Basel-Stadt lanciert dieses Jahr erneut die Mobilitäts-Challenge «31DAYS Basel». Ziel ist es, Pendlerinnen und Pendler dazu zu bewegen, für einen Monat auf das Auto zu verzichten und stattdessen den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Erstmals richtet sich das Angebot auch an Grenzgänger aus Deutschland und Frankreich.
Wichtige Punkte
- Basel-Stadt bietet einen Monat Gratis-ÖV für Autoverzicht.
- Die Challenge zielt erstmals auch auf Grenzgänger ab.
- Teilnehmende erhalten ein umfassendes Mobilitätspaket.
- Im Vorjahr wurden 124 Tonnen CO2 eingespart.
- Kanton Basel-Stadt investiert 185'000 Franken.
Mobilitäts-Challenge «31DAYS Basel» weitet sich aus
Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) von Basel-Stadt hat die Details zur diesjährigen Mobilitäts-Challenge «31DAYS Basel» bekannt gegeben. Bis zu 1000 Personen sollen die Möglichkeit erhalten, einen Monat lang gratis mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Die einzige Bedingung: Sie lassen ihr Auto stehen.
Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Pendlerverkehr der trinationalen Region. Sowohl Personen, die aus der Agglomeration nach Basel pendeln, als auch jene, die aus Basel in die Agglomeration fahren, können teilnehmen. Dies schliesst nun auch die grenznahen Gebiete in Deutschland und Frankreich ein.
Faktencheck
- Teilnehmerzahl: Bis zu 1000 Personen in Basel-Stadt.
- Zeitraum: Gestaffelt von August bis Oktober.
- Kostenbeteiligung: Kanton Basel-Stadt beteiligt sich mit 185'000 Franken.
- Schweizweites Ziel: 10'000 Teilnehmende in der gesamten Schweiz.
Umfassendes Mobilitätspaket für Teilnehmende
Wer an der Challenge teilnimmt, erhält ein massgeschneidertes Mobilitätspaket. Dieses umfasst je nach Wohnort ein Generalabonnement (GA), eine Regiocard Plus oder einen Distripass TNW. Diese Billette ermöglichen die freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr.
Zusätzlich erhalten die Teilnehmer Zugang zu verschiedenen Sharing-Diensten. Dazu gehören das Carsharing-Angebot von Mobility sowie die Bike- und Trottinett-Sharing-Angebote von Publibike und Dott. Dies soll den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel so einfach und attraktiv wie möglich gestalten.
Grenzüberschreitende Reichweite
Die Ausweitung der Challenge auf Grenzgänger ist ein wichtiger Schritt. Viele Menschen aus Deutschland und Frankreich pendeln täglich in die Region Basel. Indem sie ebenfalls an der Aktion teilnehmen können, hofft Basel-Stadt, den Druck auf das Strassennetz zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern.
Die Möglichkeit, den öffentlichen Verkehr über einen längeren Zeitraum kostenlos zu testen, soll eine nachhaltige Verhaltensänderung fördern. Es geht darum, neue Gewohnheiten zu etablieren, die über den Aktionsmonat hinaus Bestand haben.
Erfolge des Vorjahres und zukünftige Ziele
Die erste Ausgabe der Challenge im vergangenen Jahr war bereits erfolgreich. In Basel-Stadt und Baselland nahmen 1178 Personen teil. Diese Aktion führte dazu, dass 526 Autos für jeweils einen Monat nicht benutzt wurden. Das BVD schätzt, dass dadurch 124 Tonnen CO2 eingespart werden konnten.
Ein bemerkenswertes Ergebnis war, dass jeder sechste teilnehmende Haushalt nach der Challenge sein Auto verkauft hat. Dies zeigt das Potenzial solcher Initiativen, langfristige Veränderungen im Mobilitätsverhalten zu bewirken.
«Unser Ziel ist es, Menschen, die normalerweise auf das Auto angewiesen sind, die Möglichkeit zu geben, alternative Verkehrsmittel unter realen Alltagsbedingungen auszuprobieren», erklärt das Bau- und Verkehrsdepartement. «Gleichzeitig reduzieren wir Treibhausgasemissionen und schaffen mehr Platz im öffentlichen Raum.»
Hintergrund der Initiative
Die Mobilitäts-Challenge ist Teil eines schweizweiten Projekts. Mehrere Kantone und Städte unterstützen diese Initiative. Der Kanton Basel-Stadt leistet über den Mobilitätsfonds einen Beitrag von 185'000 Franken zur Durchführung. Das übergeordnete Ziel für dieses Jahr ist es, schweizweit 10'000 Teilnehmende zu gewinnen.
Die Initiative trägt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei. Sie hilft auch, Flächen zu entlasten, die sonst durch parkierte Autos blockiert wären. Dies erhöht auch die Verkehrssicherheit in städtischen Gebieten.
Nachhaltige Mobilität für eine bessere Zukunft
Die «31DAYS Basel» Challenge ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Städte und Kantone aktiv die nachhaltige Mobilität fördern können. Durch finanzielle Anreize und die Bereitstellung umfassender Mobilitätslösungen wird der Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr erleichtert.
Langfristig soll dies nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die Lebensqualität in der Stadt verbessern. Weniger Autoverkehr bedeutet weniger Lärm, sauberere Luft und mehr Raum für Menschen und Grünflächen.
Die positiven Rückmeldungen und die messbaren Erfolge des Vorjahres bestärken die Organisatoren in ihrem Vorhaben. Es bleibt abzuwarten, wie viele Grenzgänger sich dieses Jahr für die Challenge begeistern lassen und welche weiteren positiven Effekte erzielt werden können.





