Die renommierte Ausstellung «Wildlife Photographer of the Year» hat im Naturhistorischen Museum Basel ihre Tore geöffnet und erweist sich bereits als Publikumsmagnet. Die Schau, die vom Natural History Museum in London kuratiert wird, präsentiert die eindrucksvollsten Naturfotografien des Jahres und startet ihre weltweite Tournee traditionell in Basel, wo sie Zehntausende von Besuchern anzieht.
Die prämierten Bilder fangen seltene Momente aus dem Tierreich ein und erzählen Geschichten von Überlebenskampf, Schönheit und der Zerbrechlichkeit unseres Planeten. Sie sind das Ergebnis von monatelanger Geduld, technischer Perfektion und einem tiefen Verständnis für die Natur.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Ausstellung «Wildlife Photographer of the Year» ist im Naturhistorischen Museum Basel zu sehen.
- Sie zeigt die 100 besten Naturfotografien des Jahres, ausgewählt von einer internationalen Jury.
- Basel ist die erste Station der weltweiten Wanderausstellung nach der Premiere in London.
- Die Bilder thematisieren nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch drängende Umweltthemen und den Artenschutz.
Ein globales Ereignis startet in Basel
Jedes Jahr kürt das Natural History Museum in London die besten Naturfotografen der Welt. Der Wettbewerb gilt als einer der prestigeträchtigsten seiner Art und zieht Tausende von Einsendungen aus fast 100 Ländern an. Nur die besten 100 Bilder schaffen es in die finale Auswahl und werden Teil einer globalen Wanderausstellung.
Für Basel ist es eine besondere Ehre, der erste Ausstellungsort nach der Londoner Premiere zu sein. Dies unterstreicht die Bedeutung des Naturhistorischen Museums in der internationalen Museumslandschaft. Die Ausstellung ist bekannt dafür, ein breites Publikum anzusprechen – von Familien über Kunstliebhaber bis hin zu passionierten Fotografen.
Hintergrund des Wettbewerbs
Der Wettbewerb «Wildlife Photographer of the Year» wurde 1965 ins Leben gerufen. Ursprünglich mit nur wenigen hundert Einsendungen gestartet, hat er sich zu einem globalen Phänomen mit fast 50.000 Einreichungen pro Jahr entwickelt. Die Jury bewertet nicht nur die ästhetische Qualität, sondern auch die Originalität und die ethische Vorgehensweise bei der Aufnahme der Bilder.
Geschichten hinter den Bildern
Jedes Foto in der Ausstellung ist mehr als nur eine schöne Aufnahme. Es ist ein Fenster in eine andere Welt und erzählt eine einzigartige Geschichte. Die Bilder zeigen dramatische Jagdszenen in der Savanne, das stille Leben unter der arktischen Eisdecke oder das farbenfrohe Balzverhalten seltener Vogelarten im Regenwald.
Die Fotografen investieren oft Wochen oder sogar Monate, um den perfekten Moment einzufangen. Sie harren bei extremen Temperaturen aus, tauchen in unbekannte Tiefen oder klettern auf die höchsten Gipfel. Dieser enorme Aufwand wird in der technischen Brillanz und der emotionalen Tiefe jedes einzelnen Bildes sichtbar.
Besonders eindrücklich sind oft die Bilder, die das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Tier thematisieren. Sie zeigen die Auswirkungen von Umweltverschmutzung, Wilderei oder dem Verlust von Lebensräumen und regen zum Nachdenken über unseren eigenen Einfluss auf den Planeten an.
Das Auge eines Experten
Die Ausstellung zieht nicht nur Laien, sondern auch Fachleute an. Ein lokaler Fotograf des Basler Zoos, der die Ausstellung besuchte, zeigte sich tief beeindruckt von der Qualität der Arbeiten. Er betonte, wie schwierig es ist, solche Momente festzuhalten.
«Man sieht hier nicht nur technisches Können, sondern vor allem unendliche Geduld und Respekt vor dem Tier. Einige dieser Aufnahmen sind das Ergebnis von hunderten Stunden des Wartens. Es geht darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dabei unsichtbar zu bleiben.»
Für ihn sind die Bilder eine wichtige Inspirationsquelle. Sie zeigen neue Perspektiven und Techniken, aber vor allem erinnern sie daran, warum der Schutz dieser Tiere und ihrer Lebensräume so entscheidend ist. «Diese Fotos sind Botschafter für die Wildnis», fügte er hinzu. Sie ermöglichen es den Menschen, eine emotionale Verbindung zu Tieren aufzubauen, die sie sonst nie sehen würden.
Fakten zur Ausstellung
- Anzahl der Bilder: 100 prämierte Fotografien
- Kategorien: Von Tierporträts über Unterwasserwelten bis hin zu Fotojournalismus
- Besonderheit: Grossformatige, beleuchtete Drucke, die jedes Detail sichtbar machen
- Zielgruppe: Für alle Altersgruppen geeignet, inklusive spezieller Informationen für Kinder
Eine Mahnung zum Schutz der Natur
Neben der reinen Ästhetik hat die Ausstellung auch eine klare Botschaft: Unsere Natur ist verletzlich und braucht unseren Schutz. Viele der gezeigten Arten sind vom Aussterben bedroht, ihre Lebensräume schwinden in alarmierendem Tempo. Die Fotografien dienen als eindringlicher Appell, das Bewusstsein für diese Probleme zu schärfen.
Die begleitenden Texte zu den Bildern liefern wichtige Hintergrundinformationen über die Tiere, ihr Verhalten und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind. So wird der Museumsbesuch zu einer lehrreichen Erfahrung, die lange nachwirkt.
Die Ausstellung «Wildlife Photographer of the Year» im Naturhistorischen Museum Basel ist somit nicht nur eine Zelebrierung der Fotokunst, sondern auch ein wichtiges Plädoyer für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie bietet eine seltene Gelegenheit, die Wunder der Natur aus nächster Nähe zu erleben und sich von ihrer Schönheit und Fragilität berühren zu lassen.





