Die Berufsschau Baselland öffnet ab Mittwoch, dem 26. November, für fünf Tage ihre Tore in der St. Jakobshalle. In diesem Jahr präsentiert die Messe rund 90 Ausstellende und mehr als 200 Berufe. Die Veranstalter legen einen verstärkten Fokus auf die gezielte Vorbereitung der Jugendlichen, um ihnen einen effektiven Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen.
Die Ausstellungsfläche wurde im Vergleich zum Vorjahr um über 30 Prozent erweitert. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der Berufsschau als zentrale Orientierungsplattform für junge Menschen in der Region. Die Messe soll erste berufliche Interessen wecken und den Übergang in die Ausbildung erleichtern.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Berufsschau Baselland findet vom 26. bis 30. November statt.
- Rund 90 Ausstellende präsentieren über 200 Berufe.
- Die Ausstellungsfläche ist um mehr als 30 Prozent gewachsen.
- Neue Angebote wie die «Junior Job Safari» richten sich an jüngere Schüler.
- Gezielte Vorbereitungsmaterialien sollen den Messebesuch effektiver machen.
- Ein Bewerbungs-Check-Stand bietet praktische Unterstützung.
Ein Startpunkt für die berufliche Zukunft
Die Berufsschau Baselland hat sich als fester Orientierungspunkt für Jugendliche etabliert. Sie ist ein Ort, an dem junge Menschen ihre beruflichen Möglichkeiten entdecken können. Die Veranstaltung bringt Betriebe, Schulen, Verbände und Lernende zusammen. Sie zeigt die Vielfalt der heutigen beruflichen Wege auf.
Marc Scherrer, der Organisator der Berufsschau, betont die Bedeutung der Veranstaltung. Er sieht sie als mehr als nur eine Messe. Sie ist ein Startpunkt, an dem junge Menschen die Berufsbildung als attraktiven Ausbildungsweg kennenlernen.
«Die Berufsschau ist weit mehr als eine Messe – sie ist ein Startpunkt. Hier entdecken junge Menschen ihre Möglichkeiten und lernen die Berufsbildung als attraktiven Ausbildungsweg kennen.»
Gezielte Vorbereitung für einen effektiven Besuch
Die Veranstalter haben erkannt, dass eine gute Vorbereitung den Nutzen der Messe für die Jugendlichen erhöht. Umfragen zeigten, dass viele Schüler in der Vergangenheit nicht optimal vorbereitet waren. Bei über 200 Berufen ist es schwierig, den Überblick zu behalten.
Faktencheck Berufsbildung
- Schweizweit entscheiden sich rund 60 Prozent der Jugendlichen für eine Lehre.
- Im Baselbiet liegt dieser Anteil bei 55,9 Prozent.
- Die Berufsschau möchte die Attraktivität der beruflichen Grundbildung hervorheben.
Deshalb wurden in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und dem Kanton umfangreiche Unterrichtsmaterialien entwickelt. Diese Dossiers für Lehrpersonen und Eltern helfen, Interessen vorab zu klären. Sie ermöglichen es den Jugendlichen, den Rundgang auf ihre eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden.
Materialien für die 6./7. sowie die 8./9. Klassen sollen den Messebesuch wirksamer machen. Sie leiten die Schüler an, gezielte Fragen zu stellen, die über reine Informationen zu Lohn und Ferien hinausgehen. Dies fördert ein tieferes Verständnis der Berufe.
Neue Erlebnisse und praktische Unterstützung
Die diesjährige Berufsschau führt neue Elemente ein, um den Besuch noch interaktiver zu gestalten. Ein besonderes Angebot richtet sich erstmals an die jüngsten Oberstufenschüler.
Die «Junior Job Safari» für jüngere Klassen
Die «Junior Job Safari» ist ein neues, spielerisches Format für Schüler der 6. und 7. Klassen. Ohne vorherige Anmeldung können sie verschiedene Berufsfelder entdecken. Dabei lösen sie kleine Aufgaben und erhalten am Ende eine Überraschung. Dieses niederschwellige Angebot soll einen ersten, ungezwungenen Einblick in die Arbeitswelt geben.
Hintergrund: Berufsmaturität
Die Berufsmaturität (BM) ermöglicht es Absolventen einer Berufslehre, direkt ein Studium an einer Fachhochschule aufzunehmen. Sie verbindet praktische Ausbildung mit akademischer Weiterbildung und eröffnet zusätzliche Karrierewege.
Am Donnerstag findet der Berufsmaturität-Tag (BM-Tag) statt. Hier informieren Fachhochschulen, Bildungsinstitutionen und Fachstellen über passende Berufe und BM-Ausrichtungen. Sie zeigen auch weiterführende Studienwege auf. Dieser Tag dient als Brücke zwischen praktischer Ausbildung und akademischer Zukunft.
Lehrstellen-Tischmesse und Bewerbungs-Check
Ein weiterer Höhepunkt ist die Lehrstellen-Tischmesse am Samstag. Jugendliche können hier ohne Anmeldung direkt mit Ausbildungsbetrieben ins Gespräch kommen. Solche direkten Kontakte führen oft zu Schnupperlehren oder festen Terminen für Vorstellungsgespräche.
Neu in diesem Jahr ist ein Bewerbungs-Check-Stand. Hier prüfen Profis Bewerbungsmappen und üben Vorstellungsgespräche mit den Jugendlichen. Dies ist eine wertvolle Gelegenheit, den «Ernstfall» zu proben und sich optimal auf zukünftige Bewerbungen vorzubereiten.
Marc Scherrer betont die Wichtigkeit, Berufe erlebbar zu machen. Viele Jugendliche kennen mögliche Laufbahnen nur theoretisch. Die Berufsschau bietet dagegen echte Einblicke und persönliche Begegnungen.
Wettkämpfe und kreative Berufe
Die Berufsschau ist nicht nur eine Informationsplattform, sondern auch ein Ort für spannende Wettkämpfe. Täglich finden bei «Jardin Suisse» Berufsmeisterschaften im Garten- und Landschaftsbau statt. Diese Wettbewerbe zeigen das handwerkliche Können und die Kreativität in diesen Berufen.
Am Sonntag erreicht die Veranstaltung einen weiteren Höhepunkt für die Coiffeurbranche. Beim «International Hair Contest» zeigen Lernende ihr Können. Sie demonstrieren, wie kreativ und technisch anspruchsvoll der Coiffeurberuf ist. Solche Wettbewerbe inspirieren und zeigen die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten.
Der Organisator wünscht sich für diese Ausgabe vor allem die Zufriedenheit aller Beteiligten. Er hofft, dass die Vielfalt der Berufe erlebt und die Berufsbildung als attraktiver Weg wahrgenommen wird. Sein Ziel ist es, dass möglichst viele Jugendliche die Messe mit einem konkreten Plan für ihre Zukunft verlassen.




