Dornacher Progymnasialschülerinnen und -schüler werden auch in den kommenden Jahren ihre Ausbildung in den benachbarten Baselbieter Gemeinden fortsetzen. Der Baselbieter Regierungsrat hat den bestehenden Schulvertrag mit dem Kanton Solothurn bis zum Ende des Schuljahres 2029/30 verlängert. Diese Entscheidung sichert die Bildung für P-Schüler, da Dornach selbst keine eigenen progymnasialen Klassen anbietet.
Parallel zur Vertragsverlängerung plant die Gemeinde Dornach weiterhin den Bau neuer Schulräume für die Oberstufe. Das Ziel ist es, ab etwa 2031 den progymnasialen Unterricht direkt vor Ort anbieten zu können. Dieses Vorhaben ist jedoch mit erheblichen Investitionen verbunden, die zuletzt zu einer Ablehnung des Budgets und einer Steuererhöhung durch die Dornacher Stimmbevölkerung führten.
Wichtigste Punkte
- Dornacher P-Schüler besuchen weiterhin Schulen im Birseck und Laufen bis 2030.
- Der Vertrag mit dem Kanton Solothurn wurde bis zum Schuljahr 2029/30 verlängert.
- Dornach plant den Bau eigener progymnasialer Klassen ab 2031.
- Ein umfassendes Schulraumprojekt ist geplant, stößt aber auf finanzielle Hürden.
- Die Stimmbevölkerung lehnte das Budget und eine Steuererhöhung für 2026 ab.
Verlängerung sichert Bildung bis 2030
Die aktuelle Situation, dass Dornacher Schülerinnen und Schüler des Leistungszugs P auswärts unterrichtet werden, war ursprünglich als Übergangslösung gedacht. Doch nun wird diese Lösung für weitere vier Jahre beibehalten. Der Entscheid des Baselbieter Regierungsrates schafft Planungssicherheit für die betroffenen Familien und die Gemeinden.
Die Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit progymnasiale Klassen in verschiedenen Gemeinden im Birseck sowie in Laufen. Diese Regelung gewährleistet, dass die Jugendlichen Zugang zu den notwendigen Bildungseinrichtungen haben, obwohl ihre Wohngemeinde Dornach keine entsprechenden Angebote bereithält.
Faktencheck
- Verlängerungsdauer: Der Schulvertrag gilt bis Ende des Schuljahres 2029/30.
- Betroffene Schüler: Progymnasialschüler (Leistungszug P) aus Dornach.
- Aktuelle Schulorte: Birseck und Laufen (Kanton Basel-Landschaft).
Dornachs Pläne für eigene Progymnasialklassen
Trotz der Verlängerung des bestehenden Vertrags verfolgt Dornach weiterhin ehrgeizige Baupläne. Die Gemeinde beabsichtigt, die Oberstufe an einem einzigen, erneuerten oder neu errichteten Standort zusammenzuführen. Zentraler Bestandteil dieses Vorhabens ist der Ersatz des bestehenden Schulhauses Bruggweg.
Ab dem Jahr 2031 soll Dornach dann in der Lage sein, den progymnasialen Unterricht selbst anzubieten. Dies würde bedeuten, dass die P-Schüler nicht mehr in andere Kantone oder Gemeinden ausweichen müssen. Die Gemeinde will die Kontrolle über die Bildung ihrer Jugendlichen selbst übernehmen und eine umfassende Schullösung vor Ort schaffen.
Herausforderungen bei der Finanzierung
Das Schulraumprojekt ist ein umfassendes Vorhaben mit einem erheblichen Investitionsbedarf. Die Finanzierung dieser Pläne stieß jedoch auf Widerstand in der Bevölkerung. Im Januar 2026 lehnten die Stimmberechtigten von Dornach das Budget für das Jahr 2026 sowie eine damit verbundene Steuererhöhung ab.
Diese Ablehnung hat direkte Auswirkungen auf die Gemeinde. Ohne ein genehmigtes Budget kann Dornach nur vertraglich gebundene Ausgaben tätigen. Dies schränkt die Fähigkeit der Gemeinde ein, neue Investitionen zu tätigen oder größere Projekte voranzutreiben, bis eine neue Haushaltsplanung verabschiedet ist.
„Die Ablehnung des Budgets zeigt, dass wir die Bevölkerung noch stärker von der Notwendigkeit dieser Investitionen überzeugen müssen. Bildung ist eine langfristige Investition in die Zukunft unserer Kinder.“
Blick in die Zukunft: Schulraum und Finanzen
Die Gemeinde Dornach steht vor der Aufgabe, eine Lösung für die Finanzierung des Schulraumprojekts zu finden. Die aktuellen Baupläne sehen vor, dass das neue Schulhaus Bruggweg ab etwa 2031 den progymnasialen Unterricht aufnehmen kann. Dies erfordert jedoch eine solide finanzielle Basis und die Zustimmung der Bevölkerung.
Die Diskussion um den Schulraum und die Gemeindefinanzen in Dornach ist nicht neu. Bereits 2019 gab es Berichte, dass der Kanton Baselland von Dornach eine eigene Lösung für das Progymnasium forderte, da die Schülerzahlen stiegen. Diese langfristige Forderung unterstreicht die Dringlichkeit des aktuellen Projekts.
Hintergrund der Situation
Dornach ist eine Gemeinde im Kanton Solothurn, liegt aber geografisch nahe am Kanton Basel-Landschaft. Aufgrund dieser Lage und der fehlenden eigenen progymnasialen Infrastruktur werden die Schüler traditionell in den benachbarten Baselbieter Gemeinden unterrichtet. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist seit Langem etabliert, aber Dornach strebt eine eigenständige Lösung an.
Was bedeutet das für die Gemeinde Dornach?
Die aktuelle Situation erfordert von der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat, das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen. Es geht darum, die Notwendigkeit der Investitionen in den Schulraum klar zu kommunizieren und Wege zu finden, die finanzielle Belastung transparent darzustellen.
Ein genehmigtes Budget ist entscheidend für die Handlungsfähigkeit der Gemeinde. Ohne es können wichtige Investitionen und Projekte nicht durchgeführt werden. Dies betrifft nicht nur den Schulbau, sondern auch andere Bereiche der kommunalen Infrastruktur und Dienstleistungen.
- Kurzfristig: Fortsetzung des Unterrichts in den Baselbieter Schulen.
- Mittelfristig: Überarbeitung der Finanzpläne und erneute Abstimmung über das Budget.
- Langfristig: Realisierung des neuen Schulhauses Bruggweg und eigene progymnasiale Klassen ab 2031.
Die Bildungslandschaft in Dornach bleibt ein zentrales Thema. Die Verlängerung des Vertrags ist eine temporäre Lösung, die Zeit für die Umsetzung der langfristigen Vision verschafft. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie Dornach diese Herausforderung meistert und die Weichen für die zukünftige Bildung ihrer Jugendlichen stellt.





