Das Fussballjahr 2025 in Basel verlief aus Sicht der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt insgesamt ruhig. Trotz eines leichten Anstiegs der Gesamtsicherheitskosten pro Heimspiel des FC Basel 1893 blieben die Zahlen der ausgesprochenen Rayon- und Stadionverbote auf einem niedrigen Niveau. Dies zeigt eine detaillierte Analyse der Sicherheitsmassnahmen und Kosten.
Wichtige Erkenntnisse
- Drei Rayonverbote im Jahr 2025, davon zwei im Rahmen der UEFA Women's EURO.
- Nur ein Stadionverbot für den FC Basel 1893 ausgesprochen.
- Durchschnittliche Sicherheitskosten pro Heimspiel stiegen leicht auf 117'000 Franken.
- Kosten für Super League Spiele sanken auf 96'000 Franken pro Partie.
- Nur ein fussballbezogenes Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt.
Rayon- und Stadionverbote bleiben gering
Die Anzahl der ausgesprochenen Rayon- und Stadionverbote in Basel-Stadt bewegte sich im Jahr 2025 weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Dies unterstreicht die Bemühungen der Behörden, die Sicherheit bei Fussballspielen zu gewährleisten und gleichzeitig präventiv zu wirken. Die Kantonspolizei Basel-Stadt verhängte im Berichtsjahr insgesamt drei Rayonverbote. Im Vergleich dazu waren es im Vorjahr 2024 noch zwei Verbote.
Interessant ist hierbei die Aufschlüsselung: Zwei dieser drei Rayonverbote wurden im Kontext der UEFA Women's EURO ausgesprochen, die in Basel stattfand. Dies deutet darauf hin, dass Grossveranstaltungen spezifische Herausforderungen mit sich bringen können, die über den regulären Ligabetrieb hinausgehen.
Faktencheck Verbote 2025
- Rayonverbote: 3 (2024: 2)
- Stadionverbote (FC Basel): 1 (2024: 2)
- Stadionverbote (Women's EURO): 2 zusätzliche Anträge an den SFV
Auch die Zahlen der Stadionverbote zeigen einen positiven Trend. Die Anzahl der beim FC Basel 1893 beantragten Stadionverbote sank von zwei im Jahr 2024 auf lediglich eines im Berichtsjahr 2025. Zusätzlich zu diesem einen Verbot wurden im Zusammenhang mit der UEFA Women's EURO zwei weitere Anträge an den Schweizerischen Fussballverband (SFV) gestellt. Dies verdeutlicht, dass die präventiven Massnahmen der Vereine und des Verbandes greifen.
Kostenentwicklung: Ein differenziertes Bild
Die Sicherheitskosten für Fussballspiele sind ein wiederkehrendes Thema in der öffentlichen Diskussion. Im Jahr 2025 beliefen sich die durchschnittlichen Sicherheitskosten pro Heimspiel des FC Basel 1893 über alle Wettbewerbe hinweg auf rund 117'000 Franken. Dies stellt einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr dar, als die Kosten noch bei 105'000 Franken lagen.
Betrachtet man die Kosten jedoch differenziert nach Wettbewerben, ergibt sich ein nuancierteres Bild. Bei den Heimspielen der Super League, dem höchsten Schweizer Fussballwettbewerb, sanken die durchschnittlichen Kosten pro Spiel sogar leicht. Sie lagen im Jahr 2025 bei 96'000 Franken, verglichen mit 107'000 Franken im Jahr 2024.
Hintergrund der Kosten
Die Sicherheitskosten bei Fussballspielen umfassen diverse Posten. Dazu gehören der Einsatz von Polizei- und Sicherheitspersonal, Absperrungen, Videoüberwachung und weitere logistische Aufwendungen. Faktoren wie die Risikoeinstufung eines Spiels, die erwartete Zuschauerzahl und die Anwesenheit von Problemfans beeinflussen die Höhe dieser Kosten massgeblich.
Der Anstieg der Gesamtkosten, trotz sinkender Super League-Kosten, könnte auf eine höhere Anzahl von Spielen in anderen Wettbewerben zurückzuführen sein, wie beispielsweise Cup-Spiele oder internationale Partien, die tendenziell höhere Sicherheitsanforderungen und damit verbundene Kosten verursachen können. Die genaue Aufschlüsselung der Wettbewerbe liegt nicht vor, doch die Tendenz ist klar: Der reguläre Ligabetrieb wird effizienter abgesichert.
Juristische Aufarbeitung: Ein Einzelfall
Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt führte im gesamten Jahr 2025 nur ein einziges Verfahren, das in direktem Bezug zu Fussballspielen stand. Dies ist bemerkenswert, da im Vorjahr 2024 überhaupt keine solchen Verfahren registriert wurden. Ein einzelnes Verfahren unterstreicht die geringe Kriminalitätsrate im Zusammenhang mit Fussball in der Region.
"Die geringe Anzahl an Verfahren zeigt, dass die präventiven Massnahmen und die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Vereinen und Fans Früchte tragen," erklärt ein Sprecher der Kantonspolizei Basel-Stadt.
Diese Statistik zeugt von einer insgesamt friedlichen Atmosphäre rund um die Fussballereignisse in Basel. Es zeigt, dass die Mehrheit der Fans die Spiele ohne Zwischenfälle geniessen kann und dass die wenigen Vorkommnisse effektiv geahndet werden.
Blick in die Zukunft: Konstante Sicherheit
Die Entwicklungen im Jahr 2025 legen nahe, dass die Sicherheitskonzepte in Basel-Stadt funktionieren. Die Kombination aus präventiven Massnahmen, schnellem Eingreifen bei Fehlverhalten und einer konsequenten juristischen Aufarbeitung scheint sich zu bewähren. Es bleibt die Herausforderung, die Kosten im Blick zu behalten, insbesondere bei internationalen Turnieren und Spielen mit erhöhter Brisanz.
Die Stadt Basel und die involvierten Sicherheitsbehörden sind bestrebt, die Sicherheit bei Sportveranstaltungen weiterhin zu gewährleisten. Die Erfahrungen aus dem Jahr 2025, insbesondere im Umgang mit Grossereignissen wie der UEFA Women's EURO, werden in zukünftige Planungen einfliessen, um die Fussballerlebnisse für alle Besucher sicher und positiv zu gestalten.
Sicherheitsbilanz 2025
- Insgesamt: Ruhiges Fussballjahr
- Verfahren Staatsanwaltschaft: 1
- Fokus: Prävention und konsequentes Handeln bei Verstössen
Die enge Zusammenarbeit zwischen der Kantonspolizei, der Staatsanwaltschaft und dem FC Basel 1893 bleibt entscheidend, um diese positive Entwicklung fortzusetzen und die Sicherheit in den Stadien und deren Umfeld zu garantieren. Die kontinuierliche Anpassung der Sicherheitsstrategien an neue Herausforderungen ist dabei von grosser Bedeutung.





