Ein herzzerreissender Vorfall ereignete sich am vergangenen Sonntag in Weil am Rhein: Eine Mischlingshündin wurde am Yachthafen in Märkt ausgesetzt. Das Tier war an einem Abflussgitter unter einer Unterführung festgeleint. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach den mutmasslichen Besitzern, die vermutlich aus Frankreich stammen.
Wichtigste Punkte
- Hündin am Yachthafen Märkt festgeleint aufgefunden.
- Passantin Lisa B. entdeckte das Tier bei ihrem Spaziergang.
- Polizei sucht mutmassliche französische Besitzer.
- Aussetzung von Tieren ist eine Straftat.
- Öffentlichkeit wird um Mithilfe gebeten, auch über soziale Medien.
Entdeckung am Rheinufer
Lisa B., eine Bewohnerin aus Haltingen, machte die traurige Entdeckung. Sie war am Sonntag mit ihrer eigenen Mischlingshündin Perla am Rheinufer unterwegs. Ihr Spaziergang führte sie vom Yachthafen in Märkt entlang des Rheins in Richtung Stauwehr. Dort, unter einer Unterführung, bemerkte sie das hilflose Tier.
Die Hündin war an einem Abflussgitter festgebunden und schien verzweifelt. Lisa B. zögerte nicht lange. Sie nahm die ausgesetzte Hündin mit sich und brachte sie in Sicherheit. Dieser Akt der Tierliebe führte dazu, dass sie an diesem Tag mit zwei Hündinnen nach Hause zurückkehrte.
Faktencheck Tieraussetzung
- In der Schweiz ist das Aussetzen von Tieren gemäss Tierschutzgesetz strafbar.
- Es kann mit Bussen oder in schweren Fällen mit Freiheitsstrafen geahndet werden.
- Die Verantwortung für ein Tier endet nicht mit dem Aussetzen.
Suche nach den Besitzern
Die örtliche Polizei wurde umgehend über den Vorfall informiert. Sie hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Verantwortlichen zu finden. Ersten Erkenntnissen zufolge könnten die Besitzer der Hündin aus Frankreich stammen. Dies erschwert die Suche, da grenzüberschreitende Ermittlungen notwendig sind.
Die Beamten setzen auf die Mithilfe der Bevölkerung. Sie bitten Zeugen, die Beobachtungen am Yachthafen in Märkt gemacht haben, sich zu melden. Auch über soziale Medien wird versucht, Hinweise zu sammeln. Die Hoffnung ist gross, dass die mutmasslichen Täter zur Rechenschaft gezogen werden können.
"Das Aussetzen eines Tieres ist nicht nur ein Akt der Grausamkeit, sondern auch eine Straftat. Wir nehmen solche Fälle sehr ernst und setzen alles daran, die Verantwortlichen zu ermitteln."
Die Rolle der sozialen Medien
In Zeiten digitaler Vernetzung spielen soziale Medien eine immer wichtigere Rolle bei der Aufklärung solcher Fälle. Die Geschichte der ausgesetzten Hündin verbreitete sich schnell online. Viele Menschen teilen die Beiträge und hoffen, so zur Identifizierung der Besitzer beitragen zu können. Dies zeigt die grosse Anteilnahme der Gemeinschaft am Schicksal des Tieres.
Die viralen Effekte von Facebook und Co. können in solchen Situationen entscheidend sein. Jedes geteilte Bild, jeder Kommentar kann einen wertvollen Hinweis liefern. Die Polizei prüft alle eingehenden Informationen sorgfältig.
Hintergrund: Tierschutz in der Region
Die Region Basel, einschliesslich Weil am Rhein, hat eine aktive Tierschutzszene. Zahlreiche Organisationen und Freiwillige setzen sich für das Wohl von Tieren ein. Fälle von Aussetzung oder Misshandlung werden hier besonders ernst genommen und stossen auf breite Empörung in der Bevölkerung. Tierheime und Pflegestellen sind oft an ihren Kapazitätsgrenzen, leisten aber unverzichtbare Arbeit.
Konsequenzen für Tieraussetzer
Wer ein Tier aussetzt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. In Deutschland, wie auch in der Schweiz, ist dies eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat, die mit hohen Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen geahndet werden kann. Das Tierschutzgesetz schützt Tiere als Lebewesen und verbietet es, ihnen unnötige Leiden, Schmerzen oder Schäden zuzufügen.
Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, die genauen Umstände der Aussetzung zu klären. Es wird geprüft, ob die Hündin gechipt ist und ob es weitere Spuren gibt, die zu den ehemaligen Haltern führen könnten. Der Fall unterstreicht erneut die Notwendigkeit, Tiere nicht nur anzuschaffen, sondern auch die volle Verantwortung für sie zu übernehmen.
Wie geht es der Hündin?
Nach ihrer Rettung wurde die Hündin tierärztlich untersucht. Sie ist nun in Obhut und wird versorgt. Ihr Zustand ist stabil, und sie erholt sich von dem traumatischen Erlebnis. Für das Tier beginnt nun ein neues Kapitel. Es wird gehofft, dass sie bald ein liebevolles Zuhause findet, in dem sie sicher und geborgen leben kann.
Der Vorfall dient als Mahnung an alle Tierhalter, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein. Tiere sind keine Wegwerfartikel, sondern Lebewesen, die Fürsorge und Schutz benötigen. Das Aussetzen eines Tieres ist niemals eine Lösung für Probleme, die mit seiner Haltung verbunden sind.





