Das Benediktinerkloster Mariastein im Kanton Solothurn bereitet sich auf ein wichtiges Jubiläumsjahr 2026 vor. Vor hundert Jahren, am 15. August 1926, wurden zwei prägende Ereignisse gefeiert: Die Klosterkirche erhielt den päpstlichen Ehrentitel «Basilica minor», und das Mariasteiner Gnadenbild wurde feierlich gekrönt. Diese Jubiläen sind für den Wallfahrtsort von grosser Bedeutung und werden das kommende Jahr prägen.
Wichtige Punkte
- 100 Jahre «Basilica minor» für die Klosterkirche Mariastein.
- 100 Jahre Krönung des Mariasteiner Gnadenbildes.
- Einweihung des neu gestalteten Klosterplatzes im Jubiläumsjahr 2026.
- Das Mariasteiner Lied von Pater Vinzenz Stebler wird zum Leitlied.
Zwei Jubiläen prägen den Wallfahrtsort
Abt Ludwig Ziegerer betont die historische Tragweite der bevorstehenden Feierlichkeiten. Die Verleihung des Titels «Basilica minor» und die Krönung des Gnadenbildes sind Ereignisse, die Mariastein bis heute formen. Der Ort ist bekannt als Stätte des Gebets, der Geborgenheit und der Begegnung. Er schenkt vielen Menschen Trost und Zuversicht.
Die Ernennung zur «Basilica minor» ist ein besonderer Ehrentitel der römisch-katholischen Kirche. Der Papst verleiht ihn an Kirchen, die sich durch ihre Geschichte, Bedeutung oder liturgische Ausstrahlung auszeichnen. Dieser Titel unterstreicht die besondere Verbindung der Kirche mit Rom und ihre Relevanz für die Region.
Wussten Sie schon?
Weltweit tragen rund 1800 Kirchen den Ehrentitel «Basilica minor». In der Schweiz besitzen derzeit zwölf Kirchen diese päpstliche Auszeichnung.
Symbolik der «Basilica minor»
Kirchen, die den Titel «Basilica minor» tragen, dürfen bestimmte Symbole führen. Dazu gehören die gekreuzten Schlüssel des Apostelfürsten Petrus auf ihren Gebäuden und Fahnen. Dieses Symbol steht für das Papsttum. Oft wird auch das Wappen des amtierenden oder des verleihenden Papstes an einer markanten Stelle angebracht. Diese visuellen Zeichen verdeutlichen die spezielle Stellung der Kirche innerhalb der katholischen Welt.
Die Krönung des Gnadenbildes unterstreicht die marianische Frömmigkeit, die in Mariastein tief verwurzelt ist. Das Gnadenbild in der Felsengrotte zieht seit Jahrhunderten Pilger an. Es ist ein zentraler Anlaufpunkt für Gläubige, die Maria verehren und ihren Beistand suchen.
«Unsere Klosterkirche erhielt den päpstlichen Ehrentitel ‘Basilica minor’, und das Gnadenbild in der Felsengrotte wurde gekrönt. Beide Begebenheiten prägen den Wallfahrtsort Mariastein bis heute.» – Abt Ludwig Ziegerer
Ein Generationenprojekt: Der neue Klosterplatz
Neben den historischen Jubiläen steht im Jahr 2026 ein weiteres wichtiges Ereignis an: die Einweihung des neu gestalteten Klosterplatzes. Abt Ludwig Ziegerer bezeichnet dieses Vorhaben als ein Generationenprojekt. Es wurde mit Blick auf die Zukunft geplant und realisiert. Der Platz soll den Weg vom Profanen zum Sakralen markieren, vom Alltag zum Heiligtum von Mariastein.
Die Neugestaltung des Klosterplatzes ist ein sichtbares Zeichen der Weiterentwicklung und Offenheit des Klosters. Sie soll Pilgern und Besuchern einen noch würdigeren und einladenderen Zugang zum Heiligtum ermöglichen. Solche Projekte erfordern nicht nur umfassende Planung, sondern auch erhebliche Investitionen und die Zusammenarbeit vieler Beteiligter.
Hintergrund: Mariastein als Wallfahrtsort
Mariastein ist seit Jahrhunderten ein bedeutender Wallfahrtsort in der Schweiz. Die Geschichte des Klosters reicht weit zurück. Es ist ein Zentrum der Benediktinergemeinschaft und zieht jährlich Tausende von Pilgern und Touristen an. Die Felsengrotte mit dem Gnadenbild ist das Herzstück der Wallfahrt.
Das Leitlied für das Jubeljahr
Für das besondere Jahr 2026 wird das Mariasteiner Lied von Pater Vinzenz Stebler (1917-1997) als Leitlied dienen. Der Titel lautet «Unsre liebe Frau im Stein». Dieses Lied steht für die tiefe Verbundenheit des Wallfahrtsortes mit Maria. Es besitzt einen hohen Wiedererkennungseffekt und ist vielen Gläubigen bekannt.
Das Lied von Pater Stebler unterscheidet sich von dem später entstandenen Wallfahrtslied von Silja Walter. Während Silja Walters Lied Maria nicht direkt erwähnt, richtet sich das Lied von Pater Stebler ausdrücklich an die Gottesmutter. Es soll die marianische Frömmigkeit von Mariastein deutlich zum Ausdruck bringen und die spirituelle Atmosphäre des Jubeljahres untermauern.
Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr laufen bereits auf Hochtouren. Zahlreiche Veranstaltungen und Feierlichkeiten sind geplant, um diese wichtigen Meilensteine in der Geschichte des Klosters Mariastein gebührend zu würdigen. Es wird erwartet, dass viele Gläubige und Interessierte aus der ganzen Schweiz und darüber hinaus an den Feierlichkeiten teilnehmen werden.
- Jubiläumsfeierlichkeiten im gesamten Jahr 2026
- Besondere Gottesdienste und Pilgerfahrten
- Kulturelle Veranstaltungen rund um die Geschichte des Klosters
Das Kloster Mariastein blickt einer ereignisreichen Zukunft entgegen. Die Kombination aus historischem Rückblick und zukunftsweisenden Projekten wie dem neuen Klosterplatz macht das Jahr 2026 zu einem besonderen Höhepunkt in der Geschichte des Wallfahrtsortes.





