Der Universitätsrat der Universität Basel hat seine Arbeit für die Leistungsperiode 2026 bis 2029 aufgenommen. Unter der neuen Präsidentschaft von Prof. Dr. Aymo Brunetti und mit dem Baselbieter Regierungsrat Markus Eigenmann als neuem Mitglied wurden bereits wichtige Personalentscheide getroffen. Die Universität erhält in den kommenden vier Jahren einen Globalbeitrag von 1,5 Milliarden Franken.
Wichtigste Punkte
- Prof. Dr. Aymo Brunetti ist neuer Präsident des Universitätsrats.
- Markus Eigenmann vertritt den Kanton Baselland im Gremium.
- Die Universität Basel erhält 1,5 Milliarden Franken für 2026-2029.
- Beförderungen von Prof. Dr. Marek Basler und Prof. Dr. Armando Meier wurden beschlossen.
- Mehrere Titularprofessuren an der Medizinischen Fakultät genehmigt.
Neuer Universitätsrat nimmt Arbeit auf
Der Universitätsrat, das oberste Aufsichts- und Entscheidungsgremium der Universität Basel, traf sich kürzlich in seiner neuen Zusammensetzung. Prof. Dr. Aymo Brunetti, der seit Jahresbeginn als Präsident fungiert, führte die erste Sitzung an. Er begrüsste Markus Eigenmann, der den Kanton Baselland im Rat vertritt. Eigenmann wurde Ende November in die Baselbieter Regierung gewählt.
Die Besetzung des Rates ist entscheidend für die strategische Ausrichtung der Universität. Die neuen Mitglieder bringen vielfältige Erfahrungen mit, die für die zukünftige Entwicklung der Hochschule von Bedeutung sind. Die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Baselland ist dabei ein zentraler Pfeiler der Universitätsführung.
Wichtige Zahlen
- 1,5 Milliarden Franken: Der Globalbeitrag für die Leistungsperiode 2026-2029.
- 4 Jahre: Dauer der neuen Leistungsperiode.
- Frühjahrssemester 2026: Beginn der neuen Professuren.
Finanzielle Basis für die Zukunft gesichert
Die Kantone Basel-Stadt und Baselland haben den Leistungsauftrag und den Globalbeitrag für die Universität Basel bereits im vergangenen Herbst verabschiedet. Der Baselbieter Landrat stimmte der Vorlage mit grossem Mehr zu. Eine Woche später folgte auch die Zustimmung des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt.
Diese finanzielle Zusage ermöglicht der Universität, ihren umfangreichen Leistungsauftrag in Forschung und Lehre zu erfüllen. Es sichert die Planungssicherheit für die kommenden vier Jahre und unterstützt die strategischen Ziele der Hochschule. Die Investitionen fliessen in Personal, Infrastruktur und Forschungsprojekte.
Prof. Dr. Aymo Brunetti betonte die Bedeutung der gesicherten Finanzierung: "Diese Mittel sind entscheidend, um die Universität Basel als führende Bildungs- und Forschungsinstitution weiter zu stärken und innovative Projekte voranzutreiben."
Neue Gesichter im Präsidium und der Vertretung
Prof. Dr. Aymo Brunetti ist ein ausgewiesener Ökonomieprofessor vom Departement Volkswirtschaftslehre der Universität Bern. Er stammt aus dem Baselbiet und hat seine akademische Laufbahn an der Universität Basel begonnen. Seine Verbindung zur Region blieb auch während seiner beruflichen Tätigkeiten ausserhalb Basels bestehen.
Markus Eigenmann ist diplomierter Elektroingenieur ETH. Vor seiner Wahl in den Regierungsrat war er als Unternehmer und Gemeindepräsident von Arlesheim tätig. Seine Erfahrung in Wirtschaft und Kommunalpolitik wird den Universitätsrat bereichern. Er vertritt die Interessen des Kantons Baselland im Gremium.
Hintergrund zum Universitätsrat
Der Universitätsrat ist das höchste strategische und Aufsichtsorgan der Universität Basel. Er ist für die Festlegung der Strategie, die Genehmigung des Budgets und die Aufsicht über die Geschäftsführung zuständig. Seine Mitglieder werden von den Trägerkantonen und dem Senat der Universität gewählt.
Wichtige Personalentscheide für Forschung und Lehre
Der Universitätsrat hat auch mehrere Beförderungen und die Ernennung neuer Titularprofessuren beschlossen. Diese Personalentscheide treten ab dem Frühjahrssemester 2026 in Kraft. Sie zeigen die kontinuierliche Entwicklung und Stärkung der akademischen Expertise an der Universität Basel.
Beförderungen zu Full und Associate Professoren
- Prof. Dr. Marek Basler: Er wurde zum Full Professor befördert. Basler ist Infektionsbiologe am Biozentrum. Seine Forschung konzentriert sich auf die Struktur und Funktion bakterieller Injektionsapparate. Er ist zudem am Nationalen Forschungsschwerpunkt «AntiResist» beteiligt. Seine Arbeit trägt massgeblich zur Entwicklung neuer Strategien gegen antibiotikaresistente Bakterien bei. Dies ist ein essenzieller Beitrag zur modernen Medizin.
- Prof. Dr. Armando Meier: An der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde Meier zum Associate Professor befördert. Er wurde 2024 zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Health Economics ernannt. Seine Forschung und Lehre konzentrieren sich auf die Gesundheitsökonomie mit Bezügen zur Verhaltens- und Arbeitsmarktökonomie. Er ist auch Co-Direktor des Basel Center for Health Economics.
Neue Titularprofessuren an der Medizinischen Fakultät
Der Universitätsrat genehmigte zudem die Ernennung folgender Titularprofessuren, die zuvor von der Regenz beschlossen wurden:
- Prof. Dr. Sabine Gerull für Hämatologie
- Prof. Dr. Philipp Honigmann für Handchirurgie
- Prof. Dr. Florian B. Imhoff für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Bei Imhoff handelt es sich gleichzeitig um eine Umhabilitation.
Diese Ernennungen unterstreichen das Engagement der Universität Basel in wichtigen medizinischen Fachbereichen. Sie sichern die hohe Qualität von Forschung und Lehre und stärken die Position der Universität als führende Institution im Gesundheitswesen.
Die neuen Professuren und die gestärkte Leitung des Universitätsrates legen eine solide Basis für die kommenden Jahre. Die Universität Basel kann somit ihre Rolle als Innovations- und Bildungszentrum in der Region weiter ausbauen.





