Der Zoo Basel hat ein neues, fünfjähriges Weibchen Afrikanischer Wildhunde aus dem Safaripark Beekse Bergen in den Niederlanden aufgenommen. Die Ankunft des Tieres im Mai 2025 markiert einen wichtigen Schritt für die Zucht dieser bedrohten Art. Das Weibchen wurde mit einem gleichaltrigen Rüden aus Basler Zucht zusammengeführt. Die ersten Tage der Zusammenführung verliefen vielversprechend.
Wichtige Punkte
- Neues Wildhund-Weibchen aus den Niederlanden im Zoo Basel.
- Zusammenführung mit Basler Rüden verlief ruhig.
- Ziel ist die Bildung eines neuen Zuchtrudels.
- Afrikanische Wildhunde sind eine stark bedrohte Art.
Die Ankunft und erste Begegnung
Das fünfjährige Wildhund-Weibchen kam im Mai dieses Jahres in Basel an. Der Transport aus dem niederländischen Safaripark Beekse Bergen war sorgfältig geplant. Es handelt sich um einen wichtigen Beitrag zur europäischen Zuchtkoordination. Die Integration in ein neues Rudel ist für diese sozialen Tiere entscheidend.
Im Zoo Basel traf das Weibchen auf einen fünfjährigen Rüden. Dieser Rüde wurde im Basler Zoo geboren und hat seine beiden Brüder erst kürzlich verabschiedet. Sie zogen im Mai nach England in den Dudley Zoo, um dort neue Rudel zu gründen. Diese Austauschprogramme sind Standard in modernen Zoos.
Interessanter Fakt
Afrikanische Wildhunde sind für ihre komplexen sozialen Strukturen bekannt. Rudel bestehen oft aus bis zu 20 Tieren. Die Koordination bei der Jagd ist beeindruckend.
Herausforderungen der Zusammenführung
Die Zusammenführung zweier erwachsener Wildhunde ist eine heikle Angelegenheit. Kurator Fabian Schmidt vom Zoo Basel beschreibt den Prozess als anspruchsvoll, aber erfolgreich. "Die Zusammenführung ist nicht einfach, verlief aber sehr ruhig", so Schmidt. Das Gehege wurde anfänglich durch ein Netz geteilt. Dies ermöglichte den Tieren, sich schrittweise aneinander zu gewöhnen.
Der Zoo Basel verfügt über langjährige Erfahrung in der Haltung und Zucht von Afrikanischen Wildhunden. Diese Expertise ist entscheidend für den Erfolg solcher Projekte. Die Mitarbeiter beobachten die Tiere genau, um Stress oder Konflikte frühzeitig zu erkennen.
"Die Zusammenführung ist nicht einfach, verlief aber sehr ruhig."
Fabian Schmidt, Kurator Zoo Basel
Ein neues Rudel für Basel
Anfang Juni 2025, nur wenige Wochen nach der Ankunft, zeigten sich die beiden Wildhunde bereits sehr vertraut. Sie lagen einträchtig in einer Felsenhöhle, als ob sie schon lange zusammengehörten. Beobachter sahen sie am Vormittag ausgelassen spielen, sich wälzen und raufen. Dieses Verhalten deutet auf eine gelungene Integration hin.
Das Hauptziel dieser Zusammenführung ist die Bildung eines neuen Zuchtrudels. Afrikanische Wildhunde sind in ihrem natürlichen Lebensraum stark bedroht. Zoos spielen eine wichtige Rolle im Artenschutz durch koordinierte Zuchtprogramme. Ein erfolgreiches Rudel in Basel würde einen wertvollen Beitrag leisten.
Hintergrundinformation
Afrikanische Wildhunde (Lycaon pictus), auch Hyänenhunde genannt, sind die am stärksten gefährdeten Grossraubtiere Afrikas. Ihr Bestand ist durch Lebensraumverlust und Konflikte mit Menschen stark dezimiert. Internationale Zuchtprogramme in Zoos sind daher von grosser Bedeutung für den Erhalt der Art.
Die Bedeutung des Artenschutzes
Der Zoo Basel engagiert sich seit vielen Jahren im Artenschutz. Die Haltung und Zucht seltener und bedrohter Tierarten ist ein zentraler Bestandteil seiner Mission. Durch die Bereitstellung von Lebensraum und die Teilnahme an internationalen Programmen trägt der Zoo aktiv zum Überleben dieser Tiere bei.
Die Besucher des Zoos haben nun die Möglichkeit, die Entwicklung dieses jungen Paares zu verfolgen. Es besteht grosse Hoffnung, dass sie bald Nachwuchs haben werden. Jeder neue Wurf ist ein Erfolg für den Artenschutz und die Bemühungen, die Afrikanischen Wildhunde vor dem Aussterben zu bewahren.
- Regelmässige Kontrollen: Tierpfleger überwachen den Gesundheitszustand und das Verhalten der Tiere täglich.
- Angepasste Ernährung: Die Fütterung wird auf die spezifischen Bedürfnisse der Wildhunde abgestimmt.
- Bereicherung des Geheges: Das Gehege wird regelmässig mit neuen Elementen versehen, um die Tiere zu beschäftigen und ihr natürliches Verhalten zu fördern.
Zukunftsaussichten des Rudels
Die Erwartungen an das neue Wildhund-Paar sind hoch. Ein stabiles Rudel mit Nachwuchs wäre ein grosser Erfolg für den Zoo Basel. Es würde nicht nur die Population in Zoos stärken, sondern auch das Bewusstsein für die Bedrohung dieser Tiere in der Wildnis schärfen. Die Geschichte dieser beiden Wildhunde zeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit im Artenschutz ist.
Der Zoo Basel setzt seine Arbeit fort, um Besuchern die Schönheit und die Gefährdung der Tierwelt näherzubringen. Solche Projekte sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie Zoos zum globalen Naturschutz beitragen können.





