Am Mittwochabend ereignete sich in Basel eine beunruhigende Unfallserie, bei der ein betrunkener Autofahrer mehrere Fahrzeuge touchierte und zwei Personen verletzte. Die Fahrt des 41-jährigen Mannes endete erst in Riehen, wo er von Grenzschutzbeamten gestoppt wurde.
Wichtige Details
- Ein 41-jähriger Autofahrer verursachte eine Unfallserie.
- Zwei Personen wurden bei den Kollisionen verletzt.
- Der Atemalkoholwert des Fahrers betrug 1,62 mg/L.
- Die Fahrt erstreckte sich von der Grosspeterstrasse bis nach Riehen.
- Der Fahrer wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung festgenommen.
Verfolgungsjagd durch die Stadt
Die Ereignisse nahmen ihren Lauf, als kurz nach 20 Uhr die ersten Meldungen bei der Kantonspolizei Basel-Stadt eingingen. Ein schwarzer Audi touchierte in der Grosspeterstrasse, nahe der Jacob Burkhardt-Strasse, mehrere parkierte Fahrzeuge. Zeugen berichteten von einem unkontrollierten Fahrverhalten.
Die Fahrt des Audi-Lenkers war damit jedoch nicht beendet. Nach den ersten Kollisionen setzte er seine Fahrt fort. Die Einsatzkräfte erhielten weitere Notrufe, die auf zusätzliche Unfälle hinwiesen. Das Fahrzeug schien dabei eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen, indem es diverse Fahrzeugteile verlor und Strassenabsperrungen beschädigte.
Faktencheck
- Startpunkt: Grosspeterstrasse, nach Jacob Burkhardt-Strasse.
- Erste Meldung: Kurz nach 20 Uhr am Mittwoch, 29. Juli 2026.
- Betroffene Fahrzeuge: Mehrere parkierte und entgegenkommende Fahrzeuge.
Verletzte und hohe Promillewerte
Bei den Zusammenstössen wurden mindestens zwei Personen verletzt. In einem der zuerst touchierten Fahrzeuge sass der Lenker, der nach der Kollision über Nackenschmerzen klagte. Eine weitere Verletzte ist eine 63-jährige Fahrerin eines entgegenkommenden Fahrzeugs. Sie musste von der Sanität Basel-Stadt zur weiteren Behandlung nach Lörrach ins Krankenhaus gebracht werden.
Der Fahrer des Audis, ein 41-jähriger Mann, wurde schliesslich in Riehen, in der Äusseren Baslerstrasse, kurz vor der Rauracherstrasse, gestoppt. Mitarbeiter des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit hielten ihn bis zum Eintreffen der Kantonspolizei fest. Eine Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 1,62 mg/L. Dieser Wert liegt weit über dem gesetzlich erlaubten Maximum und deutet auf eine massive Beeinträchtigung hin.
Die Verkehrspolizei hat umgehend Ermittlungen aufgenommen, um den gesamten Unfallhergang zu rekonstruieren und mögliche weitere Schäden festzustellen.
Der Weg des Chaos
Die bisherigen Ermittlungen der Verkehrspolizei zeichnen eine lange und gefährliche Route des Unfallfahrers nach. Der Audi-Lenker fuhr an der Autobahneinfahrt Wolf auf die Autobahn A2. Er verliess diese bei der Ausfahrt Basel-Wettstein wieder.
Anschliessend setzte er seine Fahrt über die Schwarzwaldbrücke und durch die Schwarzwaldstrasse fort. Dort kollidierte er auf Höhe des Parkhauses Badischer Bahnhof mit der Parkhausmauer. Danach bog er in die Riehenstrasse ab, wo es kurz vor der Hermann Albrecht-Strasse zu der Kollision mit dem entgegenkommenden Fahrzeug kam, bei der die 63-jährige Fahrerin verletzt wurde.
Hintergrund der Ermittlungen
Die Verkehrspolizei untersucht nun, ob auf der Fahrtroute des Audis noch weitere Fahrzeuge beschädigt wurden, die bisher nicht gemeldet wurden. Solche umfangreichen Unfallserien erfordern detaillierte Spurensicherung und Zeugenbefragungen, um alle betroffenen Parteien zu identifizieren und den genauen Ablauf zu klären.
Rechtliche Konsequenzen und Zeugenaufruf
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt wurde der 41-jährige Autofahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung festgenommen. Ihm drohen nun weitreichende rechtliche Konsequenzen, die über eine Geldstrafe hinausgehen könnten, insbesondere aufgrund der Alkoholisierung und der verursachten Verletzungen.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Allfällige weitere Geschädigte, die entlang der genannten Fahrtroute Schäden an ihren Fahrzeugen oder Eigentum feststellen, sowie Personen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei zu melden. Die Kontaktaufnahme ist telefonisch unter 061 208 06 00 oder per E-Mail an mobileverkehrspolizei@jsd.bs.ch möglich.
Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Gefahren von Alkohol am Steuer und die Notwendigkeit, sich stets verantwortungsbewusst im Strassenverkehr zu verhalten. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat oberste Priorität.





