Ein Team von Gymnasiasten aus Basel hat ein neuartiges Produkt auf den Markt gebracht: ein geschmackloses und zuckerfreies Koffeinpulver. Das Pulver namens SparkUp soll eine gesündere Alternative zu herkömmlichen Energy-Drinks und Kaffee bieten. Die jungen Unternehmer, alle zwischen 17 und 19 Jahre alt, lernten sich im Wirtschafts-Schwerpunktfach am Freien Gymnasium Basel kennen und gründeten dort ihr Start-up.
Wichtige Fakten
- Basler Gymnasiasten entwickelten SparkUp, ein geschmackloses, zuckerfreies Koffeinpulver.
- Das Produkt ist eine Alternative zu Energy-Drinks und Kaffee.
- Das Team besteht aus zehn Schülern im Alter von 17 bis 19 Jahren.
- Die Gründung erfolgte im Rahmen des Schulprogramms «Young Enterprise Switzerland (YES)».
- Eine Dose mit 40 Gramm Pulver ergibt 20 Portionen und kostet 15 Franken.
Innovation aus Basel: Eine gesündere Alternative
Die Idee für SparkUp entstand aus einem einfachen Bedürfnis: Jugendliche konsumieren oft Energy-Drinks, deren hoher Zuckergehalt jedoch bedenklich ist. Das Schülerteam wollte eine Lösung anbieten, die den gewünschten Energie-Kick liefert, ohne die negativen Auswirkungen des Zuckers. So entwickelten sie ein Koffeinpulver, das sich durch seine Geschmacksneutralität auszeichnet und somit in jedes beliebige Getränk gemischt werden kann.
Kaan, der Co-CEO des Schülerunternehmens, erklärt die Motivation hinter der Entwicklung:
«Wir sassen alle an einem Tisch und überlegten uns, was Jugendliche im Alltag gebrauchen könnten. Dabei kamen wir schnell auf das Thema Energy-Drinks und wussten, dass wir eine Alternative zu diesen und auch zu Kaffee anbieten möchten. So entstand schliesslich SparkUp.»
Wussten Sie schon?
Energy-Drinks können bis zu 60 Gramm Zucker pro Dose enthalten, was weit über der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Tagesdosis liegt. Dies kann zu gesundheitlichen Problemen wie Karies, Gewichtszunahme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
Vom Klassenzimmer zum Weihnachtsmarkt
Die Möglichkeit, ein eigenes Start-up zu gründen, bot sich den Schülern im Rahmen des Firmenprogramms «Young Enterprise Switzerland (YES)» an ihrem Gymnasium. Dieses Programm fördert unternehmerisches Denken und Handeln bei jungen Menschen. Zum Start erhielten sie Unterstützung in Form von Scheinen, die kleine Firmenanteile darstellten und verkauft werden konnten, um das nötige Startkapital zu generieren.
Die praktische Umsetzung des Produkts war eine Herausforderung. Mit der Hilfe eines Bekannten konnten die Schüler das Koffeinpulver in einer Klinikküche entwickeln und produzieren. Jede Dose enthält 40 Gramm des Pulvers, was für 20 Portionen ausreicht. Der Verkaufspreis liegt bei 15 Franken pro Dose. Mittlerweile hat das Team auch eine eigene Website aufgebaut, um ihr Produkt online zu vertreiben.
Erste Erfahrungen im direkten Verkauf
Einen wichtigen Meilenstein erreichte das Team, als es sein Produkt erstmals auf einem Weihnachtsmarkt in Basel präsentieren konnte. Obwohl die Verkaufszahlen nicht riesig waren, zeigte sich das Team zufrieden mit der Resonanz. Einzelne Personen waren von der Idee überzeugt und unterstützten das Produkt bewusst.
Solche Erfahrungen im direkten Kundenkontakt sind für junge Unternehmer von unschätzbarem Wert. Sie lernen dabei nicht nur den Verkauf, sondern auch das Feedback der Kunden direkt aufzunehmen und zu verarbeiten. Diese frühen Marktbegegnungen sind entscheidend für die Weiterentwicklung eines Produkts und der Geschäftsstrategie.
YES-Programm
Young Enterprise Switzerland (YES) ist eine Non-Profit-Organisation, die Wirtschaftsbildung an Schulen fördert. Schülerinnen und Schüler gründen dabei für ein Jahr ihre eigene Firma, entwickeln Produkte oder Dienstleistungen und sammeln praktische Erfahrungen in der Geschäftswelt. Das Programm ist in der Schweiz weit verbreitet und unterstützt jährlich Hunderte von Jungunternehmern.
Zukunft nach der Matura noch offen
Das Team von SparkUp steht vor dem Ende ihrer Gymnasialzeit und damit auch vor der Frage, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. Die Maturaprüfungen stehen bevor, und die Schüler müssen sich auf ihre weitere Ausbildung und berufliche Zukunft konzentrieren. Kaan betont jedoch, dass die Entscheidung über die Fortführung des Projekts noch offen ist.
Unabhängig von der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens sehen die jungen Gründer die bisherigen Erfahrungen als äusserst wertvoll an. Die Gründung und Führung eines eigenen Unternehmens während der Schulzeit bietet einzigartige Einblicke in die Wirtschaftswelt und fördert Schlüsselkompetenzen wie Teamarbeit, Problemlösung und Innovationsfähigkeit.
Diese praktischen Erfahrungen sind oft ebenso wichtig wie die schulische Bildung und bereiten die Jugendlichen optimal auf ihre zukünftigen Karrieren vor, sei es in der Wirtschaft oder in anderen Bereichen.





