Ein neuer Trinkbrunnen in Basel, bekannt als Modell «Standard, Typ Basel», ist zum Gegenstand einer politischen Kontroverse geworden. Elf Parlamentarier aus verschiedenen Parteien, von SP bis SVP, fordern den Regierungsrat auf, ein neues Modell zu prüfen. Sie bemängeln erhebliche Designfehler, die den täglichen Gebrauch des Brunnens einschränken.
Wichtige Punkte
- Der Trinkbrunnen «Standard, Typ Basel» steht wegen Designmängeln in der Kritik.
- Flaschenfüllen, Händewaschen und Zugang für Kinder und Menschen mit Behinderungen sind erschwert.
- Elf Parlamentarier fordern ein neues, funktionaleres Brunnenmodell.
- Die Kritik richtet sich gegen den senkrechten Wasserauslass und fehlende Zusatzfunktionen.
Designmängel schränken Nutzung ein
Der Trinkbrunnen «Standard, Typ Basel» wird als schlicht und ansprechend beschrieben. Doch seine Funktionalität steht infrage. Eines der Hauptprobleme ist der senkrecht nach oben gerichtete Wasserauslass. Dieser macht es nahezu unmöglich, Trinkflaschen bequem zu füllen.
Grossrat Stefan Wittlin (SP) hebt hervor, dass das Auffüllen von Flaschen eine zentrale Funktion eines modernen Trinkbrunnens sein sollte. Der aktuelle Entwurf erfüllt diese Anforderung nicht, was im Alltag zu Frustration führt.
Faktencheck
- Höhe: Ein Meter
- Breite: Vierzig Zentimeter
- Unterstützung: Elf Parlamentarier aus SP, Grünen, GLP, Mitte, LDP und SVP.
Fehlende Zugänglichkeit für alle Nutzergruppen
Die Kritik geht über das Flaschenfüllen hinaus. Auch grundlegende Funktionen wie das Händewaschen sind am neuen Brunnen kaum möglich. Für Hunde gibt es keine separate Trinkgelegenheit, was an öffentlichen Plätzen oft gewünscht wird.
Besonders problematisch ist die Zugänglichkeit für Kinder und Menschen mit Behinderungen. Die Konstruktion des Brunnens erschwert ihnen die Nutzung erheblich. Dies widerspricht dem Gedanken eines inklusiven öffentlichen Raums.
«Gerade das Auffüllen einer Trinkflasche sollte eine zentrale Funktion eines zeitgemässen Trinkbrunnens sein», so Stefan Wittlin.
Breite politische Unterstützung für ein neues Modell
Die Forderung nach einem neuen Brunnenmodell findet über Parteigrenzen hinweg Unterstützung. Elf Parlamentarier haben den Vorstoss von Stefan Wittlin unterzeichnet. Dies zeigt, dass die Mängel des Brunnens als ein breites Problem wahrgenommen werden.
Die Unterzeichner stammen aus verschiedenen Fraktionen, darunter SP, Grüne, Grünliberale Partei (GLP), Die Mitte, Liberal-Demokratische Partei (LDP) und die Schweizerische Volkspartei (SVP). Diese parteiübergreifende Einigkeit unterstreicht die Dringlichkeit des Anliegens.
Historische Brunnen in Basel
In der Basler Innenstadt sind häufig historische Brunnenmodelle wie der «Basilisk» zu finden. Diese Brunnen aus Gusseisen und Bronze sind oft prunkvoller gestaltet und bieten teils bessere Möglichkeiten zum Flaschenfüllen oder Händewaschen. Die neue Kritik betrifft spezifisch die moderneren Modelle ausserhalb des Zentrums.
Entscheidung des Grossen Rates im Dezember erwartet
Die Frage, warum der Widerstand gegen diesen Brunnentyp erst jetzt aufkommt, könnte mit dessen Verbreitung zusammenhängen. Das Modell «Standard, Typ Basel» ist primär ausserhalb des Stadtzentrums installiert.
Im Stadtkern dominieren weiterhin die traditionellen «Basilisk»-Brunnen und andere historische Wasserstellen. Diese bieten oft eine bessere Funktionalität für die Basler Bevölkerung.
Der Grosse Rat Basels wird voraussichtlich im Dezember über den Vorstoss abstimmen. Dann wird entschieden, ob die Kantonsregierung die Prüfung eines neuen, funktionaleren Trinkbrunnenmodells in Auftrag geben muss. Die Basler Bevölkerung erwartet eine Lösung, die den Bedürfnissen aller gerecht wird.
Funktionalität vor Ästhetik
Die Debatte zeigt, dass bei der Gestaltung öffentlicher Infrastruktur die Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit von entscheidender Bedeutung sind. Ein Brunnen, der zwar optisch ansprechend ist, aber grundlegende Bedürfnisse nicht erfüllt, stösst schnell auf Kritik.
Es bleibt abzuwarten, welche Kriterien bei einer möglichen Neuausschreibung für Trinkbrunnen in Basel berücksichtigt werden. Eine breitere Beteiligung von Nutzergruppen und Experten könnte zukünftige Fehlplanungen vermeiden.
- Zentrale Forderung: Ein Brunnen, der Flaschenfüllen ermöglicht.
- Zusatzfunktionen: Händewaschen und Trinkmöglichkeiten für Tiere.
- Inklusivität: Leichter Zugang für Kinder und Menschen mit Behinderungen.





