politischer Dauerbrenner
Die Sicherheit von Velofahrenden ist in Basel ein zentrales verkehrspolitisches Thema. Die Stadt fördert den Veloverkehr aktiv als umweltfreundliche und gesunde Alternative zum Auto. Mit dem Ausbau der Veloinfrastruktur steigt jedoch auch die Notwendigkeit, bestehende Gefahrenstellen zu identifizieren und zu beheben.
Sogenannte "Velofallen" wie die in der Güterstrasse sind oft unscheinbare bauliche Mängel, die grosse Auswirkungen haben können. Dazu gehören nicht nur unglücklich gestaltete Randsteine, sondern auch Tramschienen, schlecht platzierte Gullydeckel oder unübersichtliche Kreuzungen.
Definition "Velofalle"
Als "Velofalle" bezeichnet man eine bauliche Gegebenheit im Strassenraum, die für Velofahrende eine unerwartete und hohe Sturzgefahr darstellt. Oft sind dies kleine Details wie scharfe Kanten, Längsrillen oder Spalten, in denen sich schmale Veloreifen leicht verkeilen können. Die Beseitigung solcher Fallen ist ein wichtiger Beitrag zur Unfallprävention.
Ein Schritt zu einem sichereren Velo-Alltag
Die Sanierung in der Güterstrasse ist ein konkretes Beispiel dafür, wie die Stadt auf die Anliegen der Bevölkerung reagiert und die Sicherheit im Strassenverkehr verbessert. Obwohl die Kosten von 50'000 Franken auf den ersten Blick hoch erscheinen mögen, stehen sie in einem angemessenen Verhältnis zu den potenziellen Folgekosten von Unfällen, die dadurch verhindert werden können.
Für die vielen Pendler und Anwohner, die täglich mit dem Velo durch das Gundeli fahren, bedeutet die Massnahme eine spürbare Erleichterung. Sie können die Strecke künftig mit einem geringeren Risiko befahren. Es bleibt zu hoffen, dass weitere bekannte Gefahrenstellen in der Stadt ebenso konsequent angegangen werden.





