Das Kunstwerk «Saint or Sinner», das ursprünglich für den Basler Bahnhof vorgesehen war, ist nun in der Rümelinspassage zu sehen. Die Ausstellung des Werkes, das eine kontroverse Darstellung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zeigt, hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt.
Wichtige Punkte
- Das Kunstwerk «Saint or Sinner» ist in der Rümelinspassage in Basel ausgestellt.
- Die ursprüngliche Platzierung im Basler Bahnhof wurde abgesagt.
- Das Werk, das Donald Trump darstellt, führte zu öffentlichen Debatten.
Ein Umzug von Bahnhof zur Passage
Die Installation des Kunstwerks «Saint or Sinner» in der Rümelinspassage markiert das Ende einer vorangegangenen Kontroverse. Ursprünglich sollte die Skulptur, die den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in einer ungewöhnlichen Pose zeigt, im belebten Basler Bahnhof SBB präsentiert werden. Diese Pläne wurden jedoch nach öffentlichen Diskussionen und Bedenken zurückgezogen.
Die Rümelinspassage bietet nun einen neuen, zentralen Ort für das Werk. Sie befindet sich in einer gut frequentierten Gegend der Stadt Basel. Die Passage verbindet wichtige Einkaufsstrassen und ist ein täglicher Durchgangspunkt für viele Baslerinnen und Basler sowie Touristen.
Faktencheck
Die Rümelinspassage ist eine wichtige Verbindung im Herzen Basels. Sie ist bekannt für ihre Kunstinstallationen und ihre Rolle als öffentlicher Raum. Die Wahl dieses Ortes ermöglicht eine breite Sichtbarkeit für das Werk.
Die Kontroverse um «Saint or Sinner»
Die Skulptur «Saint or Sinner» hat bereits vor ihrer Ausstellung für Aufsehen gesorgt. Die Darstellung von Donald Trump als eine Art Heiligenfigur, gleichzeitig aber auch mit Anspielungen auf seine umstrittene Persönlichkeit, provozierte unterschiedliche Reaktionen.
Kritiker sahen in der Bahnhof-Ausstellung eine mögliche politische Botschaft, die in einem öffentlichen Verkehrsknotenpunkt unangebracht sei. Befürworter betonten die Kunstfreiheit und die Notwendigkeit, auch kontroverse Werke im öffentlichen Raum zu zeigen. Die Debatte spiegelte die Polarisierung wider, die Donald Trump weltweit auslöst.
«Kunst soll Diskussionen anstossen und zum Nachdenken anregen. Es ist wichtig, auch unbequeme Themen zu präsentieren.»
Hintergrund der Absage im Bahnhof
Die Entscheidung, das Kunstwerk nicht im Bahnhof Basel SBB auszustellen, wurde nach einer sorgfältigen Abwägung getroffen. Die Bahnhofbetreiber befürchteten, dass die Skulptur zu starken Reaktionen führen und den reibungslosen Ablauf des Bahnverkehrs stören könnte. Es gab Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und des Komforts der Reisenden.
Die SBB als Betreiberin öffentlicher Räume ist oft mit der Herausforderung konfrontiert, Kunst und öffentliche Ordnung in Einklang zu bringen. In diesem Fall entschied man sich für eine Verlagerung, um mögliche Konflikte zu vermeiden. Dies zeigt die Sensibilität, die bei der Platzierung politisch konnotierter Kunst in stark frequentierten Zonen erforderlich ist.
Kontext zur Kunst im öffentlichen Raum
Kunst im öffentlichen Raum hat in Basel eine lange Tradition. Die Stadt ist bekannt für ihre zahlreichen Skulpturen, Installationen und Wandbilder. Diese Werke tragen zur Identität der Stadt bei und sind oft Gegenstand von Diskussionen. Die Herausforderung besteht darin, einen Ausgleich zwischen künstlerischer Freiheit und den Bedürfnissen der Öffentlichkeit zu finden.
Die Bedeutung der Rümelinspassage als Ausstellungsort
Die Rümelinspassage bietet dem Kunstwerk nun eine neue Plattform. Sie ist ein Ort, an dem Menschen bewusst flanieren und verweilen können. Dies unterscheidet sich vom Bahnhof, wo die Menschen meist auf dem Weg sind und weniger Zeit für Reflexion haben.
Die Passage ist zudem ein Ort, der bereits verschiedene Kunstprojekte beherbergt hat. Dies schafft einen Kontext, in dem «Saint or Sinner» als Teil der Basler Kunstlandschaft wahrgenommen werden kann. Die Lage in der Innenstadt garantiert weiterhin eine hohe Besucherfrequenz.
Die Installation erfolgte am 3. November 2025. Seit diesem Datum ist das Werk für die Öffentlichkeit zugänglich. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Diskussionen und Interpretationen das Kunstwerk an seinem neuen Standort hervorrufen wird.
- Zentrale Lage in der Basler Innenstadt.
- Hohe Frequenz von Passanten.
- Etablierter Ort für Kunstinstallationen.
- Bietet Raum für bewusste Betrachtung des Werkes.
Reaktionen der Öffentlichkeit
Die ersten Reaktionen auf die Ausstellung in der Rümelinspassage sind gemischt. Einige Passanten zeigen sich erfreut über die Zugänglichkeit des Werkes und die Möglichkeit, es aus der Nähe zu betrachten. Andere äußern weiterhin Bedenken hinsichtlich der politischen Botschaft oder der Ästhetik der Skulptur.
Die Diskussionen rund um das Werk sind ein Beleg für seine Wirkung. Es fordert Betrachter heraus, sich mit dem Dargestellten und der künstlerischen Absicht auseinanderzusetzen. Dies ist oft ein Ziel von Kunst im öffentlichen Raum: die Menschen zum Dialog anzuregen.
Die Präsenz des Kunstwerks in der Rümelinspassage wird sicherlich weiterhin für Gesprächsstoff sorgen und die kulturelle Vielfalt Basels unterstreichen.





