Der Kanton Basel-Stadt plant ein umfangreiches Bauprojekt auf dem Areal der ehemaligen Messehalle 3. Dort sollen rund 170 preisgünstige Wohnungen entstehen. Ein zentraler Bestandteil des Vorhabens ist eine neue Autoeinstellhalle. Diese wird rund 200 Parkplätze umfassen, wovon 150 als Quartierparking für Anwohnerinnen und Anwohner der Umgebung dienen sollen.
Wichtige Punkte
- 170 neue preisgünstige Wohnungen entstehen am Riehenring 120.
- Eine Autoeinstellhalle mit 200 Parkplätzen ist geplant.
- 150 Parkplätze werden als Quartierparking für Anwohner bereitgestellt.
- Der Regierungsrat beantragt knapp 4 Millionen Franken aus dem Mobilitätsfonds.
- Ziel ist die Entlastung des öffentlichen Raums von parkierten Fahrzeugen.
Neues Wohnquartier mit Tiefgarage
Das Projekt am Riehenring 120, auf dem Gelände der früheren Messehalle 3, markiert einen wichtigen Schritt in der Basler Stadtentwicklung. Der Fokus liegt auf der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum zu erschwinglichen Preisen. Gleichzeitig wird die Mobilität im Quartier neu organisiert.
Die geplante Überbauung sieht nicht nur Wohnungen vor, sondern integriert auch eine grosse Autoeinstellhalle. Diese Infrastruktur soll einen Beitrag zur effizienteren Nutzung des städtischen Raums leisten. Insgesamt sind 200 Parkplätze vorgesehen.
Fakten auf einen Blick
- Anzahl Wohnungen: ca. 170
- Anzahl Parkplätze total: ca. 200
- Anzahl Quartierparkplätze: 150
- Standort: Riehenring 120 (ehem. Messehalle 3)
Quartierparking entlastet den Strassenraum
Von den 200 geplanten Parkplätzen sind 150 explizit für die umliegende Bewohnerschaft gedacht. Sie sollen zu marktüblichen Tarifen gemietet werden können. Diese Massnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie des Kantons, Parkplätze aus dem öffentlichen Strassenraum in private Einstellhallen zu verlagern.
Die Verlagerung schafft mehr Platz im öffentlichen Raum. Dieser gewonnene Raum kann dann für andere Nutzungen eingesetzt werden, die allen zugutekommen. Dazu gehören beispielsweise breitere Trottoirs, sicherere Velowege, Flächen für Boulevardgastronomie oder mehr Stadtgrün. Diese Ziele sind auch im kantonalen Umweltschutzgesetz verankert.
Finanzielle Unterstützung aus dem Mobilitätsfonds
Obwohl die Parkplätze zu marktüblichen Preisen angeboten werden sollen, ist die Wirtschaftlichkeit des gesamten Projekts nicht vollständig gegeben. Deshalb beantragt der Regierungsrat beim Grossen Rat einen Beitrag von 3'964'000 Franken aus dem Mobilitätsfonds.
Dieser Fonds speist sich aus den Gebühren für Pendler-, Besucher- und Anwohnerparkkarten. Die jährlichen Einnahmen des Mobilitätsfonds belaufen sich auf etwa 3,8 Millionen Franken. Die Unterstützung ist entscheidend, um das Quartierparking zu realisieren und die Verlagerungsstrategie umzusetzen.
„Die Verlagerung von Parkplätzen in Quartierparkings ist ein wichtiger Baustein für eine lebenswertere Stadt. Wir schaffen Raum für Menschen, Grünflächen und nachhaltige Mobilität.“
Hintergrund der Mobilitätsstrategie
Der Regierungsrat hat das Konzept für Quartierparkings bereits im Oktober 2025 beschlossen. Es wurde dem Grossen Rat zur Genehmigung vorgelegt. Das Ziel ist klar: Bestehende private Parkplätze sollen effizienter genutzt und zusätzliche in Quartierparkings geschaffen werden. Dies trägt dazu bei, den öffentlichen Raum zu entlasten und für nicht-motorisierte Nutzungen attraktiver zu gestalten.
Ersatz für wegfallende Parkplätze
Das geplante Quartierparking dient auch als Ersatz für Parkplätze, die in absehbarer Zeit im Strassenraum entfallen. Dies geschieht unter anderem im Rahmen der Sanierung des Riehenrings. Auch weitere Projekte zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs oder zur Schaffung von mehr Stadtgrün führen zum Wegfall von oberirdischen Parkmöglichkeiten.
Für die Realisierung eines Quartierparkings ist eine wichtige Auflage zu beachten: 95 Prozent der neu erstellten Parkplätze müssen im Umkreis von 500 Metern durch die Aufhebung von Strassenparkplätzen kompensiert werden. Welche konkreten Parkplätze dies betrifft, wird im Baubewilligungsverfahren festgelegt.
Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die Gesamtanzahl der Parkplätze im Quartier nicht signifikant steigt, sondern lediglich deren Standort verlagert wird – weg von der Oberfläche, hin zu unterirdischen Lösungen. Dies fördert eine nachhaltige Stadtentwicklung und verbessert die Lebensqualität im Quartier deutlich.
Vorteile für das Quartier
- Mehr Sicherheit: Weniger parkierte Autos bedeuten oft mehr Übersicht für Fussgänger und Velofahrer.
- Bessere Luftqualität: Weniger Suchverkehr reduziert Emissionen im Quartier.
- Erhöhte Lebensqualität: Freie Flächen können für Spielplätze, Erholung oder Grünzonen genutzt werden.
- Attraktiveres Stadtbild: Ein aufgeräumter Strassenraum wirkt ästhetischer und einladender.
Die Umsetzung dieses Projekts am Riehenring ist somit ein klares Bekenntnis des Kantons Basel-Stadt zu einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadtplanung, die sowohl den Bedürfnissen der Bewohnerschaft als auch den ökologischen Anforderungen gerecht wird.





