Die Abteilung Kultur Basel-Stadt hat erneut Recherchebeiträge an lokale Kulturschaffende vergeben. Insgesamt 29 Projekte erhalten eine Förderung von zusammen 190'000 Franken. Diese Mittel sollen es Künstlern ermöglichen, neue Ideen und Konzepte jenseits des direkten Produktionsdrucks zu entwickeln. Es ist die vierte Ausschreibung dieser Art, die aus der «Trinkgeld-Initiative» hervorgegangen ist.
Wichtige Punkte
- 29 Kulturprojekte in Basel erhalten Recherchebeiträge.
- Die Gesamtfördersumme beträgt 190'000 Franken.
- Die Beiträge ermöglichen die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte ohne Produktionsdruck.
- Die Förderung basiert auf der «Trinkgeld-Initiative».
- Eine Jury aus sieben Experten prüfte 83 eingereichte Gesuche.
Förderung kreativer Freiräume
Die Recherchebeiträge sind ein wichtiges Instrument, um die kreative Praxis in Basel zu stärken. Sie erlauben Kulturschaffenden, sich intensiv mit neuen Ansätzen auseinanderzusetzen. Dies geschieht unabhängig von einem konkreten Endprodukt. Künstler müssen keine fertige Projektbeschreibung vorlegen, was den Spielraum für Experimente erweitert.
Die Abteilung Kultur Basel-Stadt hat diese Form der Unterstützung ins Leben gerufen, um Innovation und künstlerische Vertiefung zu fördern. Es geht darum, Raum für Gedanken und Entwicklung zu schaffen, der im oft eng getakteten Produktionsalltag fehlt.
Interessanter Fakt
Die Recherchebeiträge wurden im Rahmen der Umsetzung der «Trinkgeld-Initiative» eingeführt. Diese Initiative zielt darauf ab, die Arbeitsbedingungen und die finanzielle Situation von Kulturschaffenden zu verbessern.
Vierte Ausschreibungsrunde
Dies ist bereits die vierte Ausschreibungsrunde für diese ergebnisoffenen Förderbeiträge. Die Höhe der Unterstützung variiert dabei zwischen 5'000 und 20'000 Franken pro Projekt. Die Flexibilität der Fördersummen trägt den unterschiedlichen Bedürfnissen der Projekte Rechnung.
Insgesamt wurden 83 Gesuche eingereicht. Eine unabhängige, interdisziplinäre Jury hatte die Aufgabe, diese Gesuche zu prüfen und die vielversprechendsten Projekte auszuwählen. Die Auswahl war dementsprechend breit gefächert und deckte verschiedene künstlerische Disziplinen ab.
Die Jury und ihre Expertise
Die beratende Jury setzte sich aus sieben Expertinnen und Experten zusammen. Ihre unterschiedlichen Hintergründe garantierten eine umfassende Beurteilung der eingereichten Projekte. Mitglieder waren unter anderem:
- Memet Aslan, Musiker, DJ und Grafik Designer
- Eva-Maria Knüsel, Kuratorin und Leiterin der Stadtgalerie Bern
- Chantal Molleur, Kuratorin für Film und Medienkunst
- Jonas Balmer, transdisziplinärer Künstler und Workshopleiter
- Jeremy Nedd, Tänzer und Choreograph
- Vera Sacchetti, Kuratorin und Forscherin für Design und Architektur
- Dominick Boyle als Vertreter der Abteilung Kultur Basel-Stadt
Diese Zusammensetzung der Jury gewährleistete eine fundierte und vielseitige Bewertung aller Bewerbungen. Die Auswahl erfolgte sorgfältig und nach klaren Kriterien, um die Qualität und das Potenzial der Projekte zu gewährleisten.
Hintergrund der Initiative
Die «Trinkgeld-Initiative» wurde geschaffen, um die Basler Kulturlandschaft nachhaltig zu stärken. Sie anerkennt die Bedeutung von kreativer Arbeit und die Notwendigkeit, Künstlern finanzielle Sicherheit für ihre Entwicklung zu geben. Die Recherchebeiträge sind ein direkter Ausdruck dieser Haltung.
Auswirkungen auf die Basler Kulturlandschaft
Die Vergabe dieser Beiträge hat eine positive Wirkung auf die Basler Kultur. Sie fördert nicht nur die Entwicklung einzelner Projekte, sondern stärkt auch die Innovationskraft der gesamten Szene. Künstler erhalten die Möglichkeit, neue Wege zu beschreiten und ihre Visionen zu verwirklichen.
Dies führt zu einer lebendigeren und vielfältigeren Kulturlandschaft in Basel. Die Unterstützung von ergebnisoffenen Prozessen ist entscheidend für die Entstehung von wirklich neuen und wegweisenden Werken. Es ist eine Investition in die Zukunft der Kunst und Kultur der Stadt.
«Diese Beiträge sind entscheidend für die Schaffung eines Umfelds, in dem kreative Prozesse gedeihen können, ohne den sofortigen Druck eines fertigen Produkts.»
Die Abteilung Kultur Basel-Stadt setzt mit dieser Förderpraxis ein klares Zeichen. Sie bekennt sich zur Bedeutung von Forschung und Entwicklung im künstlerischen Bereich. Die Gesamtfördersumme von 190'000 Franken unterstreicht dieses Engagement. Es ist eine wichtige Unterstützung für die Kulturschaffenden, die oft unter unsicheren Bedingungen arbeiten.
Bedeutung für die Künstler
Für die einzelnen Künstler bedeuten diese Recherchebeiträge oft eine erhebliche Erleichterung. Sie können sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg auf ihre kreative Arbeit konzentrieren, ohne ständig nach Aufträgen oder weiteren Finanzierungen suchen zu müssen. Dies schafft die notwendige Ruhe und den Freiraum, um tiefgründige und innovative Projekte zu entwickeln.
Die Möglichkeit, sich mit Ideen und Konzepten auseinanderzusetzen, die noch nicht ausgereift sind, ist für viele Künstler von unschätzbarem Wert. Es fördert die persönliche und künstlerische Weiterentwicklung und trägt dazu bei, dass Basel weiterhin ein Zentrum für kreative Köpfe bleibt.
Die insgesamt 29 unterstützten Vorhaben decken ein breites Spektrum ab. Dies zeigt die Vielfalt und Lebendigkeit der Basler Kulturszene. Von Musik über bildende Kunst bis hin zu Tanz und Medienkunst – die Förderung erreicht viele Bereiche. Die positiven Auswirkungen werden sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen, wenn aus diesen Recherchen neue Werke und Projekte entstehen.





